SV Eichede räumt beim 1. Nordcup-Hallenmasters ordentlich ab

von Ismail Yesilyurt

Herzlichen Glückwunsch an den SV Eichede! Der schleswig-holsteinische Oberligist gewinnt verdient die Premiere der Nordcup-Hallenmasters vor insgesamt 500 Zuschauern live vor Ort und mehr als 10.000 vor dem Stream auf Youtube. Das Spitzenteam aus der höchsten Landesklasse des nördlichsten Bundeslandes nahm den imposanten Henkelpott mit 107 Zentimeter Größe aus Geesthacht mit nach Hause. Dazu ein ordentliches Taschengeld für die Mannschaft in Höhe von 1500 Euro des mit 2700 Euro dotierten Turniers. Im Finale bezwang die Auswahl von Cheftrainer Paul Kujawski den achtfachen Hamburger Meister TuS Dassendorf mit einem vom Ergebnis her klaren 5:1.

Premiere Nordcup-Hallenmasters: hochkarätig und top organisiert

Im Finale des siebeneinhalbstündigen Events, das High Noon startete, standen somit die beiden Gruppensieger. Die Gruppe A dominierte der Lokalmatador aus Hamburg, dessen Heimstätte nur wenige Minuten von der Sporthalle des Otto-Hahn- Gymnasiums entfernt liegt. Die Dassendorfer entwickelten sich schnell zu einem der Turnierfavoriten. Neben dem SV Eichede und Lüneburger SK, die in den beiden Fünfer-Gruppen bei einer Spielzeit den besten Eindruck hinterließen.

Organisator Tommy Grümmer durfte sich über ein gelungenes erstes Mal der Nordcup-Hallemansters freuen. © 2025 Volker Schlichting
Turnierorganisator Tommy Grümmer durfte sich über ein gelungenes erstes Mal der Nordcup-Hallenmasters freuen. © 2025 Volker Schlichting

Kampf um Schleuderplatz fünf spannend

Da nur eine Mannschaft vorzeitig in der Gruppenphase die Segel streichen musste, um ein Viertelfinale zu ermöglichen, blieb es bis zum Ende der Vorrunde spannend um den Schleudersitz. In der Gruppe A kämpften Kilia Kiel, Curslack-Neuengamme und Dynamo Schwerin um die verbliebenen zwei Plätze für das Viertelfinale hinter dem Duo Dassendorf und Heider SV. Im letzten Staffelspiel gegen Dynamo Schwerin machte Kilia den Einzug in die K.o.-Phase klar. Dabei führte der Oberligist aus Mecklenburg-Vorpommern mit 1:0, was den nächsten Step bedeutet hätte. In einem interessanten Spiel – wie die meisten der hochkarätigen Partien des Turniers – konterten die Kieler nach der eigenen 2:1-Führung den Ausgleich der Schweriner jeweils umgehend. Und siegten mit 4:3 in einem spannenden Finish von beiden Seiten.

Gruppe B: Drei Teams mit drei Punkten

In der Gruppe B gibt es im Herzschlagfinale ein Zwei aus Drei um den Einzug in die nächste Phase des Turniers. Der TSB Flensburg und VFR Neumünster werden bei den punktgleichen Mannschaften zusammen mit Tasmania Berlin in einem Herzschlagfinale der Gruppe B aus dem „Lostopf“ für das Viertelfinale gezogen.

Triple für Mika Meyer

Alles abräumt bei diesem Turnier Mika Meyer. Turniersieger, Torschützenkönig und bester Spieler der Veranstaltung: Mika Meyer darf drei Auszeichnungen nach der sehr gut organisierten Premiere der Nordcup-Hallenmasters annehmen. Es ist auch ein Tag der beiden Meyer-Brüder. Silas, der ältere der Geschwister, ist schließlich mit fünf Toren auch groß am SVE-Erfolg beteiligt. Im Entscheidungsschießen gegen Tjark Dörr (Lüneburger SK), der auch sechs Tore erzielte, trifft Meyer im ersten Versuch. Christopher Barkmann hält den Neunmeter von Dörr.

