Lockere Plauderrunde zwischen den Trainern Florian Stahl (Oldenburger SV) sowie Markus Wichmann (re.,Heider SV) und seinem Co-Trainer Tobias Dau (mitte). © 2025 Volker Schlichting
Jahresausklang für den Heider SV. Wenn es die Witterungsbedingungen zulassen, soll am morgigen Sonntag um 14.00 Uhr beim Oldenburger SV auf dem Rasenplatz an der Schauenburger Allee das letzte Punktspiel des Jahres 2025 über die Bühne gehen. Der Heider SV könnte sowohl bei einer Punkteteilung wie auch mit dem angestrebten Auswärtsdreier wieder der Sprung auf den 2. Tabellenplatz gelingen; die Dithmarscher hätten dann aber schon zwei Spiele mehr ausgetragen als der derzeitige Tabellenzweite SV Eichede, dessen Spiel am Samstag beim TuS Rotenhof abgesagt wurde.
Geteilte Erinnerungen an den OSV
Die Erinnerungen an den Oldenburger SV sind gespalten. In der Hinrunde der aktuellen Saison überzeugte die Mannschaft von Florian Stahl vor allem in der ersten Hälfte in Heide und führte dazu auch völlig verdient. Doch im zweiten Durchgang zeigten sich die Gastgeber wie verwandelt und siegten noch deutlich mit 4:1. Allerdings wurden die Gäste dabei deutlich unter Wert geschlagen. Vor allem das Hinspiel in der letzten Saison in Oldenburg weckt aus Heider Sicht unschöne Erinnerungen. Denn ohne Abwehrchef Patrick Storb gab es bei der überraschenden 4:5-Niederlage eine sportliche Bruchlandung. Die soll diesmal unbedingt verhindert werden, auch um mit einem guten Gefühl in das neue Jahr zu gehen.

Vorbereitung mit kleinen Rückschlägen
Die Vorbereitung auf das Spiel in Oldenburg verlief aus Heider Sicht bis auf den Nasenbruch von Björn Lambach am Dienstag relativ störungsfrei. „Ob er spielen kann, ist aber fraglich“, betonte Geschäftsführer Hannes Nissen, traut Lambach, der als harter Hund gilt, aber zu, dass er trotzdem spielt. Ebenfalls wieder im Kader ist Stürmer Hendrik Fleige, der zweimal trainieren konnte. Auch die Sperre von Yusef Abdelrahman ist abgelaufen. „Die Trainingswoche war sehr gut. Wir haben uns von Tag zu Tag gesteigert. Da war ordentlich Power drin. Ich schenke jedem Spieler volles Vertrauen“, war auch Trainer Markus Wichmann zufrieden.
Klare Zielsetzung: Auswärtssieg
Daher ist die sportliche Zielsetzung beim Heider Coach klar umschrieben. „Wir wollen die drei Punkte haben. Wir sind klarer Favorit. So gehen wir auch in das Spiel rein und wollen die drei Punkte mit in den Bus nehmen.“
Oldenburg in der Krise – aber gefährlich
Sportlich läuft es für die Ostholsteiner nach einem guten Saisonstart eher bescheiden. Seit sechs Spielen wartet die Mannschaft von Trainer Florian Stahl auf einen Dreier und konnte dabei nur einmal Remis spielen. Zudem fehlt dem Vierzehnten die Spielpraxis. Das letzte Spiel wurde am 8. November ausgetragen.
Analyse des Gegners
Zum Oldenburger SV sagte Wichmann: „Der OSV hat eine starke Offensive mit Junge und Kaps, wobei Junge eventuell nicht spielt. Die haben schon Erfahrung. Rico Bork leitet und gestaltet das ganze Spiel bei denen. Trotzdem: 44 Gegentore sprechen natürlich auch ein bisschen für sich. Hinten knallt das bei denen ganz schön. Wir wollen Druck machen und das Spiel bestimmen – auch auf schlechten Bodenverhältnissen. Vielleicht muss sogar das eine oder andere Mal der lange Ball herhalten, wenn das auf dem Platz spielerisch nicht möglich ist. Auch darauf sind wir vorbereitet, dass wir die zweiten Bälle dann ziehen. Wir sind guter Dinge.“

Optimismus trotz schwierigem Auswärtsspiel
Auch Geschäftsführer Hannes Nissen geht zuversichtlich in das schwere Auswärtsspiel. „Wir sind gut vorbereitet. Oldenburg wird uns gerade von der Intensität her viel abverlangen. Dennoch bin ich optimistisch, dass wir morgen drei Punkte holen.“
Blick auf die nächste Saison
Bereits jetzt ist Nissen in den Planungen für die neue Spielzeit. „Ich habe bereits 18 feste Zusagen für die kommende Saison. Das Gerüst steht.“ Fest steht, dass Torhüter Erik Gründemann den Heider SV verlassen wird. Noch ist aber nicht endgültig entschieden, ob es auf der Torhüterposition noch eine externe Anpassung gibt.
U23-Perspektivspieler rücken nach
Nach und nach sollen mit dem derzeit noch verletzten Torhüter Bennet Roloff sowie den drei Feldspielern Hark Dreyer, Arsenij Ksenofontov und Anas Boukara auch Perspektivspieler aus dem Kader der U23 am Training der Ligamannschaft teilnehmen.
Personalie Dahm sorgt für Diskussion
Dass die Personalie Macius Dahm beim Dithmarscher Traditionsverein hohe Wellen schlägt, war zu erwarten. Geschäftsführer Hannes Nissen sagte dazu: „Der Abgang von Maci ist sicherlich schade. Er bringt alles mit, was ein Top-Innenverteidiger braucht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Talent alleine nicht reicht. In zehn Monaten seit seiner Beförderung zur Liga hat er acht Monate mit Verletzungen verpasst. Ich gehe im Guten mit ihm auseinander, wenngleich er sportlich bei uns deutlich ambitionierter spielen könnte.“
