Rotenhof hat Kilia zu Gast: „Ich bin davon überzeugt, dass wir die Kurve bekommen“

von Olaf Wegerich

Auf Trainer Hermi Lausen und den TuS Rotenhof wartet in einer kleinen Krise eine schwere Aufgabe. © 2024 Ismail Yesilyurt


Der TuS Rotenhof ist nach dem deutlichen 0:3 beim TSV Nordmark Satrup und nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen sportlich wieder in Bedrängnis geraten. Nicht minder schwer wiegt, dass mit Kapitän Felix Knuth der Kopf der Mannschaft mit einem Muskelfaserriss mindestens drei, vielleicht sogar vier Wochen fehlen wird. Ihn zu ersetzen, wird schwer. Mit Angreifer Florian Kuklinski (Knie) und Jannik Sierks (Rotsperre) fehlen weitere Führungsspieler. „Wenn Satrup das konsequent ausspielt, verlieren wir hier mit fünf Toren“, musste auch Co-Trainer Jella Ben Mahmoud die Überlegenheit der Gastgeber eingestehen und ist dennoch weiter optimistisch. „Ich bin davon überzeugt, dass wir die Kurve bekommen. Wir sind jetzt wieder im Abstiegskampf. Aber die Stimmung ist in Ordnung. Das Spiel gegen Kilia wird ein ganz anderes Spiel. Natürlich sind wir klar in der Außenseiterrolle.“

Auch nach dem Verzicht auf die Regionalligabewerbung lässt Kilia Kiel sich in der Liga nicht von seinem Weg abbringen und steuert nach dem späten 4:2-Erfolg gegen den PSV Neumünster weiter in Richtung Meisterschaft. „Natürlich wollen wir gerne den Titel holen und ungeschlagen bleiben. Wir bekommen aber nichts geschenkt. Eichede hat das vierte Spiel in Folge zu Null gewonnen. Es kann auch passieren, dass du ungeschlagen nur Vizemeister wirst. Wir haben gegen eine Rumpftruppe von Oldenburg nur 5:5 gespielt. Rotenhof hat uns im Hinspiel auch geärgert und ein 1:1 geholt – ohne einen Mats Henke dabei zu haben. Wenn wir nicht unsere Leistung abliefern, kann uns jeder vor Probleme stellen“, mahnt Trainer Nicola Soranno.

Trainer „Hermi“ Lausen vom TuS Rotenhof stellte sich nach der Niederlage in Satrup den Fragen von Youkick.

Die deutliche 0:3-Niederlage beim TSV Nordmark Satrup hat den TuS Rotenhof noch einmal in eine schwierige sportliche Situation gebracht. Wie bewertest du den Auftritt der Mannschaft?
Das Ergebnis ist ähnlich enttäuschend wie davor beim MTSV Hohenwestedt, und das Auftreten war noch ein Stück schlechter. Uns haben fünf Stammspieler gefehlt und mit Flindt ein Spieler, der dicht dran ist an der Startelf. Derzeit ist es uns nicht möglich, auf die Schwächen, die wir zeigen, entsprechend zu reagieren. Uns fehlt derzeit der Konkurrenzdruck. Vor allem genervt hat mich das frühe erste Gegentor durch Mats Petersen. Wir haben davor gewarnt, was passieren kann, wenn er ins Rollen kommt. Im Hinspiel war er noch nicht so weit, aber jetzt ist er in Topform – und dann fällt trotzdem so ein Gegentor.

Gibt es weitere Dinge, die aus deiner Sicht derzeit nicht optimal laufen, und siehst du Wege, um den Turnaround hinzubekommen?
Uns fehlt der klassische Libero, und in der zweiten Garde fehlt uns die Qualität, um an die 100-Prozent-Leistungsgrenze zu gehen. Wenn die Einsatzbereitschaft und der Wille fehlen, ist es schwer, die Kehrtwende hinzubekommen. Andererseits ist es aber auch verständlich, als Aufsteiger solche Phasen zu haben, in denen es nicht läuft.

Mit welchen sportlichen Erwartungen gehst du in das Spiel gegen Kilia Kiel?
Das ist ein dankbares Spiel für uns. Keiner erwartet, dass wir gegen Kilia Punkte holen. Das ist eine absolute Topmannschaft. Die Punkte, die wir noch benötigen, müssen wir in den Spielen danach holen, wenn wir gegen die unmittelbaren Konkurrenten antreten. Mit Engemann und Bienwald gibt es vielleicht zwei Rückkehrer. Bei Flindt rechne ich eher nicht damit. Bei Sierks hoffen wir, dass die Sperre nicht zu lang ausfällt.

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