Schlussmänner ganz vorne dabei

Das Turnier wird auch durch die „Hilfssheriffs“ geprägt. Da ein Mitspielen des Torwarts erlaubt ist, was für mehr Action und Tore sorgt, nutzen das – nicht alle – Mannschaften aus. Und installieren einen Feldspieler als mitspielenden Torwart zumeist bei eigenem Ballbesitz. So ballern die Stellvertreter, aber auch Gelernten ordentlich. 17 der insgesamt 104 Tore aus der Gruppenphase und 39 aus den Finalspielen gehen auf das Konto der „Ballermänner“ aus der hinteren Reihe.

Sven Möller (TuS Dassendorf) gegen Mathis Harms (li., Heider SV). © 2025 Volker Schlichting
Sven Möller (TuS Dassendorf) gegen Mathis Harms (li., Heider SV). © 2025 Volker Schlichting

So sind Kenny Korup (VfR Neumünster), Mateusz Mika (Tasmania Berlin) als einziger etatmäßiger Torwart und Sven Möller (TuS Dassendorf) mit drei Treffern in der unten stehenden Torschützenliste weit vorne dabei. Joshua Nowkoma (Kilia Kiel) erzielte sogar vier Tore, davon ein Tor als regulärer Feldspieler.

Nachfolgend die Übersicht der Spiele zusammengetragen von den Redakteuren Helwig Pfalzgraf und Ismail Yesilyurt.

TuS Dassendorf – SV Curslack-N. 2:1

Zäher Start des Turniers mit wenig Spotlight vor den Toren: Der TuS Dassendorf ist das etwas bessere Team im Duell der beiden Hamburger Gamesright-Oberligisten. Und holt spät die drei Punkte. Der TuS schreibt das Torwartspiel groß. Feldspieler Sven Möller ist zwischen den Pfosten, besser gesagt vor dem eigenen Torkreis, undercover als Torwart tätig. Und ein Vorreiter der neuen Mode in der Halle. U. a. der Heider SV oder auch VfR Neumünster sind auch von Beginn an so gekleidet. Wenige Teams aktualisieren später auf das Modell, das auch seine Gefahren birgt.

Tore: 1:0 Karim Ay (6.), 1:1 Witalij Wilhelm (7.), 2:1 Firat Palo (11.)

VfR Neumünster – SV Eichede 2:8

Ohne große Gegenwehr gegen defensiv komplett überforderte Rasensportler ein gelungener Turniereinstieg für den späteren Sieger.

Tore: 0:1 Leon Tonder (1.), 0:2 Lucas Irmler (4.), 1:2 Nick Neca (4.), 1:3 Lasse Berger (6.), 1:4 Mika Meyer (8.), 1:5 Maurice Ehlers (9.), 1:6 Leon Tonder (9.), 1:7 Jens Wollesen (10.), 2:7 Tom Schilling (11.), 2:8 Lucas Irmler (12.).

Heider SV – Dynamo Schwerin 4:2

Den schnellen zweimaligen Rückstand überwinden die Heider mit einem kleinen Energieschub nach acht Minuten gegen Dynamo. Der größere Zug zum Tor des Gegners wird für die Dithmarscher Jungs mit dem 4:2-Endstand belohnt. Auch beim HSV gibt es hinten eine Arbeitsteilung: Der etatmäßige Schlussmann Thomsen ist gegen den Ball aktiv, Nicht-Keeper Fabian Arndt ist bei eigenem Ballbesitz sozusagen der fünfte Feldspieler.

Tore: 0:1 Moritz Schallhorn (1.), 1:1 Mathis Harms (1.), 1:2 Tarek von Böhlen (3., Eigentor), 2:2 Yusuf Abdelrahman (8.), 3:2 Hendrik Fleige (8.), 4:2 Mats Schaller (10.).

Mats Schaller (Heider SV) versucht den Ball am mitspielenden Torwart Ibrahim Suaib (Tasmania Berlin) vorbei zu bekommen. © 2025 Volker Schlichting

Tasmania Berlin – Lüneburger SK 1:7

Der nächste Kantersieg in der Gruppe. Der LSK lässt dem defensiv sorglosen Tabellenführer der NOFV-Oberliga Nord keine Chance. Tasmanias Masteusz Mika, gelernter Torwart, lernt als Erster die Tücken des mitspielenden letzten Mannes kennen. Mika versucht sich als Mittelstürmer, verliert vor dem LSK-Kreis den Ball, der ratzfatz im Berliner Kasten zum ersten Treffer der Partie landet. Die Hauptstädter sind nicht mit dem echten Material eines Tabellenführers angereist: Kicker aus dem zweiten Team sowie der U19 sind auch dabei. Man munkelt, dass auch der Physiotherapeut und sogar Busfahrer mitkicken. Der Fokus liegt auf einen möglichen Aufstieg, für den man einiges unterordnet.

