Kilia Kiel weiterhin on fire – 5:0 in Reinfeld

von Ismail Yesilyurt

Joshua Nwokoma (Kilia Kiel), hier im Hinspiel, hatte im Rückspiel mit seinem 3-0 mehr Freude. © 2025 Ismail Yesilyurt


Der FC Kilia Kiel setzt seinen Siegeszug in der Oberliga fort und kletterte nach dem 5:0 beim Tabellenletzten Preußen Reinfeld am 23. Spieltag auf den dritten Platz. Nicola Soranno lobte nach dem klaren Auswärtssieg seines FC Kilia Kiel die starke Gesamtleistung unter schwierigen Bedingungen.

„Ja, wir sind relativ gut ins Spiel gekommen, haben uns ja viel vorgenommen auf einem Platz, der natürlich schwer zu bespielen war, und gegen einen Gegner, der alles in die Waagschale werfen würde. Das war uns klar von vornherein“, konstatierte der Kieler Cheftrainer.
Felix Niebergall scheitert per Elfer am Meyer-Fuß


Felix Niebergall scheitert per Elfer am Meyer-Fuß

Die Folge war eine knapp halbstündige starke Leistung. Der Doppelpack von Felix Niebergall, dessen wahrscheinlichen Hattrick Reinfelds Keeper Matthias Meyer per gehaltenem Elfmeter zwischen dem 1:0 und 2:0 verhinderte, brachte die Gäste schnell auf die Zielgerade. „Der hat in die Mitte geschossen. Wahrscheinlich zu hart. Hätte er ihn langsamer oder nicht so dolle geschossen, dann wäre der Torwart schon in der Ecke gewesen. Der war nämlich schon auf dem Weg und hat den mit dem Fuß gehalten“, beschrieb Soranno den Fehlschuss vom Punkt von Niebergall.

Nur Felix Kaben (Preußen Reinfeld) war im Rückspiel dabei. Egzon Lahi (li.) und Timon Henk (mitte) fehlten. © 2025 Ismail Yesilyurt
Nur Felix Kaben (Preußen Reinfeld) war im Rückspiel dabei. Egzon Lahi (li.) und Timon Henk (mitte) fehlten. © 2025 Ismail Yesilyurt

Kilias 15-Minuten-Ruhepause vor der Halbzeit ohne Folgen

Nach 30 Minuten ließ der Favorit die Zügel etwas schleifen und fand bis zur Pause nicht mehr den roten Faden. Ohne ihren erneut stark aufspielenden Schlussmann Tom Pachulski wäre wohl der Anschlusstreffer gefallen. Pachulski verhinderte mit drei Paraden ein eventuell gefährliches 1:2, das es im Hinspiel gab.

Halbzeitansprache zeigt Wirkung

„Ja, das haben wir dann in der Halbzeit sehr, sehr kritisch angesprochen, die Phase, und haben gesagt, wir müssen wieder das Gesicht der ersten dreißig Minuten zeigen. Haben das aber auch wieder gut hingekriegt, sind aus der Halbzeit gekommen, haben die Sachen dann wieder besser umgesetzt und dann das 3:0 geschossen“, berichtete der Gäste-Coach.

Spätestens mit der Roten Karte für Preußen-Spieler Eik Schewe fehlte dem Spiel die letzte Spannung. Marc Schwabe und Luca Senger erhöhten auf 5:0. „Und dann mit der roten Karte, muss man einfach sagen, war das Spiel dann auch gelaufen. Wir hatten weiterhin viel Ballbesitz, haben viele gute Lösungen gefunden und dann, denke ich, auch zu Recht noch das eine oder andere Tor geschossen. Insgesamt muss man schon sagen, dass es für Reinfeld bitter ist, dass das Ergebnis dann so hoch ausgefallen ist aufgrund der roten Karte. Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Auftritt. Bis auf fünfzehn Minuten war es eine sehr, sehr gute Leistung von allen“, resümierte Nicola Soranno.

Rotation als Erfolgsfaktor: „Es ist jede Woche eine schwere Entscheidung“

Soranno führte die aktuelle Stärke auf vollständige Fitness und gezielte Rotation, angepasst an den Gegner, zurück. Nach den Sommerproblemen durch Urlaube schöpft Kilia nun aus dem Vollen: „Ohne an Qualität zu verlieren, können wir jedes Spiel mit einer anderen Startelf beginnen.“ Die Qual der Wahl bereitet Soranno dabei keine Kopfschmerzen. Der Konkurrenzkampf im Training belebt das Geschäft am Wochenende – bei gleichzeitig positiver Einstellung im Team: „Und trotzdem ist es so, dass wir einfach merken, was für eine gute Truppe wir sind, weil jeder dem anderen gönnt, von Beginn an auf dem Platz zu stehen, weil es sich aktuell jeder verdient hat.“

Philipp Spohn (Kilia Kiel), gegen den ehmaligen Landesuaswahlspieler Tim Vogel (re., Preußen Reinfeld) dirigierte wieder gut in der Defensivzentrale. © 2025 Ismail Yesilyurt
Philipp Spohn (Kilia Kiel), gegen den ehmaligen Landesuaswahlspieler Tim Vogel (re., Preußen Reinfeld) dirigierte wieder gut in der Defensivzentrale. © 2025 Ismail Yesilyurt

Funken Hoffnung bleibt bei Reinfeld nach 0:5

Preußen Reinfeld hat mit elf Punkten sieben Zähler Rückstand auf den rettenden Platz. Ob das in den letzten zehn von 30 Spielen noch aufzuholen ist, bleibt fraglich. Gegen Kilia Kiel war das 0:5 trotz allem ein kleiner Schritt nach vorne, denn das Endergebnis spiegelte die tatsächlichen Kräfteverhältnisse nur bedingt wider.

Stimme zum Spiel

Nicola Soranno (Trainer Kilia Kiel)

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