TSV Plön verlässt Relegationsplatz mit 4:0-Kantersieg gegen Suchsdorf

von Ismail Yesilyurt

Jens Henningsen ist wieder back. Dem Offensivspieler gelangen zwei Tore. © 2023 Ismail Yeslyurt


Der TSV Plön hat im Abstiegskampf ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Auf dem nigelnagelneuen Kunstrasen im Schiffsthal-Stadion gewannen die Gastgeber das Sechs-Punkte-Spiel gegen den Suchsdorfer SV klar mit 4:0 und gaben damit den Relegationsplatz zur Kreisliga an die Kieler ab. Für den SSV war es ein bitterer Nachmittag, der Trainer Dennis Guscinas sichtlich enttäuscht zurückließ.

Traumstart auf neuem Kunstrasen

Plön erwischte einen perfekten Start und stellte früh die Weichen. Bereits früh schloss Jens Henningsen einen Angriff über die linke Seite zur 1:0-Führung ab, nachdem ihn Tom Kohnke mustergültig bedient hatte. „Dabei kam uns zugute, dass wir bereits in der 4. Minute durch Henningsen, nach schöner Vorarbeit von Kohnke, in Führung gehen konnten“, sagte TSV-Trainer Matthias Falk.

Angetrieben von der frühen Führung spielte Plön mit viel Selbstvertrauen nach vorne. „Gegen ein insbesondere im Mittelfeld sehr kombinationssicheres Team aus Suchsdorf konnten wir einen wichtigen Heimsieg, der aus unserer Sicht auch in der Höhe verdient war, einfahren“, betonte Falk. Sein Team erspielte sich ein klares Chancenplus, verpasste aber zunächst eine höhere Führung, unter anderem als Kohnke nur den Pfosten traf.

Henningsen schnürt den Doppelpack

Die Gäste aus Suchsdorf fanden kaum Zugriff auf die Partie. „Wir haben absolut verdient verloren, Plön hat es auch in der Höhe verdient“, räumte SSV-Coach Guscinas ein. „Wir hatten heute von vorne bis hinten ein schwaches Spiel. Bis auf ein paar Halbchancen haben wir kaum was zustande bekommen.“

Das Suchsdorfer Trainerduo Mischa Wolf (li.) und Dennis Guscinas holt sich im Stadtderby den ersten Saisonsieg. © 2025 Ismail Yesilyurt
Dem Suchsdorfer Trainerduo Mischa Wolf (li.) und Dennis Guscinas verschlug es bei der unterirdischen Leistung die Sprache. © 2025 Ismail Yesilyurt

Kurz vor der Pause schlug Plön erneut zu – wieder durch Henningsen und wieder nach einem Angriff über Kohnke. Falk sprach von „einer Kopie des ersten Treffers“, der in der 43. Minute die 2:0-Pausenführung brachte. Suchsdorf wirkte nun sichtbar angeknockt, während der TSV mit der Führung im Rücken weiter befreit aufspielen konnte.

Plön dominiert auch nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Plön blieb das klar zielstrebigere Team. „In der 2. Halbzeit hatten wir weiterhin ein deutliches Chancen-Übergewicht“, so Falk. Die logische Folge war der dritte Treffer: Nach einer Ecke und einem weiteren Aluminiumtreffer staubte Nahne Schmäschke in der 61. Minute zum 3:0 ab.

Arne Raudies (re., Husumer SV) stört hier Nahne Schmäschke. © 2025 Ismail Yesilyurt
Nahne Schmäschke (re., TSV Plön) erhöht sein Torkonto auf fünf Treffer. © 2025 Ismail Yesilyurt

Suchsdorf mühte sich zwar um Ergebniskosmetik, doch zwingende Möglichkeiten blieben Mangelware. Die Plöner Defensive stand stabil, und jede Entlastungsaktion der Gäste wurde früh unterbunden. Guscinas musste mit ansehen, wie seine Mannschaft an diesem Tag nicht an die gewohnte Normalleistung anknüpfen konnte.

Kohnke setzt den Schlusspunkt

Der Schlusspunkt unter einer aus Plöner Sicht perfekten Partie gelang dann Kohnke selbst. Nach einem starken Solo setzte sich der Offensivspieler in der 80. Minute gegen die SSV-Abwehr durch und vollendete zum 4:0-Endstand. „In der 61. Minute konnten Schmäschke im Anschluss an eine Ecke und einem weiteren Pfostentreffer sowie Kohnke in der 80. nach einem schönen Alleingang den Endstand herstellen“, fasste Falk zufrieden zusammen.

Mit diesem deutlichen Heimsieg verlässt der TSV Plön nicht nur den Relegationsrang, sondern tankt auch reichlich Selbstvertrauen für den weiteren Kampf um den Klassenerhalt. Für den Suchsdorfer SV hingegen wird die Luft im Tabellenkeller dünner.

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