Lasse Bensch (Kieler MTV) dreht ab zum Jubeln, Christian Boeck (TSV Plön) lässt seine Wut raus und KMTV-Kapitän Louis Reinicke ballt die Fäuste nach dem Golden Goal. © 2025 Ismail Yesilyurt
Kieler MTV – TSV Plön 1:0 (0:0)
Der Kieler MTV hat in der Verbandsliga Ost einen enorm wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Durch das 1:0 (0:0) im direkten Duell gegen den TSV Plön baut der Aufsteiger sein Polster auf den Relegationsrang auf sechs Punkte aus – und hält zugleich den Kontrahenten aus Plön auf Abstand. Für die Mannschaft von Trainer Paul Musiol war es ein Sieg mit doppeltem Wert.
Plön verpasst frühe Führung – KMTV mit mehr Spielkontrolle
Der TSV Plön erwischte beinahe den perfekten Start: Bereits in der 5. Minute traf Luis Pallokat per Freistoß die Latte. „Wenn der reingeht, haben wir ein ganz anderes Spiel vor der Brust“, sagte Plön-Coach Matthias Falk nach der Partie.
Der Kieler MTV übernahm im weiteren Verlauf der ersten Hälfte die Spielkontrolle. Zwar erspielte sich die Musiol-Elf einige gute Angriffe, doch klare Abschlüsse blieben Mangelware – die Versuche landeten zu häufig direkt in den Armen von TSV-Keeper Nils Fischer. Plön stand tief und machte die Räume eng, setzte jedoch offensiv zu wenig Akzente. Falk bemängelte vor allem die vielen Abspielfehler im Umschaltspiel.
Zweite Halbzeit: Plön wird mutiger – KMTV nutzt seine starke Phase
Nach dem Seitenwechsel zeigte der TSV Plön mehr Präsenz und fand besser in die Partie. In der 64. Minute musste KMTV-Torwart Bjarne Klenz sein Team retten, als er einen Flachschuss von Pallokat stark per Fußabwehr klärte.
Wenig später jedoch verlagerte sich das Spielgeschehen wieder eindeutig Richtung Plöner Tor: Zwischen der 67. und 70. Minute brannte es lichterloh im Strafraum der Gäste – gleich drei hochkarätige Chancen inklusive eines Lattentreffers ließen den KMTV auf das Führungstor drängen.

Tor des Tages: Bensch vollstreckt nach Rudolph-Assist
In der 71. Minute war es dann so weit: Nach starker Vorarbeit von Janne Rudolph, der von links mustergültig querlegte, versenkte Lasse Bensch den Ball aus rund zehn Metern zum entscheidenden 1:0. Plöns Keeper Fischer war chancenlos.
Schlussphase: Kieler MTV verpasst Entscheidung
In der Endphase öffneten die Gäste ihre Formation, doch zwingende Torchancen blieben aus. Der KMTV indes verpasste es, mit einem zweiten Treffer den Deckel draufzumachen. Trainer Paul Musiol bemängelte nach Abpfiff die zu hektische Spielweise: „Wir haben am Ende zu überhastet gespielt und die Bälle zu schnell verloren. Damit haben wir Plön im Spiel gehalten.“
Dennoch zeigte sich der Coach zufrieden: „Über 90 Minuten ist der Sieg verdient. Wir sind sechs Punkte vor dem Relegationsplatz und haben ein Spiel weniger als Plön – ein wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt.“

Plön-Coach Falk sah ein ausgeglichenes Duell, das aus seiner Sicht auch anders hätte enden können: „Für mich hätte das Spiel gut und gerne Unentschieden ausgehen können. Wir hatten Umschaltsituationen, die wir besser hätten nutzen müssen.“
Der Kieler MTV belohnt sich für eine kämpferisch engagierte Leistung und setzt sich in einem engen Kellerduell durch. Plön verpasst es in entscheidenden Momenten, seine Chancen konsequenter zu nutzen. Der Aufsteiger aus Kiel verschafft sich dagegen Luft im Abstiegskampf – und kann nun mit Selbstvertrauen in die kommenden Wochen gehen.
