Hammerwochenende für TuS Rotenhof mit Landespokal und LZ-Turnier

von Olaf Wegerich

Auf den Oberligaaufsteiger TuS Rotenhof wartet am Wochenende ein knallhartes Programm. Am Samstag um 17:00 Uhr steht die Mannschaft von Trainer Hans-Hermann Lausen beim Horst-Schroeder-Gedächtnis-Cup 2024 der 39. Auflage des LZ-Turniers auf der Anlage des TuS Jevenstedt im Endspiel. Gegner wird dann entweder der Landesligist Osterrönfelder TSV oder der Kreisligist TSV Vineta Audorf sein.

Mit 2:0 gegen Jevenstedt ins Finale des LZ-Turniers

Das Finalticket sicherte sich der Oberligist durch einen 2:0-Erfolg gegen den gastgebenden TuS Jevenstedt. Vor 200 Zuschauern trafen Neuzugang Florian Kuklinski (51.) und Moritz Gersteuer (86.). In der zweiten Hälfte wurde der Ex-Jevenstedter Henry Grothkopp bei den Rotenhöfern eingewechselt. Damit steht der TuS Rotenhof bereits zum vierten Mal in Serie im Endspiel.

Vereinshighlight des TuS Rotenhof auf der Lübecker Lohmühle

Am Sonntag folgt dann um 14:00 Uhr das Achtelfinalspiel im SHFV-Lotto-Pokal beim Drittligaabsteiger VfB Lübeck. Für das ereignisreiche Wochenende kann Trainer Hans-Hermann Lausen voraussichtlich auf zwanzig Spieler zurückgreifen.

Auch wenn beim VfB Lübeck nach dem Abstieg ein riesengroßer Umbruch erfolgte, wäre alles andere als ein deutlicher Sieg des Regionalligisten eine Überraschung.

Trotz klar verteilter Rollen volle Vorfreude beim TuS

„Das sind alles Profis, von denen viele aus den Nachwuchsleistungszentren kommen und den VfB Lübeck als Sprungbrett für ihre Karriere nutzen“, sieht Lausen die Chancen eher gering, in Lübeck für eine Überraschung zu sorgen. Dennoch wird der Oberligaaufsteiger alles in die Waagschale werfen, um sich an der traditionsreichen Lohmühle gut zu verkaufen. „Ein 2:6 wäre noch absolut in Ordnung. Über neunzig Minuten sind wir nicht in der Lage, konditionell mit einer Regionalligamannschaft mitzuhalten“, gibt sich Lausen keinen Illusionen hin, ist aber genau wie die Mannschaft voller Vorfreude auf das größte Spiel der Vereinsgeschichte.

Einer, auf den es am Wochenende ganz besonders ankommen wird und der sich über mangelnde Beschäftigung bestimmt nicht zu beklagen haben wird, ist Tobias Quincke, der Torhüter der Rotenhöfer.

Hallo Tobias, wann hast du mit dem Fußballspielen angefangen und welche Stationen hattest du bisher?
„Ich habe mit vier, fünf Jahren mit dem Fußballspielen angefangen und habe lange Zeit nur im Feld gespielt. Erst ab der B-Jugend habe ich im Tor gespielt. Der TuS Bargstedt war meine erste Station, dann bin ich vor einer Saison zum TuS Rotenhof gewechselt.“

Wie bist du mit deiner ersten Saison beim TuS Rotenhof zufrieden?
Das erste Jahr ist optimal gelaufen. Wir haben zwei Titel geholt, sind Meister geworden und haben den Pokal gewonnen. Mehr geht nicht.“

Wie fällt deine persönliche Bilanz nach einem Jahr beim TuS Rotenhof aus?
„Ich habe viele Spiele gemacht und mich am Ball verbessert. Wir haben eine geile Truppe und einen krassen Support von den Fans, die uns auch oft auswärts begleiten. Ich hoffe, in Lübeck werden auch viele dabei sein und uns unterstützen.“

Wie bereitest du dich auf das Wochenende mit den zwei Spielen vor und was denkst du, kommt im SHFV-Pokalspiel beim VfB Lübeck auf dich zu?
Wir haben heute noch einmal Torwarttraining. Ich freue mich auf beide Spiele und gehe davon aus, dass viel Arbeit auf mich zukommt. Das werden beides keine einfachen Spiele. Wir werden sie aber mit dem nötigen Respekt angehen. Ich muss den nötigen Fokus finden. Als Stürmer will man nicht ausrechenbar sein, so ist es auch als Torhüter. Für mich persönlich ist es wichtig, dass wir uns einigermaßen gut verkaufen und nicht komplett untergehen.“

„Wie definierst du deine persönlichen Ziele im Sport und wie versuchst du sie mit deinen beruflichen Ambitionen in Einklang zu bringen?
„Es ist alles wichtig, Fußball und Arbeit. Natürlich möchte ich meinen Karriereweg voranbringen. Ich schaue, wie es kommt. Wenn sich etwas anbietet, sage ich nicht nein. In der Oberliga kann ich noch viel lernen. Dabei kann auch mal etwas in die Hose gehen. Wichtig ist, dass man das Vertrauen hat. Als Sportler möchte man sich immer mit den Bestmöglichen messen.“

Mit Justin Sörensen vom Wiker SV hast du einen neuen Herausforderer auf der Torhüterposition bekommen, nachdem Jannick Opallach zum MTSV Hohenwestedt gewechselt ist. Wie siehst du deine Chancen?
In der Vorbereitung wird ja generell gewechselt, damit beide Torhüter die Chance haben, sich zu zeigen. Justin befindet sich gerade im Urlaub. Daher spiele ich am Wochenende. Mit Jannick Opallach habe ich mich mega gut verstanden. Schade, dass er gegangen ist, aber seine Entscheidung ist nachvollziehbar.“

Vielen Dank für das Gespräch.

Da sich Justin Sörensen im Urlaub in Portugal befindet, wird der langjährige Ligatorhüter Christian Wulff, der jetzt noch in der Zweiten beim TuS Rotenhof aktiv ist, auf der Auswechselbank sitzen.

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