Tore: 0:1 Marian Kunze (1.), 0:2 Tjark Dörr (3.), 1:2 N. N. (5.), 1:3 Tjark Dörr (5.), 1:4 Samir Rabi (7.), 1:5 Leo Grams (8.), 1:6 Marian Kunze (8.), 1:7 William Monteiro (11.).

Kilia Kiel – TuS Dassendorf 1:3

Diese Partie beruhigt das Turnier etwas nach den vorher drei wilden Vorspielen. Kilia Kiel braucht Anlaufzeit, um auf Betriebstemperatur. Zu spät, um noch was zu ergattern. Zumal man auch bei der geringeren Anzahl an Chancen nicht effektiv genug ist. Dassendorf zeigt hier schon seine Ansprüche auf eine Finalteilnahme an.

Tore: 0:1 Marvin Büyüksakarya (4.), 0:2 Firat Palo (6.), 0:3 Fabian Graudenz (10.), 1:3 Joshua Nwokoma (10.).

TSB Flensburg – VfR Neumünster 2:4

Rasensport setzt auf den Trend, bringt bei jeder Offensivaktion Feldspieler Kenny Korup fürs Tor. Das entscheidet das Spiel, 2 Tore erzielt Korup selbst, die beiden anderen sind direkte Assists. Auch TSB-Goalie Ole Rathmann ist erfolgreich.

Tore: 0:1 Kenny Korup (1.), 0:2 Visar Mehmeti (4.), 1:2 Fabio Lovizio (8.), 1:3 Kenny Korup (8.), 1:4 Yasin Diler (10.), 2:4 Ole Rathmann (11.).

Dynamo Schwerin – SV Curslack-N. 3:3

Offener Schlagabtausch zwischen dem Tabellenachten der NOFV-Oberliga Nord und dem Schlusslicht der Hamburger Oberliga. Keiner gewinnt, die Zuschauer schon bei kurzweiliger Unterhaltung.

Tore: 1:0 Moritz Schallhorn (4.), 1:1 Tim Schmidt (5.), 1:2 David Manugyan (6., Eigentor), 2:2 Rady Dei (9.), 2:3 Tim Schmidt (10.), 3:3 Marvin Runge (12.).

Lüneburger SK – SV Eichede 1:1

Die beiden bis dahin stärksten Teams der Staffel trennen sich auf hohem Niveau 1:1.

Tore: 1:0 Tjark Dörr (5.), 1:1 Kazusanosuki Ikeda (7.).

Kilia Kiel – Heider SV 2:2

Auch die beiden Schleswig-Holsteiner zeigen auf dem Kunstrasen ein Produkt, das den Außenstehenden gefällt.

Tore: 0:1 Mats Schaller (1.), 1:1 Paul Meseberg (2.), 1:2 Jonah Gieseler (6.), 2:2 Ben Bauer (10.).

Jonah Gieseler (Heider SV) bereinigt die Szene gegen Jeppe Waschko (re., Kilia Kiel). © Volker Schlichting
Jonah Gieseler (Heider SV) bereinigt die Szene gegen Jeppe Waschko (re., Kilia Kiel). © Volker Schlichting

TSB Flensburg – Tasmania Berlin 6:0

Erneut herbe Niederlage für Tasmania. Für den Tabellenführer der Landesliga Nord ein unerwartet hoher Erfolg. Das bei bei genauem Hinsehen nach den im ersten Tasmania-Spiel genannten Voraussetzungen nicht ganz so überrascht, aber in der Deutlichkeit schon.

Tore: 1:0 Milo Sankowski (3.), 2:0 Cedric Neumann (5.), 3:0 Fabio Lovizio (6.), 4:0 Jarne Bartelsen (7.), 5:0 Jon Jessen (10.), 6:0 Cedric Neumann (11.).

Dynamo Schwerin – TuS Dassendorf 2:3

Qualität setzt sich am Ende durch! So ist es in diesem guten Spiel, zu dem auch die Schweriner ihren Anteil beitragen.

