Perfektes Wochenende für Plön: Einweihung des Kunstrasenplatzes und Sieg gegen Heikendorf

von Ismail Yesilyurt

Luis Pallokat (li., TSV Plön) gelingt mit dem 3:2 die große Überraschung gegen das Spitzenteam Heikendorfer SV © 2025 Ismail Yesilyurt


Ein perfektes Wochenende für den TSV Plön: die Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes im traditionsreichen Schiffsthal-Stadion und ein 3:2-Heimsieg gegen den Heikendorfer SV. Vor rund 70 Zuschauern bot das Team von Trainer Matthias Falk einen leidenschaftlichen Auftritt, während die Gäste aus Heikendorf einen Rückschlag im Aufstiegsrennen hinnehmen mussten. Auch der erste Saisonsieg der zweiten Mannschaft im Nachspiel mit 8:2 gegen den SC Rönnau II rundete einen gelungenen Tag ab.

Matthias Falk zeigte sich besonders von der Atmosphäre begeistert: „Der neue Platz ist von der allerneuesten Generation, kombiniert mit der altehrwürdigen Tribüne – eine tolle Symbiose. Die Stimmung war fantastisch und passte perfekt zum Auftakt auf dem neuen Kunstrasen.“

Frühe Führung für Heikendorf und schnelle Reaktion von Plön

Der Heikendorfer SV startete stark und ging durch Yannick Meenken früh mit 1:0 in Führung (13.). Heikendorfs Trainer Mark Hungerecker merkte dennoch an, dass seine Mannschaft etwas nachlässig agierte: „Vielleicht sind wir ein bisschen zu locker ins Match gegangen und haben nicht konsequent genug gespielt. Plön hat mit einfachen Mitteln, langen Bällen und hoher Intensität Druck gemacht, und wir haben uns dadurch unnötig unter Druck gesetzt.“ Vielleicht lähmte auch ein wenig die Aussicht auf Platz eins bei einem Sieg.

Das 1:0 von Yannick Meenken (li.) kann der Heikendorfer SV in Plön nicht verteidigen bzw. ausbauen. © 2025 Ismail Yesilyurt
Das 1:0 von Yannick Meenken (li.) kann der Heikendorfer SV in Plön nicht verteidigen bzw. ausbauen. © 2025 Ismail Yesilyurt

Philipp Grandt für Plön zum 1:1

Doch der TSV Plön reagierte prompt: Philipp Grandt traf in der 25. Minute zum Ausgleich, und nur zwei Minuten später brachte Moritz Andreas Kieback die Hausherren nach energischer Aktion von Mika Stegmaier mit 2:1 in Führung. Matthias Falk lobte dabei den Einsatz seiner Spieler: „Die Jungs waren sehr konzentriert, kämpferisch und haben gezeigt, wie lernwillig sie sind.“

Ausgleich vor der Pause und intensive zweite Halbzeit

Kurz vor der Pause glich Kalvi Rumohr nach einer Ecke für Heikendorf zum 2:2 aus. Mark Hungerecker kommentierte: „Der Ausgleich war wichtig für uns, aber insgesamt hätten wir noch konzentrierter spielen und unnötige Ballverluste vermeiden müssen. Plön hat es geschafft, uns immer wieder unter Druck zu setzen.“

In der zweiten Halbzeit übernahm Heikendorf zunächst die Spielkontrolle, konnte jedoch keine klaren Chancen nutzen. „Wir hatten mehrere gute Gelegenheiten – zwei Kopfbälle von Timo Martens, einen Schuss von Lukas Deutschbein, eine Chance von Tim Mordhorst –, aber wir konnten uns nicht belohnen“, erklärte Mark Hungerecker.

Luis Pallokat entscheidet das Spiel

Auf der anderen Seite bewies Matthias Falk erneut ein glückliches Händchen bei den Wechseln: In der 60. Minute kam Luis Pallokat, der kurz vor Schluss in der 87. Minute das entscheidende 3:2 erzielte – nach einem schnellen Konter des TSV Plön. Der Treffer fiel, weil der Heikendorfer SV auf den Sieg drängte und dabei die Defensive vernachlässigte.

Jakob Reimansteiner (re., TSV Plön) hielt das Mittelfeldzentrum dicht. © 2025 Ismail Yesilyurt
Jakob Reimansteiner (re., TSV Plön) hielt das Mittelfeldzentrum dicht. © 2025 Ismail Yesilyurt

„Pallokat hat energiegeladen und willensstark abgeschlossen. Die Mannschaft hat insgesamt leidenschaftlich gespielt und den Auftakt auf dem neuen Kunstrasen perfekt eingeläutet“, lobte der Plöner Coach, der nach der Trennung von Neutrainer Jochen Bauer Anfang September zunächst bis zur Winterpause im Amt ist.

Mark Hungerecker zeigte sich frustriert, aber realistisch: „Solche Konter führen dann leider zum 3:2. Wir wollten unbedingt den Siegtreffer erzielen, haben dabei aber in dieser Situation unsere Defensive vernachlässigt. Wir müssen uns selbst hinterfragen. Solche Spiele muss man gewinnen, wenn man oben mitreden will.“

Heikendorf verliert Boden im Aufstiegsrennen

Mit der Niederlage fällt der Heikendorfer SV auf Rang vier zurück und weist nun eine Bilanz von sieben Siegen, drei Unentschieden und drei Niederlagen auf.

Fazit

Ein Wochenende, das in Plön in Erinnerung bleibt: die Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes und ein stark aufspielendes Verbandsliga-Team unter Matthias Falk, der zugleich auch Abteilungsleiter ist. Der TSV Plön bestätigt seinen Aufwärtstrend, während Mark Hungereckers Heikendorfer SV trotz zahlreicher Chancen die Niederlage analysiert und nach vorne blickt.

Stimme zum Spiel

Mark Hungerecker (Trainer Heikendorfer SV)

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