Dennis Trociewicz Vater des Erfolges beim TSV Klausdorf

von Michael Felke

Moshood Adesanya (am Ball) und Marc Schwabe, gegen die Wolf-Brüder Niklas (li.) und Yannick (re.), sorgen in der Offensive für viel Trouble beim Gegner. Fotos: © Ismail Yesilyurt

Der TSV Klausdorf ist die Nummer Eins in der Landesliga Mitte – allerdings hinter dem FC Kilia Kiel. Nach dem Ausnahmeteam aus der Landeshauptstadt, das bereits vor Saisonstart als sicherer Meister gehandelt wurde, weisen die Klausdorfer mit 28 Punkten und neun Siegen aus 13 Spielen die beste Bilanz auf. Die besonnene Aufbauarbeit der letzten Jahre unter Trainer Dennis Trociewicz trägt Früchte.

Cheftrainer Dennis Trociewics hatmit seiner nachhaltigen Arbeit beim TSV Klausdorf eine starke Mannschaft geformt. © Ismail Yesilyurt
Cheftrainer Dennis Trociewicz hat mit seiner nachhaltigen Arbeit beim TSV Klausdorf eine starke Mannschaft geformt.

„Wir sind mit dem zweiten Platz hochzufrieden und könnten nicht glücklicher sein. Die Meisterschaft war für uns nie ein Thema. Die holt sich Kilia. Die treten souverän, konstant und professionell auf. Hut ab vor dieser Mannschaft und dem Trainerteam“, erklärt TSVK-Trainer Dennis Trociewicz, der zu Beginn der Saison sieben Zugänge einzubauen hatte. „Dadurch haben wir zwar jetzt eine hohe Leistungsdichte, aber die Neuen brauchten Zeit, um sich einzuspielen“, erinnert sich der Coach, dessen Mannschaft am zweiten Spieltag ihr Waterloo erlebte und beim Osterrönfelder TSV mächtig Prügel bezog (2:7). Trotz einer 2:1-Führung kam Klausdorf in den letzten 30 Minuten total unter die Räder.

Nach einer Schockstarre und einem weiteren schlechten Spiel gegen den TSV Stein (1:1), als „kein Fußball gespielt wurde“, kamen die Klausdorfer langsam in Tritt. Großen Anteil an der aufsteigenden Tendenz hatten auch die Neulinge Michel Petersen in der Innenverteidigung, Driton Gashi auf der rechten Außenbahn, Lennart Bossen auf der Acht sowie Marc Schwabe auf der linken Außenbahn und Angreifer Moshood Adesanya. Alles Spieler die aufgrund ihrer konstant guten Form viele Spielanteile bekamen.

Den wohl größten Entwicklungssprung hat allerdings Hime Hakaj vollzogen. Der inzwischen 32-jährige erlebt offenbar seinen zweiten Fußballfrühling. „Er ist unser aggressiver Leader. Er gewinnt viele Bälle, eröffnet unsere Angriffe klug und ist auf der Sechs nicht mehr wegzudenken“, spart Trociewicz nicht mit Lob. Die Klausdorfer beherrschen das Umschaltspiel, zeigen eine hohe Laufbereitschaft und haben oft mehrere Anspielstationen. Durch die erzwungenen schnellen Ballgewinne befindet sich der TSV oft in Ballbesitz und kreiert jede Menge Torchancen. „Leider verwerten wir davon viel zu wenige. Aber gereicht hat es dann doch meist“, sagt Trociewicz, dessen Team in vielen Spielen Fußball auf gehobenem Landesliganiveau zeigte. Eigentlich müsste der TSV Klausdorf um den Meistertitel mitspielen, wenn da nicht der FC Kilia Kiel wäre.

Im direkten Aufeinandertreffen der beiden Top-Teams sahen knapp 400 Zuschauer ein tolles Spiel. Am Ende hatten die Kilianer mit 1:0 die Nase vorn. „Der Druck von Kilia war schon groß. Aber wir wollten mitspielen und haben nicht zwei Busse vor unserem Tor geparkt. Ein starkes Spiel von uns. Aber gegen so einen Gegner reicht es eben nur an einem ganz besonderen Tag“, erklärt Dennis Trociewicz, dessen Team gegen den voraussichtlichen Meister aber immerhin so etwas wie sein Gesellenstück machte und in dieser Verfassung in der nächsten Saison ein Titelanwärter wäre. Zunächst aber bleiben die Klausdorfer bescheiden und wollen zum Abschluss der laufenden Saison lediglich einen Platz in der Spitzengruppe belegen.

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