Todenbüttel verteilt Geschenke – Verdientes 0:3 beim FC Burg

von Olaf Wegerich

Die Mannschaft des SV GW Todenbüttel. © 2025 Olaf Wegerich


In der Verbandsliga West muss sich der Aufsteiger SV GW Todenbüttel weiter nach unten orientieren. Beim personell angeschlagenen FC Burg, dem man in der Hinrunde noch eine Niederlage zufügen konnte, setzte es nach drei individuellen Fehlern in der zweiten Hälfte eine verdiente 0:3 (0:0)-Auswärtsniederlage.

Da der hinter Todenbüttel platzierte Osterrönfelder TSV überraschend das Derby auf eigenem Platz gegen den Drittletzten TSV Vineta Audorf mit 0:1 verlor, kann die Mannschaft von Trainer Eike Schneider weiterhin den 12. Platz verteidigen. Der FC Burg vollzieht durch den Heimsieg einen Sprung auf den 7. Platz.

Wenige Höhepunkte in der ersten Hälfte

In einer durchschnittlichen Verbandsligapartie mit nur wenigen Höhepunkten und vielen Aktionen im Mittelfeld konnten beide Mannschaften in der ersten Hälfte jeweils nur eine Torchance für sich verbuchen. Zunächst war es Paul Butzek, der alleine auf das Gästetor zulief und Torhüter Yannick Holtz umspielte. Doch sein Torschuss wurde von Lukas Krompholz knapp fünf Meter vor der Torlinie geklärt.

Auf der Gegenseite scheiterte Julian Lewin nach schöner Vorarbeit von „Maxi“ Lüdtke am Burger Torhüter Torben Franzenburg, der für seine Farben die Null hielt. Bis dahin konnten die Gäste aus Todenbüttel zufrieden sein, denn das Abwehrbollwerk hatte gehalten.

„Unsere Taktik, tief zu stehen und auf Konter zu lauern, ist bis dahin gut aufgegangen“, war auch Gästetrainer Eike Schneider mit den ersten 45 Minuten durchaus zufrieden. Seine Mannschaft hatte die taktischen Vorgaben bis dahin konsequent umgesetzt.

Individuelle Fehler entscheiden die Partie

Doch kurz nach dem Seitenwechsel erlaubten sich die Gäste einen folgenschweren Fehlpass im Spielaufbau, den Paul Butzek (50.) zum Führungstreffer nutzte.

„Jonas Illing hatte eine wilde Idee und Butzek den Ball in die Füße gespielt. Das war ein katastrophaler Fehlpass“, sah Schneider seinen bis dahin durchaus gelungenen Matchplan durchkreuzt.

Trainer Jewgenij Neu und der FC Burg kommen langsam in Fahrt. © 2025 Olaf Wegerich
Trainer Jewgenij Neu und der FC Burg klettern mit dem Sieg auf Platz 7. © 2025 Olaf Wegerich

Mit der Führung im Rücken bekamen die Gastgeber Oberwasser, ohne dabei in einer weiterhin überschaubaren Partie zu glänzen. Erneut Paul Butzek (66.) und in der Nachspielzeit Phil Bargmann (90+4) nutzten individuelle Fehler der Gäste, um den 3:0-Endstand zu erzielen.

Diskussion um zwei mögliche Handelfmeter

Obwohl Gästetrainer Schneider in seiner Analyse vor allem mit dem Auftritt in der zweiten Hälfte überhaupt nicht zufrieden war, sah er sein Team um zwei aus seiner Wahrnehmung durchaus berechtigte Elfmeter gebracht. „Wir hätten nach einem Handspiel kurz nach dem Führungstreffer einen Strafstoß bekommen müssen. Der Schiedsrichter stand zwei Meter daneben. Die zweite Situation war in der 85. Minute. Da stand der Schiedsrichter etwa zehn Meter daneben. Er hat uns beide Handelfmeter verweigert, weil er nicht pfeifen wollte.“

Doch Schneider ging auch mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: „Wir haben offensiv nicht stattgefunden.“ Nach der ersten strittigen Elfmeterszene entschied Schiedsrichter Jörn Göttsch gemäß dem neuen Regelwerk, nicht zwingend auf Strafstoß zu entscheiden, wenn ein Spieler sich – wie hier bei einer Abwehraktion – selbst anschießt.

Gelungenes Debüt für Lukas Krompholz

Bei den Gästen feierte der in der Winterpause vom MTSV Hohenwestedt verpflichtete A-Jugendliche Lukas Krompholz sein Ligadebüt und wusste zu überzeugen. Für ihn hatte Schneider lobende Worte parat:m„Er war für mich einer der besten Spieler auf dem Platz.“

Stimme zum Spiel

Torhüter Torben Franzenburg (FC Burg):
„Insgesamt war es ein verdienter Arbeitssieg für uns. Beide Mannschaften haben sehr abwartend agiert und es ist wenig passiert. Unser Führungstreffer war ein grobes Geschenk. In der zweiten Hälfte wurde das Spiel phasenweise offener und Todenbüttel kam auch zu einigen Chancen, aber mit dem zweiten Treffer haben wir ihnen den Stecker gezogen.“

Olaf Wegerich

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