Ivan Nekic (Holstein Kiel) wird mit seinem 2:1-Siegtreffer zum Matchwinner für die Störche. © 2026 Ismail Yesilyurt
Im Duell zwischen Fortuna Düsseldorf und Holstein Kiel stand für beide Teams enorm viel auf dem Spiel. Während Düsseldorf nach zuletzt schwachen Ergebnissen dringend Punkte im Abstiegskampf benötigte, wollte Kiel den leichten Aufwärtstrend bestätigen und sich weiter Luft verschaffen. Die Voraussetzungen versprachen eine intensive und umkämpfte Partie – und genau das bekamen die Zuschauer auch geboten.
Offener Schlagabtausch ohne Tore vor der Pause
Die Hausherren erwischten den besseren Start und kamen früh zu guten Chancen, scheiterten jedoch mehrfach am stark reagierenden Kieler Keeper Weiner. Besonders über die Flügel sorgte Düsseldorf immer wieder für Gefahr, ließ jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen.
Kiel hielt dagegen und setzte vor allem auf schnelles Umschaltspiel. Die beste Gelegenheit der Gäste hatte Tohumcu kurz vor der Pause, dessen Distanzschuss nur knapp am Pfosten vorbeiging. Insgesamt blieb es in einer ausgeglichenen ersten Hälfte beim 0:0.
Effiziente Kieler gehen in Führung
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Kiel deutlich zielstrebiger. In der 51. Minute zahlte sich das aus: Nach einer starken Kombination über die rechte Seite brachte Harres die Gäste mit 1:0 in Führung.

Düsseldorf wirkte kurz geschockt, versuchte jedoch schnell zu reagieren und übernahm wieder mehr Spielkontrolle.
Itten bringt Düsseldorf zurück
Die Antwort der Fortuna ließ nicht lange auf sich warten. In der 71. Minute setzte sich Itten stark durch und traf zum 1:1-Ausgleich. Ein eigentlich haltbarer Ball rutschte Torhüter Weiner dabei unglücklich durch die Beine – ein bitterer Moment für Kiel. Das Spiel war nun wieder völlig offen, beide Teams suchten die Entscheidung.
Nekic trifft zur Entscheidung
In der Schlussphase bewies Kiel erneut seine Effizienz. In der 80. Minute nutzte Nekic eine Hereingabe aus dem Rückraum und vollendete präzise ins lange Eck zum 2:1.
Düsseldorf warf in den letzten Minuten alles nach vorne, doch die kompakte Defensive der Gäste ließ kaum noch klare Chancen zu.
Hektische Schlussphase ohne Happy End für Düsseldorf
Die Nachspielzeit war geprägt von vielen Unterbrechungen, Wechseln und intensiven Zweikämpfen. Kiel verteidigte clever und brachte die knappe Führung über die Zeit, während Düsseldorf kein Durchkommen mehr fand.
Fazit
Holstein Kiel sichert sich einen wichtigen 2:1-Auswärtssieg und zeigt sich vor dem Tor deutlich effizienter. Düsseldorf hingegen investierte viel, ließ jedoch zu viele Chancen ungenutzt und steht weiter unter Druck im Tabellenkeller. Für Kiel könnte dieser Erfolg ein entscheidender Schritt im Kampf um den Klassenerhalt sein.
Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier – Oberdorf, Egouli, Daland (65. Heyer) – El Azzouzi, Tanaka, Muslija (65. Paulina) – Raimund (61. Lunddal), Rasmussen (15. Ljubicic), Appelkamp – Itten.
Trainer: Markus Anfang.
Holstein Kiel: Weiner – Rosenboom, Zec, Nekic, Tolkin (7. Ivezic) – Meffert, Ugoh (90.+2 Roslyng) – Kapralik, Tohumcu (90.+2 Niehoff), Skrzybski (60. Therkelsen) – Harres.
Trainer: Tim Walter.
SR: Matthias Jöllenbeck (Freiburg).
Ass.: Jonas Weickenmeier, Mitja Stegemann.
Z.: 49.500 in der Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf.
Tore: 0:1 Phil Harres (51.), 1:1 Cedric Itten (71.), 1:2 Iva Nekic (79.).
TABELLE
| Pos | Verein | Sp. | Pkt. | Tore |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 1. FC Schalke 04 | 28 | 55 | 39:24 |
| 2 | SC Paderborn 07 | 28 | 54 | 47:31 |
| 3 | SV 07 Elversberg | 28 | 52 | 48:30 |
| 4 | SV Darmstadt 98 | 28 | 50 | 50:32 |
| 5 | Hannover 96 | 28 | 50 | 47:35 |
| 6 | Hertha BSC | 28 | 47 | 43:33 |
| 7 | 1. FC Kaiserslautern | 28 | 43 | 48:41 |
| 8 | Karlsruher SC | 29 | 40 | 47:53 |
| 9 | 1. FC Nürnberg | 28 | 37 | 38:38 |
| 10 | VfL Bochum (Ab) | 28 | 33 | 39:40 |
| 11 | Holstein Kiel (Ab) | 29 | 32 | 36:43 |
| 12 | DSC Arminia Bielefeld (Auf) | 29 | 31 | 42:44 |
| 13 | Fortuna Düsseldorf | 29 | 31 | 27:45 |
| 14 | 1. FC Magdeburg | 28 | 30 | 43:51 |
| 15 | Eintracht Braunschweig | 28 | 30 | 30:45 |
| 16 | SG Dynamo Dresden (Auf) | 28 | 29 | 45:47 |
| 17 | SpVgg Greuther Fürth | 28 | 29 | 40:61 |
| 18 | SC Preußen Münster | 28 | 27 | 31:47 |
