Liridon Imeris Inter-Elf erntet viel Lob, aber keinen Punkt in Heide

von Ismail Yesilyurt

Grady Zinkondo (in rot, Inter Türkspor Kiel) leitete den Ausgleichstreffer ein (Archivfoto). © 2022 Ismail Yesilyurt


Heider SV – Inter Türkspor Kiel 3:1 (1:1)

Sehr starker Auftritt von Inter Türkspor Kiel beim Tabellenzweiten Heider SV! Dennoch blieben alle drei Punkte beim Regionalligaabsteiger. Mit dem 1:3 bei HSV gab es nach sechs ungeschlagenen Spielen eine Niederlage für die Mannschaft von Liridon Imeri.

Eine vermeidbare. „Das 1:2 hat den Sieg in Richtung Heider SV geschoben“, ärgerte sich Imeri. Dem Treffer ging ein Foulspiel von Mika Kieselbach voraus. Der Torschütze schubste mit beiden Händen Tom Schmidtke und verschaffte sich damit den notwendigen Freiraum für die erneute Führung. „Alle haben mit einem Pfiff gerechnet und sich umgedreht. Der Schiedsrichter sagte mir nach dem Spiel, dass er das gesehen hat und es nicht ausreichte für ein Foulspiel“, erzählte der Coach von Inter Türkspor Kiel.

Die Führung für die favorisierten Heider erwies sich als glücklich zu dem Zeitpunkt. An einer Flanke rutschten gleich drei Inter-Spieler vorbei. Lachender Vierter war Marvin Ehlert. Glücklich, weil die Gäste zuvor durch Rezan Acer, Moshood Adesanya oder Moritz Haye nach Konterchancen mindestens das 1:0 erzielen müssen. „Da haben wir vielleicht den letzten Biss vermissen lassen“, sagte Imeri, der Adesanya an der rechten Seite stürmen ließ. Im Angriffs-Zentrum stand in Heide Okan Erkocu.

Den hervorragend vorbereiteten Ausgleichstreffer durch den regulären Sturmtank verdienten sich die defensiv gut gestaffelten Kieler somit hochverdient. Nach einem Ballgewinn von Grady Zinkondo schickte dieser mit einem Schnittstellenpass Adesanya ins Duell gegen HSV-Keeper Tom Pachulski. Inters Nummer 99 umkurvte Pachulski und traf – im Gegensatz zur Vorwoche beim 5:3 gegen den Husumer SV aus der selben Position – zum 1:1 und seinem 12. Saisontreffer.

Verflixt! Schon wieder Punkte verschenkt. Mag Inter-Coach Liridon Imeri vielleicht denken (Archivfoto). Quelle: Ismail Yesilyurt
Inter-Coach Liridon Imeri gefiel der Auftritt, jedoch nicht das Resultat (Archivfoto). © 2022 Ismail Yesilyurt

Die kritischen zehn Minuten nach Wiederbeginn, als die Truppe von Markus Wichelmann aufs Gas drückte überstanden die Landeshauptstädter schadlos. Tom Schmidtke den Schubstest von Mika Kieselbach in der 56. Minute dagegen nicht. „Wir hatten weiterhin die besseren Kontermöglichkeiten. Nach einem Kopfball von Serkan Yildirimer hielt der Torwart stark. Er selbst wusste nicht, wie er das gemacht hat“, schüttelte Imeri mit Staunen den Kopf. Auch „Ola“ Moshood und der eingewechselte Badreddin Hamze ließen weiter gute Gelegenheiten liegen.

„Wir haben vielleicht dabei auch zu kompliziert gespielt“, blickte Inters Sportlehrer auf die schnellen Gegenstöße zurück. Als dann die Gäste auf das 2:2 drängten und somit die Defensive zum Ende hin öffneten, gelang Dennis Jeßat in der Nachspielzeit mit einem Traumschuss in den Giebel das 3:1.

„Wir haben vom Gegner viel Lob bekommen. Mit der Art und Weise und der Leistung bin ich zufrieden“, zeigten die Interisti eine gute Performance. Die Bestnoten nahmen Grady Zinkondo und Jeppe Waschko an. Das Sechser-Duo vor der Abwehr hielt das Gesamtgefüge von Inter Türkspor Kiel sehr stabil und ließ kaum was zu. Auch Moshood Adesanya darf sich über eine gute Benotung freuen.

Heider SV: Pachulski – Quade, Kamusella, Ehlert, Kieselbach, Tiedemann (66. Tiedemann), Hahn, Busch, Hinz (90./+3 Matthiesen), Reimers, Siemund (82. Jeßtat).
Trainer: Markus Wichelmann.

Inter Türkspor Kiel: Wulf – Lahu, Akbaba, Schmidtke, Volkers – Zinkondo, Jeppe Waschko (89. Lorentzen) – Adesanya, Acer, Haye (46. Yildirimer) – Erkocu (74. Erkocu).
Trainer: Liridon Imeri.

Schiedsrichter: Moritz Bern (TSV Eintracht Eggebek).
Assistenten: Lennart Kunde, Florian Henseke.

Zuschauer: 406.

Tore: 1:0 Ehlert (18.), 1:1 Adesanya (37.), 2:1 Kieselbach (56.), 3:1 Jeßat (90./+2).

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