Gerechtes 2:2 zwischen Nachbarn VfB Kiel und MED SV

von Helwig Pfalzgraf

Tana Rermsoognern (li., VfB Kiel) sucht den Zweikampf mit Rami Ismail (MED SV). © 2024 Tobias Möhle


Im Nachbarschaftsderby auf der Waldwiese lief zunächst alles für die Heimelf. Bei zunächst ausgeglichenen Spiel konnte der abstiegsbedrohte VfB wie aus dem Nichts mit 2:0 in Führung gehen. Zunächst wurde Daniel Pagel, auf dem linken Flügel durchgebrochen, unnötigerweise an der Strafraumkante von Oskar Kusnierczyk zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marek “Manner” Hopp souverän (6. Minute). „„Über den kann man sich unterhalten, diskutieren. Ob das ein klarer Elfmeter war“, sagte MED-Trainer Metin Bozan, der vom Oskar Kusnierczyk nach dem Spiel eine ähnliche Meinung erhielt. Schiedsrichter Mats Stankat stand bei dieser Szene in einer perfekten Position und konnte somit diesen Fall besser beurteilen.

Reimers, Rohgalf, Rermsoongnern: Traumtor zum 2:0

Nach 26 Minuten gelang dem VfB Kiel dann ein Traumtor. Neuzugang John Reimers setzte wieder links diesmal Hendrik Rohgalf in Szene, der mit einem Chipball per rechtem Außenrist auf den langen Pfosten Tanathorn Rermsoongnern bediente, der per Kopf verwandelte (26.).

Das Spiel war aber postwendend wieder offen, da Rermsoongnerns ehemaliger Mitspieler aus Schilkseer Oberligazeiten, Sturmroutinier Moses Ogodogbu, postwendend den Anschlusstreffer erzielte (27.) In der Folge kam MED immer besser ins Spiel. VfB-Keeper Daniel Quoos konnte in Handballtorwart-Manier gegen Ramyar Ismail die Führung in die Pause retten.

„War nicht einfach nach dem 0:2. Die Jungs haben das aber gut gemacht und eine Reaktion gezeigt. Haben uns natürlich viel vorgenommen für die zweite Halbzeit“, konstatierte Bozan.

Elf von Metin Bozan nach dem Seitenwechsel aktiver

Nach dem Wechsel übernahm dann MED die Initiative. VfB-Winter-Abgang Marco Franciosi sagte auf der Stehtraverse den sich abzeichnenden Ausgleich Sekunden vorher an: Ohne Gegnerdruck konnte MED seine Ballstafette aufziehen, Mujib Azami unbedrängt aus 20 Metern abziehen zum 2:2. „Guter Spielaufbau über die linke Seite, Ball auf Mujib zurükgelegt. Mujib ganz cool außerhalb des Strafraums“, beschreibt Bozan den Ausgleichstreffer aus seiner Sicht.

Danach kam der VfB wieder besser ins Spiel und in die Zweikämpfe. Allerdings ließ das Niveau der Partie mehr und mehr nach. Besonders MED wirkte stehend k.o., aber auch bei der Heimelf häuften sich die unforced errors. Dennoch war die Spirgatis-Elf am Ende dem Siegtreffer näher als der Gast. Aber ein Treffer fiel nicht mehr. Und unterm Strich geht das Remis auch in Ordnung.

VfB Kiel: Quoos – Daniel Pagel, Tiedemann, Timo Pagel (76. Herzog-Truxa), Beeck, Reimers, Schwertfeger, Witttstock, Rermsoognern (67. Hammerich), Rohgalf (56. Imm), Hopp.
Trainer: Tim Spirgatis.
MED SV: Demir – Schröder, Oliver Kusnierczyk (48. Berrada-Rkhami), Rashid, Siracettin Ortac – Oskar Kusnierczyk – Ogodogbo, Serdar Ortac (76. Hryvniak), Azami (82. Petrick), Gati – Ismail.
Trainer: Metin Bozan.
Schiedsrichter: Mats Stankat (TSV Bordesholm).
Assistenten: Malte Gerhardt, Kai Diel.
Zuschauer: 75.
Tore: 1:0 Marek Hopp (6., FE), 2:0 Tanathorn Rermsoognern (26.), 2:1 Moses Ogodogbo (27.), 2:2 Mujib Azami (58.).

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