Andreas Möllers Preetzer TSV klopft an die Landesliga-Tür

von Michael Felke

Erfolgreiches Trainergespann beim Preetzer TSV – links Andreas Möller, rechts Co-Trainer Jirka Heine. Fotos: © Ismail Yesilyurt


Es kann nur einen Meister geben. Und der Preetzer TSV ist auf einem guten Weg, Meister zu werden. Als Herbstmeister der Verbandsliga Ost darf der PTSV bei fünf Punkten Vorsprung vom Titelgewinn und dem angestrebten Aufstieg in die Landesliga träumen.

Gleich elf von zwölf Spielen gewannen die Schusterstädter in der Hinserie. Nur gegen den Wiker SV gab es eine 0:1-Niederlage. Eine ganz starke Bilanz. „Wir haben die Vorgabe, jedes Spiel zu gewinnen. Das ist uns trotz vieler Personalwechsel bis auf eine Ausnahme gelungen“, erklärt PTSV-Trainer Andreas Möller, der insgesamt 27 Spieler einsetzen musste und nicht ein Mal mit derselben Startformation auflaufen konnte. Das spricht für den Kader, der in der Breite überdurchschnittlich besetzt ist und Ausfälle gut kompensieren konnte. Allein der 20-jährige Moritz Danberg absolvierte alle zwölf Partien.

Moritz Dannberg (in blauem Trikot) und die Tormaschine PTSV blieben in der Wik ohne Treffer, rechts Wiks Keeper Justin Sörensen, im Hintergrund Sascha Lazinka. © Ismail Yesilyurt
Moritz Danberg (in blauem Trikot) und die Tormaschine PTSV blieben in der Wik ohne Treffer, rechts Wiks Keeper Justin Sörensen, im Hintergrund Sascha Lazinka.

Herausragend und Kopf der Defensive ist Lukas Lindner. Der Hamburger kann zwar nur selten am Mannschaftstraining teilnehmen, ist aber im Abwehrzentrum gesetzt. Zusammen mit dem erfahrenen Torwart Thorge Beuck ist der zentrale Abwehrspieler ein Stabilisator der Preetzer Defensive, die erst sieben Gegentreffer kassierte. „Zwei enorm wichtige Spieler. Aber allein können die beiden auch nicht viel ausrichten. Die Abwehrarbeit fängt vorne an, und da haben wir dem Gegner nur wenig Torchancen ermöglicht“, so Möller, dessen Team beim 5:0-Hinspielsieg gegen den Wiker SV trotz ersatzgeschwächter Mannschaft souverän und meisterlich aufspielte.

Thorge Beuck (Preetzer TSV) ist nicht nur wegen der wenigsten Gegentreffer ein ausgezeichneter Schlussmann. Ismail Yesilyurt
Thorge Beuck (Preetzer TSV) ist nicht nur wegen der wenigsten Gegentreffer ein ausgezeichneter Schlussmann.

Souverän waren auch die Auftritte des 20-jährigen Mittelfeldspielers Neil Helbing, dem sein Coach eine große Zukunft voraussagt. Eine tolle Entwicklung zeigte zudem der 22-jährige Mittelstürmer Johannes Schütt, der sich während seines Studiums beim Regionalligisten Heider SV fit hält und für Möller aus dem Team nicht mehr wegzudenken ist. „Ein Dank an den HSV-Trainer Sönke Beiroth, der den Jungen dort mitmachen lässt“. Überhaupt fällt auf, dass die sehr junge Mannschaft der „Preetzer Fohlen“ selbst in schwierigen Situationen die Ruhe bewahrt. So wie im Spiel beim kampfstarken Dobersdorfer SV, als die Preetzer mit 0:1 zurück lagen und auf dem kleinen Platz gegen einen defensiven Gegner dann fünf Tore in 18 Minuten „zauberten“ und schließlich mit 6:1 die Oberhand behielten.

Neil Helbing (mitte) vom Preetzer TSV wird seinen Weg machen. © Ismail Yesilyurt
Für Neil Helbing (mitte) vom Preetzer TSV sind im Fußball alle Wege offen.

Die Preetzer, die im Schnitt drei Tore pro Spiel erzielen, scheinen reif für die Landesliga. Und wenn mäßige Leistungen wie beim glücklichen 2:1-Sieg gegen den vom Abstieg bedrohten ASV Dersau oder beim 0:1 im Rückspiel gegen den Wiker SV auch bis zum Ende der Saison Ausnahmen bleiben, hat der Preetzer TSV die besten Karten in der Hand. Allerdings – und das ist auch Coach Andreas Möller bewusst: Sein Team hat noch harte Nüsse zu knacken. In den letzten zwölf Spielen geht es zwei Mal gegen den Dritten Rot Schwarz Kiel, und am letzten Spieltag kommt es gegen den Zweiten TSV Plön zu einem möglichen Endspiel. Der Fünf-Punkte-Vorsprung könnte da schnell aufgebraucht sein. Für Spannung ist also gesorgt in der Verbandsliga Ost, bis der Meister gekürt wird. Denn es kann nur einen geben.

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