Kieler MTV: Klenz – Bourreau, Zilz, Kaiser – Stender (68. Dampha), Schröder, Bensch, Krause (80. Woywod) – Reinicke, Schmidt – Rudolph (80. Henningsen).
Trainer: Paul Musiol.
TSV Plön: Fischer – Laurenz Dittmann, Christian Boeck (93. Heiner Boeck), Buchholz, Kohnke – Reimansteiner, Witt (67. Falk) – Werber-Balke (71. Grandt), Wilfert, Stegmaier – Pallokat.
Trainer: Matthias Falk.
SR: Tjark Reimers (TSV Lohe-R..
Ass.: Marvin Debbert, Henrik Koch.
Z.: 69.
Tor: 1:0 Lasse Bensch (70.).
Suchsdorfer SV – SpVg Eidertal Molfsee II 3:2 (0:1)
Finn Wulbrandt ist der Hero des Suchsdorfer SV! Nach einem 0:1-Rückstand gegen den Aufsteiger SpVg Eidertal Molfsee II gelingt dem Stürmer nach dem Seitenwechsel ein Hattrick zur 3:1-Führung für die Gastgeber. Zwar verkürzte die Mannschaft von Christopher Foley in der 89. Minute durch Finn Zirzow auf 2:3, doch am Ende stehen drei Punkte auf der Habenseite des SSV.
Drei ganz wichtige Zählen nach dem Kellerduell: Die Elf vom Trainerduo Dennis Guscinas und Mischa Wolf verlässt mit 15 Punkten den Relegationsplatz zur Kreisliga und überholt in der Tabelle die SpVg (14 Punkte), die in einer kleine Krise steckt: Das individuelle Potenzial kann aktuell nicht optimal als Mannschaft verwertet werden.
Das Leistungsvermögen der Foley-Auswahl zeigte sich in der ersten Halbzeit deutlich. „Eigentlich nur gegen den Ball gespielt, obwohl wir heute auch gerade Ballbesitzphasen haben wollten. Ja, da hat uns Molfsee ein Stück weit aber erdrückt. Kommt dann auch zu ein, zwei ganz guten Abschlüssen, aber wird nicht extrem zwingend vorm Tor. Haben auch etwas Glück gehabt, dass da der Aufwand nicht belohnt wurde“, gab Guscinas ehrlich zu. Das eigene Team legte aber nach etwa 25 Minuten die Lethargie ab und kam mehr und mehr zu guten Umschaltsituationen. Aber just in einer neutralen Phase belohnen sich die Gäste dann doch noch mit dem 1:0 (39.) aus dem Nichts.
Sofort nach der Pause weckte eine Schrecksekunde, als SSV-Keeper Mats Berger im Eins-gegen-eins das 0:2 vereitelt, die Heimelf auf. Es folgte anschließend die Show von Finn Wulbrandt, der die deutlich höhere Ballbesitzquote des SSV zum 3:1 veredelte.
„Ja, und zittern dann noch die letzten vier Minuten in der Nachspielzeit. Aber insgesamt aufgrund der zweiten Halbzeit ist es, glaube ich, in Ordnung“, bemerkte Dennis Guscinas, „hätte auch ein Unentschieden sein können.“
Stimme zum Spiel
Suchsdorfer SV: Berger – Mlinski (19. Christiansen), Hackethal, Lübbehusen – Eberling, Plew (46. Weiß) – Klose, Reinke, Bredtmann – Wulbrandt (88. Stengel), Sellmer.
Trainer: Dennis Guscinas/Mischa Wolf.
SpVg Eidertal Molfsee II: Meier – Walter, de Mooy, Ziesecke, Matthes, Siedschlag (22. Pineiro Canquiz (84. Zirzow)), Smit, Poetzsch (66. Sommermeyer), Blümke, Wolf, Podlipnikov (63. Axt).
Trainer: Chris Foley.
Schiedsrichter: Sönke Rebehn (TuS Jevenstedt).
Ass.: Dr. Carsten Füg, Mirko Jansen.
Zuschauer: 33.
Tore: 0:1 Robin Ziesecke (39.), 1:1 Finn Wulbrandt (53.), 2:1 Finn Wulbrandt (70.), 3:1 Finn Wulbrandt (84.), 3:2 Finn Zirzow (89.).