Tore: 1:0 Marvin Braun (2.), 1:1 Karim Ay (6.), 1:2 Fabian Graudenz (7.), 1:3 Fabian Graudenz (8.), 2:3 Randy Dei (10.).

Lüneburger SK – VfR Neumünster 3:2

Etwas mühevoller, aber verdienter Sieg von Hansa.

Tore: 0:1 Visar Mehmeti (2.), 1:1 Tjark Dörr (3.), 2:1 Raphael Thinius (5.), 3:1 Tjark Dörr (6.), 3:2 Ilir Serifi (8.).

SV Curslack-N. – Kilia Kiel 2:2

Der FC Kilia Kiel kämpft sich weiter durch das Turnier. Wie gut, dass Offensivspieler Joshua Nwokoma, der ab dem zweiten Spiel gegen den Heider SV bei eigenen Angriffen das Torwarttrikot übergezogen hat, in der letzten Minute nach einer schönen Freistoßausführung noch den wichtigen Punkt rettet. Die Hamburger spielen beherzt auf und holen genau wie Kilia ihren zweiten Punkt.

Tore: 1:0 Luca Winterfeld (4.), 1:1 Jannis Voß (8.), 2:1 Arwid Dikiyer (9.), 2:2 Joshua Nwokoma (12.).

SV Eichede – TSB Flensburg 5:1

Eichede marschiert unbeeindruckt weiter. Trotz Rückstands nach nur 11 Sekunden durch Nahne Paulsen gibt es einen souveränen Sieg für die Stormarner.

Tore: 0:1 Nahne Paulsen (1.), 1:1 Mika Meyer (2.), 2:1 Mika Meyer (2.), 3:1 Mika Meyer (4.), 4:1 Silas Meyer (6.), 5:1 Leon Tonder (11.).

TuS Dassendorf – Heider SV 2:1

Gutklassiger und intensiver Vergleich, den der TuS aufgrund zwischenzeitlich hohem Druck nicht unverdient für sich bucht. Wobei auch der Heider SV bei etwas mehr Glück im Abschluss einem Sieg sehr nahe steht. Zum Ende hing geht die Post hin und her.

Tore: 1:0 Firat Palo (3.), 1:1 Janis Hinz (4.), 2:1 Niklas Pietruschka (6.).

VfR Neumünster – Tasmania Berlin 2:3

Mit diesem Sieg bringt sich Tasmania wieder in die Verlosung fürs Viertelfinale. Es wird nach den beiden Klatschen sichtlich mehr Wert auf die Defensivarbeit gelegt. Der etatmäßige Keeper Mateusz Mika steuert zwei Treffer bei, während Korup auf der anderen Seite nicht sticht. VfR verteidigt wieder naiv. Zwar schafft man in Überzahl 27 Sekunden vor Schluss den Ausgleich, kann aber Mateusz in der Schlusssekunde nicht am Schuss hindern.

Tore: 1:0 Berk Akcicek (2.), 1:1 Konstantinos Grigoriadis (4.), 1:2 Mateusz Mika (7.), 2:2 Ilir Serifi (12.), 2:3 Mateusz Mika (12.).

Kilia Kiel – Dynamo Schwerin 4:3

Kilia Kiel reicht ein Unentschieden, um einen der vier Plätze für das Viertelfinale sicher zu haben. Dabei beginnt das Match denkbar schlecht mit dem 0:1. Die Kieler bestehen den Stresstest, auch wenn nach dem 3:3 durch Dynamo 40 Sekunden übrig sind. Nach Zuspiel von Jannis Voß macht Paul Meseberg mindestens den dritten Gruppenplatz fest. Damit wird die harte und ehrliche Arbeit der Kieler belohnt.

Tore: 0:1 Mohand Almansou (2.), 1:1 Joshua Nwokoma (2.), 2:1 Jeppe Waschko (10.), 2:2 David Manukyan (11.), 3:2 Luca Senger (11.), 3:3 Randy Dei (12.), 4:3 Paul Meseberg (12.).

TSB Flensburg – Lüneburger SK 1:2

Erneut muss Hansa alles geben, um in einem spannenden Spiel die Oberhand zu behalten. Dass man sich später im Spiel um Platz drei wiedertrifft, ist noch nicht abzusehen.

Tore: 0:1 Leo Grams (7.), 1:1 Tobias Zuth (8.), 1:2 Tjark Dörr (10.).

