Keeper Ricardo Maghon (SVG Pönitz) hielt seinen Kasten sauber. Die SVG fängt für einen Tabellenführer ungewöhnlich im Schnitt fast zwei Gegentore ein. © 2026 Ismail Yesilyurt
Die SVG Pönitz hat im Spitzenspiel der Verbandsliga Ost die Tabellenführung gehalten. Im Spiel gegen den Tabellendritten Probsteier SG trafen dabei zwei Serien von acht ungeschlagenen Spielen aufeinander. Der einzige und entscheidende Treffer fiel praktisch mit dem Schlussgong in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch Einwechselspieler Jarne Schulz. Ein Torspektakel wie im Hinspiel, als die PSG der SVG Pönitz in einem kurzweiligen Match mit 6:4 die erste Saisonniederlage von bisher zwei beibrachte, wurde es nicht.
Ausgeglichenes Ringen
Beide Teams boten ein hart umkämpftes, aber fußballerisch unaufregendes Duell. „Nun stand ja für viele ‚Spitzenspiel‘ drauf, aber rein fußballerisch war kein Spitzenspiel drin“, sagte Pönitz-Trainer Christian Born. Die Hausherren starteten stark: Oscar Herzog traf von der Strafraumgrenze die Latte. „Wir kamen super ins Spiel, hatten zielstrebige Züge, aber kein Team war zwingend überlegen“, resümierte Born. Fußballromantiker sahen „offenes Visier“, doch lange Bälle dominierten – torlos zur Pause.
„Die letzte Überzeugung hatten wir dann am Ende“
Nach der Pause wechselten sich die starken Phasen ab. „Jedes Team hatte seine Momente“, sagte Born. Der Siegtreffer: Ein Kopfballverlängerung der PSG landete bei Schulz, der aus halbrechts aufs lange Eck zog – unhaltbar für Keeper von Viktor (90.+2). „Ein Spieler fälscht den Ball unhaltbar ab und so fiel der umjubelte Führungstreffer. Abschließend muss man sagen: Ja, es war kein Leckerbissen, aber beide Teams taten alles, um das eigene Tor zu verteidigen. Es gab Kampf, Härte, Herz von beiden Teams, aber die letzte Überzeugung hatten wir dann am Ende“, konstatierte Christian Born.

Probstei-Trainer Thomas Bohrmann bestätigte das unglückliche Ende: „Ich glaube, wenn man von einem durchweg ausgeglichenen Spiel spricht, ist das absolut gerechtfertigt. Beide Mannschaften absolut auf Augenhöhe, haben sich nichts geschenkt in den Zweikämpfen, in Laufduellen. Und dann ist es halt eben so, wie es in solchen engen Spielen meistens ist: Eine Unachtsamkeit entscheidet. Das war dann auch schon in der Nachspielzeit. Und ja, so verliert man halt eben unglücklich.“
„Kein Topspiel, aber drei Punkte“
Born lobte die Reife: „Wir verteidigten clever, nutzten die Chance am Ende.“ Bohrmann sagte: „Ich habe mit dem Trainerkollegen gesprochen, der sagte, das wäre ein absolut gerechtes Ergebnis gewesen mit einem Unentschieden: 0:0, 1:1 oder 2:2, wie auch immer.“
Stimme zum Spiel
SVG Pönitz: Maghon – Scholz, Evan Keinz, Gramckau, Ebeling – Lennart Balzereit (71. Schulz), Toth (82. Koep), Potuzak, Assmann – Kevin Keinz (82. Henkel), Herzog.
Trainer: Christian Born.
Probsteier SG: von Viktor – Töremen, Osmanovic, Will, Fimm (65. Schümann) – Bossen, Schröder – Bamm, Azem Mehanovic Din Mehanovic – Reinke.
Trainer: Thomas Bohrmann.
SR: Curtis Richter (S.I.G. Elmenhors).
Ass.: Thorsten Reinke, Jan-Christoph Rexin.
Z.: 90.
Tor: 1:0 Jarne Schulz (90.+2).
