Die neue und alte Generation des TSV Plön. Vierfachtorschütze Tim Kohnke und Plöns gute Seele und lebende Legende Bruno Brillert (re.). © 2025 Ismail Yesilyurt
Der neue Kunstrasen im Plöner Schiffsthalstadion entwickelt sich immer mehr zum Erfolgsfaktor für den TSV Plön. Seit der Einweihung Ende Oktober scheint der moderne Belag der jungen Mannschaft von Trainer Matthias Falk spürbar Auftrieb zu geben. Am 22. Spieltag der Verbandsliga Ost feierten die Schlossstädter mit einem überzeugenden 6:2-Erfolg gegen den Tabellenachten TSV Altenholz bereits den dritten Sieg in Serie 2026 – und zum dritten Mal gewann Plön dabei mit vier Toren Unterschied.
Kunstrasen beflügelt den TSV Plön
Der schnelle Untergrund kommt dem Spiel der Gastgeber sichtbar entgegen. Statt auf dem früher oft holprigen Naturrasen, gerne auch als „Acker“ bezeichnet, kann das Team nun sein schnelles Umschaltspiel konsequent aufziehen. Gegen die spielstarken Gäste aus Altenholz legten die Plöner von Beginn an den Grundstein für den klaren Erfolg.
Frühe Dominanz der Gastgeber
„Gegen die bekannt spielstarke Elf aus Altenholz waren wir von Beginn an voll konzentriert und mit der richtigen Einstellung im Spiel“, erklärte TSV-Trainer Matthias Falk nach der Partie. Bereits in der ersten Minute verpassten die Gastgeber zweimal die mögliche Führung. Diese besorgte schließlich Jens Henningsen, der in der 15. Minute mit einem flachen Distanzschuss ins lange Eck zum 1:0 traf.

Die Plöner blieben am Drücker und erhöhten nach 27 Minuten: Nach Vorarbeit von Henningsen traf Tom Kohnke zum 2:0. Kurz vor der Pause stellte der überragende Angreifer nach Zuspiel von Schmäschke auf 3:0 (41.). Beinahe wäre es noch deutlicher geworden, doch Stegmaier traf in der 42. Minute nur die Latte.
Kohnke macht halbes Dutzend voll
Auch nach dem Seitenwechsel hielt der Druck der Gastgeber an. „In der 2. Halbzeit machten wir da weiter, wo wir aufgehört hatten“, so Falk. Luis Pallokat erhöhte in der 53. Minute nach Vorarbeit von Schmäschke auf 4:0. Anschließend übernahm erneut Kohnke die Hauptrolle und traf in der 57. und 67. Minute – jeweils nach Vorlagen von Pallokat beziehungsweise Schmäschke – zum zwischenzeitlichen 6:0.
Über weite Strecken präsentierte sich der TSV Plön auch defensiv stabil. „Nahezu über die gesamte Spielzeit überzeugte unser Team durch eine geschlossene Defensivarbeit, ließ sehr wenig zu und konnte sich den verdienten dritten Sieg in Folge erarbeiten“, sagte Falk. Erst in der Schlussphase ließ die Konzentration der Gastgeber etwas nach. Keyvan Farokhi (70.) und Jonas Schäfer (87.) betrieben für Altenholz noch Ergebniskosmetik.
Altenholz findet kaum ins Spiel
TSV-Trainer Nils Lenschau fand nach der deutlichen Niederlage klare Worte und will verständlicherweise dieses Partie natürlich so schnell wie möglich ad acta legen: „Ja und zum Spiel, da kann ich gar nicht viel zu sagen. Ein natürlich sehr verdienter Sieg für Plön, die es gut gemacht haben und wir haben einfach überhaupt nicht stattgefunden. Für uns gilt jetzt einfach nur das Spiel abschütteln, nächstes Wochenende im Blick haben und weiter geht’s.“

Herausragender Mann auf dem Platz war Tom Kohnke mit vier Treffern. Für Altenholz hatte die Niederlage dennoch eine kleine positive Randnotiz: Bei einer Pleite mit sieben Toren Unterschied wären die Gelb-Schwarzen punktgleich hinter Plön zurückgefallen.
Falks Handschrift wird sichtbar
Neben dem neuen Untergrund trägt offenbar auch die Handschrift von Trainer Matthias Falk Früchte, der Anfang September das Kommando beim TSV Plön übernommen hatte. Die junge Mannschaft scheint seine Ideen immer besser umzusetzen – und sammelt im Abstiegskampf wichtige Punkte.
TSV Plön: Nommensen – Witt, Neubauer, Eike Boeck, Dittmann – Elsner (63. Kieback), Henningsen – Kohnke, Stegmaier, Schmäschke (76. Hay) – Pallokat (68. Werber-Balke).
Trainer: Matthias Falk.
TSV Altenholz: Schwarz – Baesler, Eckey, Pantel (66. Lohse), Kessler – Siegmund (66. Michaelis) – Feißt, Stegmann (46. Farokhi) – Brackmann (46. Theophile), Schäfer, Ellwanger.
Trainer: Nils Lenschau.
SR: Chris Weyhe (S.I.G. Elmenhorst).
Ass.: Dominik Eggert, Johannes Kramer.
Z.: 70.
Tore: 1:0 Jens Henningsen (15.), 2:0 Tom Kohnke (27.), 3:0 Kohnke (41.), 4:0 Luis Pallokat (53.), 5:0 Tom Kohnke (57.), 6:0 Tom Kohnke (67.), 6:1 Keyvan Farokhi (70.), 6:2 Jonas Schäfer (87.).
