VfB Lübeck siegt in Altona nach Joker-Doppelpack von Yusuf Wardak

von Ismail Yesilyurt

Felix Drinkuth brachte den VfB Lübeck bei Altona 93 erstmals in Front.. © 2024 Olaf Wegerich


Der VfB Lübeck hat am 25. Spieltag der Regionalliga Nord einen wichtigen Auswärtserfolg gefeiert. In einer intensiven und hitzigen Partie setzten sich die Grün-Weißen vor 3.791 Zuschauern in der traditionsreichen Adolf-Jäger-Kampfbahn mit 3:2 (1:1) gegen Altona 93 durch. Matchwinner war Joker Yusuf Wardak, der nach seiner Einwechslung mit einem Doppelpack das Spiel drehte.

Frühe Chancen für Altona – Drinkuth trifft vom Punkt

Es entwickelte sich von Beginn an eine lebhafte Begegnung. Die Hamburger starteten druckvoll und kamen früh zu guten Chancen. VfB-Keeper Finn Böhmker musste bereits in der sechsten Minute bei einem Abschluss von Rasmus Tobinski großartig parieren. Erst allmählich fand der VfB in die Partie – und zeigte sich dabei eiskalt. Nach einem Foul an Dardan Karimani entschied Schiedsrichter Jannik Weinkauf auf Elfmeter. Rückkehrer Felix Drinkuth übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:0 (14.).

Altona schlägt vor der Pause zurück

Die Lübecker kontrollierten das Geschehen nun besser, ein weiteres Tor zählte jedoch wegen Abseits nicht. Kurz vor der Pause schlug Altona zurück: Nach einem Lattentreffer reagierte Michael Ambrosius am schnellsten und köpfte in der 45. Minute zum 1:1 ein. Mit diesem Resultat ging es in die Kabinen.

Guerino Capretti beweist ein goldenes Händchen

ach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Altona drängte, aber Lübeck hielt stand. Dann bewies VfB-Trainer Guerino Capretti ein goldenes Händchen: In der 62. Minute brachte er Yusuf Wardak – und der traf mit seinem ersten Ballkontakt nur 60 Sekunden später zur erneuten Führung (63.).

Capretti zeigte sich nach der Partie zufrieden und erleichtert: „Erst einmal Glückwunsch an meine Mannschaft. Es war mein erstes Spiel hier in Altona, und ich habe genau das bekommen, was ich erwartet hatte – Kult pur, intensive Duelle, tolle Atmosphäre. Am Ende wurde es noch einmal knapp, aber ich bin einfach nur froh, dass wir das Ding gewonnen und keinen späten Standard mehr kassiert haben. Ich bin sehr glücklich über die drei Punkte.“

Cheftrainer Guerino Capretti (VfB Lübeck) darf sich über den wichtigen und 5. Saisonsieg in Lohne freuen. © 2025 Ismail Yesilyurt
Leistung und Ertrag stimmten – Cheftrainer Guerino Capretti (VfB Lübeck) war natürlich hochzufrieden. © 2025 Ismail Yesilyurt

Die Lübecker verteidigten diszipliniert und setzten immer wieder gefährliche Konter. In der 85. Minute war Wardak erneut zur Stelle, als er nach einem schnellen Angriff zum 3:1 einschob und damit für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte. Doch Altona gab sich nicht auf. Nach einem Foul im Strafraum verwandelte Ex-Lübecker Moritz Göttel den Elfmeter zum 2:3-Anschluss (87.). Es folgte eine ruppige Schlussphase mit mehreren Rudelbildungen und langen Nachspielminuten, doch der VfB brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Zweifachtorschütze Wardak zeigte sich nach seiner Traum-Einwechslung sichtlich zufrieden: „Für mich hätte es natürlich kaum besser laufen können. Ich komme rein, treffe direkt – das ist ein super Gefühl. Aber das Wichtigste ist, dass wir als Team bis zum Schluss gekämpft haben. Das zeichnet uns aus.“

Blick nach vorn auf das Heimspiel gegen den HSV II

Auch Innenverteidiger Joel Amadi lobte die geschlossene Mannschaftsleistung: „Drei Punkte auswärts sind immer besonders schön – vor allem bei dieser Kulisse. Zum Schluss wurde es etwas wild, aber das gehört in solchen Spielen dazu. Jetzt richten wir den Blick auf den HSV II, da müssen wir defensiv wieder top stehen.“

Nach diesem umkämpften Auswärtserfolg bleibt der VfB Lübeck im Rennen um die sicheren Tabellenplätze und will den Schwung mitnehmen. Bereits am Freitagabend empfängt das Team auf der Lohmühle die U21 des Hamburger SV.

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