TSV Altenholz – Preetzer TSV 2:1 (1:0)
Der einstige Tabellenführer Preetzer TSV verliert nach und nach den Kontakt zu den Spitzenpositionen eins und zwei. Beim Landesliga-Mitabsteiger TSV Altenholz verlieren die Schusterstädter mit 1:2 und sind damit nun fünf Spiele in Folge ohne Sieg.
Der TSV Altenholz dagegen befindet sich weiter auf dem Vormarsch – gegen den PTSV gab es den vierten Sieg aus den letzten sechs Spielen und Sprung aus der Abstiegsregion. Das Spiel gegen den Tabellenvierten aus Preetz ging die Truppe von Cheftrainer Nils Lenschau sehr konzentriert und fokussiert. Mit seinem ersten Saisontreffer im 14. Einsatz brachte Tom Jappe den Tabellenachten in Front.
Diese Führung verteidigte der TSV Altenholz lange und mit viel Leidenschaft. Mit seinem Saisontor Nummer sechs erhöhte Jesse Theophile auf 2:0 in der 83. Minute. Der postwendende Anschlusstreffer von Enno Schulze reichte für die Gäste nicht aus, um in der kurzen Restspielzeit zumindest einen Punkt mitzunhmen.
TSV Altenholz: Schwarz – Eckey, Bäsler, Pantel, Ellwanger, Jappe (54. Brackmann), Bansemer (54. Adigüzel), Michaelis (68. Mathea) (88. Rohlfs), Kessler, Schäfer (76. Stegmann), Theophile. Trainer: Nils Lenschau.
Preetzer TSV: Bellmann – Alexander Frank (65. Rothermund), Schulze, Ziebell, Doege (60. Windmüller), Maximilian Zimmermann, Grunwald (75. Schanko), Rose, Kocks, Beuck, Karius.
Trainer: Fabian Doege.
SR: Sinan Bott (TSB Flensburg).
Ass.: Olaf Sulimma, Florian Christiansen.
Zuschauer: 101.
Tore: 1:0 Tom Jappe (26.), 2:0 Jesse Theophile (83.), 2:1 Enno Schulze (84.).
Wiker SV – TSV Flintbek 4:1 (1:1)
Mit einer überzeugenden und zielstrebigen Anfangsphase hat [Teamname] am Wochenende wichtige Punkte im Kampf um die oberen Tabellenplätze eingefahren. Gegen sehr defensiv eingestellte Gäste aus Flintbek erspielte sich die Mannschaft früh ein klares Übergewicht und kam zu ersten guten Möglichkeiten.
Frühe Führung, dann unnötiger Ausgleich
Bereits in der 12. Minute durften die Zuschauer im heimischen Stadion jubeln: Nach einer Hereingabe von der linken Seite stand Fabi goldrichtig und schob aus kurzer Distanz sicher zum 1:0 ein. Weitere Chancen zur deutlicheren Führung folgten, blieben jedoch ungenutzt.
Nach rund einer halben Stunde ließ die Heimmannschaft das Spiel etwas schleifen und ermöglichte Flintbek durch leichte Fehler mehrere Standardsituationen. Einer dieser Freistöße führte in der 34. Minute zum Ausgleich – ein wuchtiger Kopfball nach Hereingabe aus halbrechter Position sorgte für das 1:1, das gleichzeitig den Pausenstand markierte.
Flintbek drückt – doch Wiker SV schlägt eiskalt zurück
Nach dem Seitenwechsel versuchte der Wiker SV, die Kontrolle über das Spiel schnell zurückzugewinnen. Doch Flintbek agierte deutlich aktiver, witterte seine Chance und erspielte sich bis zur 60. Minute sogar die besseren Gelegenheiten.
Mit zunehmendem Offensivdrang der Gäste öffneten sich jedoch Räume, die die Gastgeber nun konsequenter nutzten. In der 69. Minute wurde eine Flanke von Andre Wittern klar mit dem Arm geblockt – Nico Otto verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 2:1. Nur vier Minuten später folgte der nächste Kieler Treffer: Eine scharf hereingebrachte Flanke leitete Simon Kahnwald super mit der Hacke weiter und überraschte den Flintbeker Keeper Jan Preuß. Der Ball trudelte ins kurze Eck – 3:1 (73.).