Heider SV – SV Curslack-N. 4:3

Befreit können beide Seiten in ihrem letzten Gruppenspiel aufspielen. Das Viertelfinale ist erreicht. Es geht darum, mit einer besseren Platzierung in der Staffel auf einen vermeintlich schwächeren Viertelfinalgegner aus der anderen Gruppe zu treffen. So entwickelt sich ein munteres Toreschießen.

Tore: 0:1 Luca Winterfeld (1.), 1:1 Mathis Harms (2.), 2:1 Jonah Gieseler (4.), 2:2 Arwid Dikiyer (5.), 3:2 Tarek von Böhlen (8.), 3:3 Arwid Dikiyer (9.), 4:3 Yusuf Abdelrahman (10.).

Tasmania Berlin – SV Eichede 1:3

Eichede braucht für den Gruppensieg den Sieg, Tasmania einen Punkt fürs Viertelfinale. Erneut verkauft sich Tasmania teuer, kann aber letztlich den Sieg der Stormarner nicht verhindern. Den Jens Wollesen sicherstellen kann.

Tore: 0:1 Norman Giebler (5.), 0:2 Mika Meyer (6.), 1:2 Mateusz Mika (7.), 1:3 Jens Wollesen (9.).

TuS Dassendorf – VfR Neumünster 4:1

Der VFR Neumünster darf fast die Hälfte der 12 Minuten Spielzeit am Halbfinale schnuppern. Torwart Kenny Korup ballert gleich den Ball von der Mittellinie in die Maschen der Dassendorfer. Zehn Sekunden sind gerade mal vorbei beim 1:0 für VFR: der schnellste Treffer des Turniers. Und das dritte Tor von Korup als mitspielender Feldspieler im Neumünsteraner Gehäuse. Aber auch Korups Pendant auf der anderen Seite hat es drauf. Mit seinem ebenfalls dritten Goal zum 1:1. Danach stellt Dassendorf die Kräfteverhältnisse abgeleitet aus den Gruppenspielen richtig.

Tore: 0:1 Kenny Korup (1.), 1:1 Sven Möller (6.), 2:1 Marvin Büyüksakarya (7.), 3:1 Fabian Graudenz (10.), 4:1 Kerim Carolus (12.).

Heider SV – TSB Flensburg 4:5

Das Highlight-Spiel der Veranstaltung! Alles spricht für den Einzug des Heider SV in die Top 4. Doch in einer Restspielzeit von 135 Sekunden verspielt der HSV alles Gute, was man sich in knapp zehn Minuten aufgebaut hat. Aus einem 1:4 macht der einzige Landesligist, der nach dem 2:4 mit Nahne Pualsen der Torwart-Mode folgt, im großen Teich der Oberligisten ein 4:4. Und dann schenkt Feldspieler Fabian Arndt, bei eigenem Ballbesitz im HSV-Tor, den Flensburgern mit seinem zweiten Fauxpas in diesem Match den Sieg. Seinen Fehlpass in die TSB-Hälfte verwertet Cedric Neumann direkt ins halb verwaiste HSV-Gehäuse in der Schlusssekunde zum 5:4 mit seinem vierten Turniertreffer. Welcher Teufel hat da den Heider SV geritten?

Tore: 1:0 Hendrik Fleige (2.), 2:0 Jonah Gieseler (3.), 2:1 Jon Jessen (7), 3:1 Fabian Arndt (7.), 4:1 Yusuf Abdelrahman (9.), 4:2 Nahne Paulsen (10.), 4:3 Tobias Zuth (11.), 4:4 Tobias Zuth (12.), 4:5 Cedric Neumann (12.).

Kilia Kiel – Lüneburger SK 3:4 (1:1) n. E.

Der amtierende schleswig-holsteinische Landesmeister aus Kiel schwebt nach dem frühen 1:0 durch Aushilfs-Keeper Joshua Nwokoma – mit Tor Nummer vier – dem Halbfinale entgegen. Die Kilianer verteidigen die knappe Führung mit großer Aufmerksamkeit und auch sicher. Doch eine unnötige Zeitstrafe für Ben Bauer dreieinhalb Minuten vor dem Ende reißt ein Loch in den Halbfinale-Ballon. Leo Grams nutzt schnell die Überzahl zum Ausgleich. Danach schwimmen die Kieler angeknockt dem Neun-Meter-Schießen entgegen. In dem haben die Lüneburger das bessere Ende für sich.

