Elf von Spielertrainer Florian Stahl kann 1:0 nicht retten – 1:2 gegen VfB Kiel

von Helwig Pfalzgraf

Was wäre, wenn Janik Müller (mitte, Probsteier SG) im ersten Abschnitt auf 2:0 erhöht hätte (Archivfoto)? © 2022 Ismail Yesilyurt


Probsteier SG – VfB Kiel 1:2 (1:0)

Auf dem Albert-Koch-Platz in Schönberg traf die heimische Probsteier SG auf den Aufsteiger von der Waldwiese. Die SG stand unter Zugzwang. In der Verbandsliga Ost rangieren die Probsteier auf Platz 11 und damit auf dem ersten Abstiegsrang. Aufgrund der 1:4-Hinspielniederlage agierte die PSG vorsichtig und wollte dem VfB nicht wieder ins offene Messer laufen.

Die Kieler, bei denen Daniel Quoos für den frischgebackenen Vater Bent Kalbhenn im Tor stand, begannen selbstbewusst. Der VfB hatte mehr Ballbesitz, kombinierte gefällig und hatte durch Marc Zeller per 17-Meter-Schuss (19.) die erste Torchance. Dennoch lag das Chancenübergewicht in der ersten Hälfte bei der Heimelf. Zunächst konnte Quoos einen 14-Meter-Schuss von PSG-Mannschaftskapitän Jano Göllner noch entschärfen (12.). Gegen den Kopfball von Florian Stahl, der nach Ecke Göllner unbedrängt aus fünf Meter einköpfte, war Quoos jedoch machtlos (1:0, 25.). Und es war sogar noch mehr für die Probsteier drin. Nach einem 30-Meter-Steckpass lief Janik Müller frei auf Quoos zu, der verkürzte geschickt den Winkel, Müller schob den Ball knapp am Tor vorbei (36.). Auf der anderen Seite hatte die Defensive der PSG immer noch ein Abwehrbein dazwischen, konnte so bis zur Pause die Null halten.

In der Pause veränderte VfB-Coach Matthias Liebal die Grundordnung. Tanathorn Rermsoongnern agierte nun zentraler und mutierte immer mehr zum Spielgestalter. Der agile Yannis Schwertfeger, dessen Sprintduelle mit Göllner zu den Höhepunkten der Partie zählten, agierte dafür offensiver. Der VfB Kiel gewann immer mehr Zweikämpfe, nutzte in Hälfte zwei konsequent die Breite des Platzes und zog so die PSG-Defensive auseinander. Der Druck desr Gäste wurde immer stärker. Timo Pagel hatte sich im 16er zentral durchgetankt, traf aber frei vor Aleksander von Viktor den Ball nicht richtig (56.). Als Marc Zeller von der rechten Strafraumecke flankte, konnten in der Mitte Daniel Pagel und der kurz zuvor eingewechselte Kevin Hopp gerade noch geblockt werden. Den Nachschuss wuchtete Timo Pagel dann aber aus 10 Meter zum 1:1 die Maschen (68.).

Der Kopfball von Florian Stahl zum 1-0 war auch gleichzeitig das 6. Saisongoal des Spielertrainers (Archivfoto). © 2022 Ismail Yesilyurt
Der Kopfball von Florian Stahl zum 1-0 war auch gleichzeitig das 6. Saisongoal des Spielertrainers (Archivfoto). © 2022 Ismail Yesilyurt

Und nur wenig später köpfte Zeller wieder vom rechten Strafraumeck den Ball in die Mitte, ein PSG-Abwehrspieler blockte per Hand. Den fälligen Handelfmeter ließ sich Routinier Zeller nicht entgehen: 1:2 (72.).

Die PSG reagierte postwendend, brachte den torgefährlichen Dennis Wedemeier. Die defensive Grundeinstellung wurde über Bord geworfen. Nun wurden die Landeshauptstädter in die Defensive gedrängt. Doch analog zur ersten Hälfte war es nun der Aufsteiger, der immer wieder ein Abwehrbein dazwischen bekam. In der Nachspielzeit gab es dennoch die ganz große Ausgleichschance: Eine Ecke von links wurde von einem VfB-Abwehrspieler beim Klärungsversuch aufs eigene Tor geköpft – eigentlich unhaltbar. Doch Innenverteidiger Serope Cobanyan klärte auf der Linie.

So konnte die Kieler im siebten Spiel den sechsten Sieg einfahren und entfernen sich immer weiter von den Abstiegsrängen, während die Probsteier SG weiter auf einem Abstiegsrang rangiert.

Probsteier SG: von Victor – Priess (73. D. Wedemann), Ridder, Helms, Serbest Mohammed – Stahl – Steffen, Bossmann (80. Witt), Kweseleit, Göllner – Müller.
Trainer: Florian Stahl.

VfB Kiel: Quoos – Schwertfeger, Martin, Cobanyan, Wittstock – Rermsoongnern (86. Ramalho), T.Pagel, D.Pagel, Imm (77. Frahm) – Borchert (66. K. Hopp), Zeller.
Trainer: Matthias Liebal.

Schiedsrichter: Thao-Vy Nguen, Assistenten: Daniel Feil, Julia Kalbau. Mit sehr guter Leistung, lagen in der Zweikampfbewertung immer richtig.

Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Stahl (25.), 1:1 T. Pagel (67.), 1:2 Zeller (72., HE).

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