Entscheidung in der Schlussphase
Der Widerstand der Gäste war nun gebrochen. Flintbek verlor spürbar an Glaube und Körnern, während die Elf von Dannie Osterhoff weiter nachsetzte. In der 83. Minute markierte Otto den Schlusspunkt: Nach einem Durchbruch über die linke Seite schloss er präzise zum 4:1 ab.
Wichtiger Wiker Schritt nach oben
Mit diesem hochverdienten Heimsieg sammelt die Wik enorm wichtige drei Punkte und bleibt im Rennen um die vorderen Plätze. Gleichzeitig sorgt das Ergebnis für ein starkes Gefühl zu Beginn des November-Heimspielblocks – das erste von vier Heimspielen ist bereits erfolgreich absolviert.
Stimme zum Spiel
Wiker SV: Haselau (84. Oppong) – Pankow (81. Glowatzka), Anderer, Ketelsen (84. Brosowski), von Roennen, Otto, Wittern, Großmann, Blechenberg, Kahnwald (84. Raith), Kapess.
Trainer: Dannie Osterhoff.
TSV Flintbek: Preuß – Rehder, Ratjen, Roempke, Kock (80. Schiefelbein), Schemborski, Dagga, Ferhat (87. Wischnewski), Frahm, Rober, Todic.
Trainer: Matthias Liebal.
SR: Jonas Tetzner (TSV Friedrichsberg-B.).
Ass.: Niklas Beyer, Oliver Zänker.
Z.: 120.
Tore: 1:0 Fabian Großmann (12.), 1:1 Goran Todic (34.), 2:1 Nico Otto (69., FE), 3:1 Simon Kahnwald (73.), 4:1 Nico Otto (83.).
SG Sarau / Bosau – SVG Pönitz 3:3
SG Sarau/Bosau: Schacht – Nehring (46. Papendorf), Möhr, Prahl, Chatziou – Hartmann, Jansen (86. Clasen) – Kath, Müller (81. Osdautaj), Hagedorn – Prieß.
Trainer: Tony Böhme/Mark Klukas.
SVG Pönitz: Maghon – Lennart Balzereit, Evan Keinz, Scholz, Ebeling – Kleinewächter (89. Schmidt), Wagner, Herzog, Schulz (81. Kopperschmidt) – Kevin Keinz, Koep (86. Schumacher).
Trainer: Christian Born.
SR: Moritz Meier (TSV Neustadt).
Ass.: Kevin Weißmann, Florian Ucheytz.
Z.: 120.
Gelb-Rote Karte: Mike Hartmann (71., Sarau).
Rote Karte: Luca Wagner (90., Pönitz)
Tore: 1:0 Maximilian Möhr (15.), 1:1 Finn Kleinewächter (19.), 1:2 Ray-Colin Ebeling (32.), 1:3 Finn Kleinewächter (35.), 2:3 Maximilian Möhr (41.), 3:3 Falk Prieß (44.).
MTV Dänischenhagen – Heikendorfer SV 1:3 (1:2)
MTV Dänischenhagen: Joachim – Marc Petersen, Kevin Wendt, Voth, Spoerck – Benninghoff, Kloss (73. Schulz) – Stephan Wendt, Albers, Sievers (57. Yildiz) – Schliesky (46. Feuerherm).
Trainer: Henning Bolz.
Heikendorfer SV: Müller – Sossou (81. Klindt), Jahnke, Rumohr, Ronny Palm – Botschatzke – Meenken (72. Feldkamp), Martens (90.+1 Goeser), Tim Mordhorst, Jack Palm (77. Obels) – Deutschbein.
Trainer: Mark Hungerecker.
SR: Anika Bargholz (TSV Bollingstedt-G).
Ass.: Robin Simonsen, Maximilian Dose.
Z.: 50.
Tore: 0:1 Lukas Deutschbein (5.), 0:2 Jack Palm (14.), 1:2 Philip Anders (19.), 1:3 Kalvi Rumohr (53.).
