Saisonendspurt in der Oberliga – in weniger als zwei Monaten alles vorbei

von Helwig Pfalzgraf

Anstrengende Wochen stehen im Saisonendspurt den Amateurfußballern bevor. So ist der letzte Spieltag in der Oberliga für Samstag, den 16. Mai, vorgesehen. Dann ist schon wieder alles vorbei. Redakteur Helwig Pfalzgraf kommentiert die (schiefe) Lage in der höchsten Landesklasse.

Schiefe Tabelle

Die Tabelle ergibt zurzeit ein recht schiefes Bild. Eutin 08, der Oldenburger SV, Nordmark Satrup und der VfR Neumünster haben erst 19 Partien absolviert, Inter Türkspor Kiel und der Heider SV sind dagegen schon 23-mal angetreten. Der Rest liegt irgendwo dazwischen.

Klare Spitze

An der Tabellenspitze ist alles klar, der SV Todesfelde wird Meister werden. Erst zwei Unentschieden im laufenden Oberliga-Spielbetrieb, der Rest wurde gewonnen. Lange sorgten Todesfeldes sechs fehlende Punkte aus der nicht stattgefundenen Partie bei Nordmark Satrup noch für etwas Restspannung in der Meisterschaftsfrage. Das hat sich aber nach den letzten beiden Niederlagen des einzigen Verfolgers Holstein Kiel II gegen die beiden Aufsteiger Phönix Lübeck II und Kaltenkirchener TS erledigt.

Holstein II liegt inzwischen 10 Punkte zurück und hat aktuell seinen Trainer freigestellt. Dahinter hat Kilia Kiel als aktuell Dritter wieder in die Spur gefunden. Die Schwächephase der Herbstserie, die die Teilnahme am LOTTO MASTERS kostete, wurde überwunden. Dahinter rangiert punktgleich der SV Eichede. Die Stormarner haben aber noch zwei Spiele in der Hinterhand.

Kampf um Platz fünf

Der Heider SV ist aus der Spitzengruppe zurückgefallen, da er aktuell seit sieben Spieltagen sieglos ist. Zwar führt Heide als Fünfter mit etwas Vorsprung das Mittelfeld an, doch Phönix II (6.) und der VfR Neumünster (7.) haben noch zwei bzw. sogar vier Partien Rückstand und könnten durchaus auch noch in den Kampf um Rang 5 eingreifen.

Gesichertes Mittelfeld

Aller Sorgen ledig ist der starke Aufsteiger Kaltenkirchener TS als Achter. Die Turnerschaft tat sich zwar zunächst schwer in der Liga, hat sich aber mit inzwischen 30 Punkten aus 21 Spielen im gesicherten Mittelfeld etabliert. Dort tummelt sich auch der PSV Neumünster (Platz 9, 28 Punkte aus 20 Partien), der nach den letzten erfolgreichen Jahren mit den Plätzen 3, 3, 4 und 6 in der Endabrechnung aktuell hinter dem Ortsrivalen VfR rangiert.

Blick nach unten

Mit 5 Punkten Abstand folgt als Zehnter Nordmark Satrup. Mit 23 Punkten aus 19 Partien ist man aber im Klassenerhalts-Soll und hat etwas Abstand nach unten. Dabei sind natürlich die drei am grünen Tisch gewonnenen Spiele gegen Todesfelde sehr hilfreich.

Im letzten Jahr war Platz 12 der erste Abstiegsplatz. Damit ist aber in diesem Jahr nicht zu rechnen, da es keinen Absteiger aus der Regionalliga geben wird und somit Rang 13 zum Klassenerhalt reicht. Oldenburg als aktuell Zwölfter hat mehr Punkte als Spiele (21 aus 19) und steht damit relativ besser da als der Elfte TuS Rotenhof, der bei Punktgleichheit zwei Spiele mehr absolviert hat.

Rettendes Ufer

Den letzten rettenden Platz hat drei Punkte zurück aktuell der MTSV Hohenwestedt inne (18 Punkte / 20 Spiele). Am letzten Wochenende verpasste man bei der 0:1-Niederlage bei Inter Türkspor einen möglichen Befreiungsschlag. Mit dem Sieg liegt Inter nun nur noch einen Punkt hinter dem MTSV und dem rettenden Ufer. Handicap sind aber die deutlich mehr absolvierten Spiele. Verrückter Spielplan: Es folgen jetzt weitere 4 Heimspiele für Inter, in denen unbedingt reichlich weiter gepunktet werden muss. Zum Schluss folgen nämlich drei schwere Auswärtspartien am Stück bei Satrup, Rotenhof und Kilia.

Relativ besser steht als Siebzehnter Eutin 08 da (16 Punkte / 19 Spiele). Es könnte am 30. Spieltag durchaus zum Klassenerhalts-Showdown gegen den MTSV Hohenwestedt kommen.

Abstiegskampf

Am Tabellenende scheint Preußen Reinfeld mit elf Punkten aus 20 Spielen kaum mehr zu retten zu sein. Schon früh tabellarisch abgehängt, gab es direkt vor der Winterpause zwischenzeitlich eine Serie mit 7 Punkten aus drei Spielen, die noch einmal zur Hoffnung Anlass gab. Aus den letzten zehn Spielen müssten 19 bis 20 Punkte geholt werden, um den Klassenerhalt noch zu realisieren.

Nachdem im letzten Spieljahr der VfB Lübeck II und der Eckernförder SV bei damals fünf Absteigern mit 33 bzw. 32 Punkten als 12. bzw. 13. noch abstiegen, könnten diesmal 30 oder 31 Punkte bereits reichen, um in der Oberliga zu bleiben.

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