Jablonski-Treffer schockt den MTSV – späte 1:2-Niederlage bei Phönix II

von Olaf Wegerich

Felix Ploog (re.) trifft für den MTSV Hohenwestedt. © Olaf Wegerich


Ist das bitter. Der MTSV Hohenwestedt verpasst in einem Nachholspiel vom 18. Spieltag der Flens-Oberliga am Mittwochabend bei der Regionalligareserve von Phönix Lübeck II einen verdienten Punktgewinn und unterliegt durch ein spätes Tor von Ben Luca Jablonski (90.) unglücklich mit 1:2 (0:1). Die frühe Führung von Maximilian Ofuso (19.) hatte Felix Ploog (79.) elf Minuten vor Spielende egalisiert. Bereits am Donnerstag könnte Abstiegsrivale Eutin 08 mit einem Heimerfolg gegen den VfR Neumünster am MTSV vorbeiziehen. Der MTSV musste an der Travemünder Allee auf Jorit Rathje (Urlaub) und Mats Hinrichs (krank) verzichten. Zudem fehlten die Youngster Louis Klatt und Arsenij Ksenofontov, die am Donnerstag ihre Abiturprüfungen schreiben.

Ofuso mit dem Führungstreffer

In der ersten Hälfte bestimmten die technisch beschlagenen Gastgeber über weite Strecken das Geschehen und hatten auch das nötige Spielglück, da MTSV-Torhüter Calvin Schultz zunächst einen scharfen Schuss von Maximilian Ofuso (19.) nach vorne abwehren konnte, die Sturmspitze der Adler aber im Nachsetzen zum Führungstreffer einköpfen konnte. Trotzdem kam der mutig dagegenhaltende MTSV zu einigen guten Torannäherungen und hatte Pech, dass ein Schuss von Rene Helmcke auf der Torlinie geklärt werden konnte.

Kraiev mit starker Leistung

Dennoch konnten die Gastgeber in der ersten Hälfte deutlich mehr Spielanteile gegen den kompakt stehenden MTSV für sich verbuchen. Dreh- und Angelpunkt war dabei der Ukrainer Vladyslav Kraiev, der im offensiven Mittelfeld die Fäden zog. Kraiev hatte bereits vor vier Tagen in der Startelf der Phönix-Liga in der Regionalligabegegnung gegen den SSV Jeddeloh gestanden.

Schnoor mit Verletzung raus

Bereits frühzeitig waren die Gäste gezwungen zu wechseln, nachdem Henrik Schnoor (27.) auf dem Kunstrasenplatz umgeknickt war und mit einem dicken Knöchel nicht weiterspielen konnte. Für den verletzten Schnoor kam Fabian Engbrecht, und Tim Sienknecht rückte auf die rechte Außenverteidigerposition. Thies Kochanski spielte dafür eine Position tiefer.

Henrik Schnoor (MTSV Hohenwestedt) gegen Henry Grothkopp (re., Rotenhof). © 2025 Olaf Wegerich
Henrik Schnoor (li., MTSV Hohenwestedt). © 2025 Olaf Wegerich

MTSV nach der Pause stärker

Nach dem Seitenwechsel konnten die Gäste die Partie etwas überraschend wesentlich ausgeglichener gestalten und kamen durch Jannes Dolling, Mika Hirsch und Fabian Engbrecht zu drei guten Gelegenheiten, die alle ungenutzt blieben.

Ploog erzielt den Ausgleich

Der inzwischen hochverdiente Ausgleichstreffer gelang Einwechselspieler Felix Ploog (79.) nach einer Energieleistung über die linke Seite und einer scharfen Hereingabe, bei der die Abwehr der Gastgeber alles andere als glücklich aussah. „Felix war eigentlich ein Kandidat für die Startelf, war am Montag aber noch krank. Daher hatten wir verabredet, dass wir ihn nur für die letzte halbe Stunde bringen“, sagte MTSV-Coach Arend Müller. Der schnelle Ploog hatte bereits in den Spielen gegen Satrup und Rotenhof als Torvorbereiter geglänzt.

Jablonski-Treffer schockt den MTSV

Doch am Ende ist alles Engagement umsonst, und die Mittelholsteiner stehen trotz einer couragierten Leistung gegen ein echtes Spitzenteam wieder einmal mit leeren Händen da. Nach einer Balleroberung durch eine erfolgreiche Pressingsituation auf Höhe der Mittellinie geht es bei den Adlern blitzschnell, und Ben Jablonski (90.) trifft nach einem Konter halbhoch in das lange Eck zum 2:1-Siegtreffer. Kurz danach pfeift Schiedsrichter Tim-Marvin Meyer die faire Partie ab.

Stimme zum Spiel

Trainer Arend Müller (MTSV Hohenwestedt): „Das war aus meiner Sicht eine unverdiente Niederlage. Es ist ganz klar zu erkennen gewesen, dass die Mannschaft will. Es sind oft nur Kleinigkeiten, die in einem solchen Spiel, in dem wir vor allem nach der Pause gut dagegengehalten haben, entscheiden. In der zweiten Halbzeit sind wir voll im Spiel, aber bei der individuellen Stärke von Phönix wird jede Geschichte bestraft. Eutin 08 kann am Donnerstag mit einem Sieg gegen den VfR an uns vorbeiziehen. Vielleicht haben wir noch einen kleinen Strohhalm.“

Spieltage & Termine – Oberliga SH

Nachholspiele
29.04.26 1. FC Phönix Lübeck II – MTSV Hohenwestedt 2:1
30.04.26 Eutin 08 – VfR Neumünster -:-
28. Spieltag
Datum Begegnung Erg.
01.05.26 TuS Rotenhof – Oldenburger SV -:-
03.05.26 Heider SV – SV Eichede -:-
03.05.26 VfR Neumünster – Holstein Kiel U23 II -:-
03.05.26 PSV Union Neumünster – Kaltenkirchener TS -:-
03.05.26 SV Preußen Reinfeld – SV Todesfelde -:-
03.05.26 TSV Nordmark Satrup – Inter Türkspor Kiel -:-
03.05.26 FC Kilia Kiel – MTSV Hohenwestedt -:-
03.05.26 Eutin 08 – 1. FC Phönix Lübeck II -:-

Tabelle Oberliga Schleswig-Holstein

Pos Verein Sp. Tore Pkt.
1 SV Todesfelde (Ab) 27 71:24 68
2 Holstein Kiel U23 II (Ab) 27 68:25 56
3 SV Eichede 26 55:25 54
4 FC Kilia Kiel 27 76:34 52
5 VfR Neumünster 25 55:44 45
6 1. FC Phönix Lübeck II (Auf) 27 61:53 44
7 Heider SV 27 55:54 44
8 Polizei SV Union Neumünster 27 57:56 35
9 TSV Nordmark Satrup 26 39:40 34
10 Kaltenkirchener TS (Auf) 27 39:49 33
11 Oldenburger SV 27 56:72 29
12 TuS Rotenhof 27 45:65 28
13 MTSV Hohenwestedt 27 39:60 23
14 Eutin 08 26 26:56 21
15 Inter Türkspor Kiel (Auf) 27 28:71 20
16 SV Preußen Reinfeld 26 30:72 12

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