Auf den MTSV Hohenwestedt wartet ein selbstbewusster VfR Neumünster. © 2026 Ismail Yesilyurt
Der MTSV Hohenwestedt steht in der Flens-Oberliga vor entscheidenden Wochen. Nach der 0:4 Heimniederlage gegen den Spitzenreiter SV Todesfelde ist die Mannschaft von Trainer Arend Müller aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem TUS Rotenhof auf den 13. Tabellenplatz abgerutscht und steht mächtig unter Zugzwang. Bereits am Samstag geht es in der Flens-Oberliga um 14.00 Uhr auf dem Sportplatz Wilhelmshöh mit einem Heimspiel gegen den VfR Neumünster weiter.
Ausgeglichene Bilanz
Seit der Saison 2021/2022 standen sich beide Mannschaften insgesamt neunmal in der Flens-Oberliga und Landesliga gegenüber. Dabei konnten beide Teams jeweils drei Spiele gewinnen. Das Hinspiel in Neumünster gewann Rasensport mit 3:1. Beide bisherigen Duelle seit dem gemeinsamen Aufstieg in die Oberliga konnte der MTSV in Hohenwestedt jeweils knapp mit 3:2 und 1:0 durch ein Tor von Tjark Sievers gewinnen.
Vor allem offensiv hapert es derzeit bei den Gastgebern die nach der Winterpause in sechs Spielen nur sechs Punkte erzielten konnten und dabei in den letzten vier Spielen dreimal ohne eigenen Treffer blieben. Allerdings waren mit Todesfelde und Holstein Kiel II auch die beiden führenden Mannschaften darunter. Der Weggang von Torjäger Kjell Knaak in der Winterpause zum Ligakontrahenten Holstein Kiel II wiegt daher schwer.
MTSV mit vielen Ausfällen
Hinzu kommt das es derzeit einige Ausfälle zu verkraften gibt. Killian Pingel und Mika Hirsch befinden sich im Aufbautraining. Rene Helmcke ist krank und Calvin Schultz der nach dem Rotationsmodell eigentlich wieder an der Reihe gewesen wäre das Tor zu hüten ist angeschlagen. Hinzu kommt das der etatmäßige Kapitän Tjark Sievers wegen Muskelproblemen höchstwahrscheinlich erneut ausfallen wird. „Die Personalsituation könnte aktuell etwas besser sein“ unterstreicht dann auch Trainer Arend Müller vor dem Derby. Immerhin gibt es mit dem zweikampfstarken Tim Sienknecht einen wichtigen Rückkehrer und möglichen Unterschiedsspieler nach Gelbsperre.

Dennoch ist auch dem Hohenwestedter Coach bewusst was die Stunde geschlagen hat und das in den Heimspielen gegen Rasensport, den TSV Nordmark Satrup und gegen den TUS Rotenhof dringend gepunktet werden muss wenn es denn im Kampf um den Klassenerhalt keine böse Überraschung geben soll. Müller sagte zur Ausgangslage vor dem Spiel: „Der VfR Neumünster spielt eine starke Saison und hat sich im Winter nochmal verstärkt. Wir wissen, was auf uns zukommt. Gegen die Top-Teams hatten wir teilweise gute Phasen, jetzt wollen wir mehr aus unseren Chancen machen und die Heimspiele für uns entscheiden. Wir wissen genau wie unsere aktuelle Situation ist. Am Wochenende wird’s darauf ankommen, wer die Zweikämpfe annimmt und die zweiten Bälle gewinnt“.
VfR vor Mega-Belastungsprobe
Auf Rasensport warten bis zum Saisonende noch neun Punktspiele. Damit haben die Neumünsteraner noch die meisten Spiele aller 16 Flens-Oberligisten zu absolvieren und stehen vor mehreren englischen Wochen. So auch Morgen beginnend mit dem kleinen Derby in Hohenwestedt gefolgt vom brisanten Stadtderby am Mittwoch gegen den PSV und dann am darauffolgenden Sonntag mit einem erneuten Heimspiel gegen den Oldenburger SV.

Der Traditionsverein aus der Schwalestadt belegt nach dem 3:0 Erfolg gegen Schlusslicht Preußen Reinfeld den 6. Platz und hat bei nur drei Punkten Rückstand und noch drei Nachholspielen in der Hinterhand noch den vor ihm platzierten Heider SV im Blick. Doch es bleibt abzuwarten wie die Mannschaft von Trainer Danny Cornelius die kommenden Wochen mit dem Mammutprogramm überstehen wird.
VfR-Coach Cornelius fordert Effizienz
Auf die Frage wie Rasensport auf dem kleinen engen Platz in Hohenwestedt das Spiel angehen wird sagte VfR-Trainer Danny Cornelius: „Ich glaube das das was wir bisher immer gemacht haben kompakt stehen um unsere Umschaltmomente zu nutzen um dann zum Tor zu kommen. Da brauchen wir dann auch eine gewisse Effizienz um die Chancen die sich bieten einfach zu nutzen. Wir werden mit Sicherheit nicht fünf, sechs oder sieben hochkarätige Chancen bekommen. Ich glaube das Hohenwestedt einfach sehr kompakt steht und dass es nicht so einfach ist dann dort durchzukommen“.
Was die Effizienz betrifft hatte der VfR die Vorgaben seines Coaches in dem über weite Strecken eher ausgeglichenen Spiel gegen Reinfeld bereits nahezu optimal umgesetzt.
Visar Mehmeti und Radovan Karaman fallen bei Rasensport wegen ihrer Knieprobleme weiter aus. Dau kommen die Langzeitverletzten Sven Freitag und Louis Schmidt.
