Tom Wüllners 1:0 räumt den Weg frei für Kilias 6:1 beim VfB II

von Benedict Klimmek

Verantwortlich für die Führung – der aufgerückte Innenverteidiger Tom Wüllner (FC Kilia Kiel). Quelle (Archivfoto): Ismail Yesilyurt


VfB Lübeck – FC Kilia Kiel 1:6 (1:4)

Aufsteiger Kilia Kiel kann den nächsten Dreier in der Saison einfahren. Beim Auswärtsspiel in Lübeck (das Heimrecht wurde kurzfristig getauscht) zeigten sich die Landeshauptstädter vor allem nach Standards stark und hatten ebenso eine tolle Chancenverwertung. Am Ende stand ein 6:1 aus Kieler Sicht auf der Habenseite.

Die Gäste waren von der ersten Minute an präsent und konnten bereits nach wenigen Minuten das erste Tor erzielen. Mit der ersten Ecke von Baller war es Tom Wüllner, der am Ende den Ball über die Linie bugsierte (4.). Damit sollte dies der Startschuss für fünf weitere Kilianer Treffer sein.

Das nächste Tor ließ nicht lange auf sich warten, denn die Kilianer drückten weiter auf das Gaspedal. Dieses Mal spielten die ganz in rot gekleideten Gäste eine Ecke kurz aus und Tom Warncke wurde nicht energisch genug angegriffen, deshalb versuchte er es aus der Entfernung und sein Schuss landete im Tor (12.) zum 2:0 für Kilia.

Die Antwort der Hausherren sollte nur drei Zeigerumdrehungen später erfolgen. Youngster Friedrich von Esebeck setze sich gleich gegen mehrere Kilianer durch. Den Schuss des Angreifers konnte Kornath nur abklatschen und Lahrtz staubte zum Anschlusstreffer ab (15.). Es waren gerade einmal 15 Minuten gespielt und die Zuschauer auf dem Nebenplatz an der Lohmühle wurden schon mit drei Treffern beschert.

Das Standards eine große Stärke der Gäste ist, zeigten sie auch beim nächsten Treffer. Dieses Mal konnte Seidel am ersten Pfosten einköpfen (26.). Somit war der zwei Tore Abstand wieder hergestellt. Kilia legte noch einen weiteren Treffer vor der Pause nach. Beim vierten Treffer zeigten die Mannschaft von Nicola Soranno ihr spielerisches Können, indem sie über die rechte Seite kombinierten und Julius Alt für den in der Mitte wartenden Jakubowski servierte (30.). Zur Halbzeit führte Kilia bereits mit 4:1 und zeigte sich vor allem in der Chancenauswertung gnadenlos.

Glänzte mit einem Tor und Assist - Mittelfeldakteur Julius Alt (FC Kilia Kiel). Quelle: Ismail Yesilyurt
Glänzte mit einem Tor und Assist – Mittelfeldakteur Julius Alt (FC Kilia Kiel). Quelle: Ismail Yesilyurt

Nach dem Wiederanpfiff kamen die Hausherren besser aus der Kabine und waren die tonangebende Mannschaft und kamen auch zu mehreren Chancen, die allerdings nicht im Tor landeten. Dieser Aspekt war sicherlich auch ein Unterschied beider Mannschaften an diesem Nachmittag.

In einer etwas ruhigeren zweiten Halbzeit trafen nur die Kieler. Alt, der noch das vierte Tor vorbereitete, schloss einen toll vorgetragenen Konter über Benjamin Petrick mustergültig ab (64.). Die Gäste erhöhten noch ein weiteres Mal durch den eingewechselten Marvin Müller, der ein gutes Zuspiel von dem eben zuvor eingewechseltem Drilon Trepca verwerten konnte (68.).

In dem Spiel hätten durchaus noch mehr Tore sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite fallen können. Und am Ende ist der Sieg des Tabellenzweiten der Flens-Oberliga sicherlich etwas zu hoch ausgefallen. Allerdings zeigten sich die Gäste sehr präzise in der Chancenauswertung.

Fazit vom natürlich erfreuten Coach Sorrano: „Ich bin mit der Leistung sehr sehr zufrieden. Wir haben es geschafft, von der ersten Minute da zu sein und haben im Vergleich zum Eichede-Spiel keine Fehler im Spielaufbau gemacht. Mir gefiel das Spiel sowohl mit Ball als auch gegen den Ball. Zudem haben wir unsere Stärke bei Standards gezeigt. Nun gilt der Fokus auf das Derby am kommenden Sonntag gegen Inter Türkspor Kiel und wir wollen eine gute Trainingswoche absolvieren.“

VfB Lübeck II: Barkmann – Neca (46. Melo), Seitz, Kassimou – T. Flach (46. Erfurth), Freitag, Adou, Hill – Lahrtz – von Esebeck, H. Meyer (46. Varol).
Trainer: Nils Kjäer.

FC Kilia Kiel: Kornath – Lawson-Body, Wüllner, Harder (64. Meshekrani), Ayyildiz (83. Mahmud) – Warncke – Baller, Alt, Seidel (71. Yildirimer), Petrick (79. Trepca) – Jakubowski (79. Müller).
Trainer: Nicola Sorrano.

Schiedsrichter: Dajinder Daniel Pabla (Tus Jevenstedt).
Assistenten: Niklas Leiding, Friedrich Wichmann.

Zuschauer: 127.

Tore: 0:1 Wüllner (4.), 0:2 Warncke (12.), 1:2 Lahrtz (15.), 1:3 Seidel (26.), 1:4 Jakubowski (30.), 1:5 Alt (64.), 1:6 Müller (86.).

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