Tore: 1:0 Joshua Nwokoma (1.), 1:1 Leo Grams (9.).
Entscheidungsschießen: 1:1 Leon Perera (LSK) verschießt, 2:1 Paul Meseberg, 2:2 Leo Grams, 2:2 Joshua Nwokoma scheitert an Torwart Bennet Rotetzki, 2:3 Marian Kunze, 3:3 Ben Bauer, 3:4 Samir Rabi, 3:4 Jannis Voß verschießt.

Bennet Rotetzki (Lüneburger SK) wurde als bester Torwart gewählt. © 2025 Volker Schlichting.jpg
Bennet Rotetzki (Lüneburger SK) wurde als bester Torwart gewählt. © 2025 Volker Schlichting

SV Curslack-N. – SV Eichede 1:4

Tore: 0:1 Christopher Barkmann (1.), 0:2 Silas Meyer (3.), 0:3 Noah Fritzen (6.), 1:3 Tim Schmidt (7.), 1:4 Silas Meyer (8.).

Der SV Eichede bleibt seiner erfolgreichen Linie auch im Viertelfinale treu. So wird das eine klare Angelegenheit für das Team von Paul Kujawski. Sehenswert das 1:0 gleich in der ersten Minute: Keeper Christopher Barkmann fängt einen Ball ab und versenkt seinen Abschlag gegen den aufgerückten SV-Keeper im Curslack-Gehäuse.

TuS Dassendorf – TSB Flensburg 3:1

Der TuS Dassendorf wird seiner Favoritenrolle mit dem Ergebnis und der Performance auf dem Kunstrasenbelag gerecht. Firat Palo und Sven Möller als Torwart aufgestellt haben schon nach zwei Minuten die Weichen auf das Finale gestellt. Daran rütteln kann der TSB Flensburg nicht. Auch wenn Tobias Zuth auf 1:2 verkürzen kann.

Tore: 1:0 Firat Palo (1.), 2:0 Sven Möller (2.), 2:1 Tobias Zuth (11.), 3:1 Colin Haupt (12., 9m).

SV Eichede – Lüneburger SK 2:1

Jens Wollesen macht in diesem ausgeglichenen Duell den Unterschied aus. Der schlaksige Angreifer besorgt mit seinem Doppelpack die Fahrkarten für das Finale gegen Dassendorf.

Tore: 1:0 Jens Wollesen (3.), 1:1 William Monteiro (7.), 2:1 Jens Wollesen (12.).

Lüneburger SK – TSB Flensburg 4:3

Im kleinen Finale präsentieren beide Teams noch einmal eine kurzweilige und abwechselungsreiche Begegnung. Der schnelle Rückstand tangiert den TSB Flensburg nicht negativ. Positiv: die schnelle Antwort mit der 2:1-Führung. Das kann der LSK auch, der mit dem 3:2 erneut in Front geht. Wilhelm Monteiro verhindert schließlich das Entscheidungsschießen in der letzten Minute. 300 Euro gibt es für das 4:3. Der TSB Flensburg nimmt 150 Euro an Preisgeld mit.

Tore: 1:0 Leon Perera (1.), 1:1 Jarne Bartelsen (2.), 1:2 Cedric Neumann (3.), 2:2 Leon Perera (9.), 3:2 Leo Grams (9.), 3:3 Melf Siemund (11.), 4:3 Wilhelm Monteiro (12.).

SV Eichede – TuS Dassendorf 5:1

Der SV Eichede zeigt im Endspiel die Tugenden, die das Team an der frischen Luft auszeichnen: kompaktes Auftreten und viel Einsatz mit noch mehr Teamgeist. Nach verteilten Anteilen im ersten Part der 12 Minuten zeigt das 2:1 durch Alwin Nishori Wirkung. Der TuS öffnet und die gnadenlosen Eicheder sind brutal effektiv im Abschluss. Mit dabei: das zweite Abschlagtor in diesem Turnier von Schlussmann Christopher Barkmann. Immerhin können die Dassendorfer als Trostpflaster 750 Euro nutzen.

Tore: 1:0 Mika Meyer (2.), 1:1 Sven Möller (3.), 2:1 Alwin Nishori (6.), 3:1 Silas Meyer (7.), 4:1 Christopher Barkmann (11.), 5:1 Silas Meyer (12.).

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