Erster Heimsieg: Rotenhof schlägt Reinfeld 4:1 im Kellerduell

von Olaf Wegerich

Felix Struck (Rotenhof) ist für das wichtige 1:0 verantwortlich. © Olaf Wegerich


Der Bann ist gebrochen. Gegen den Tabellenletzten SV Preußen 09 Reinfeld konnte der TuS Rotenhof im achten Heimspiel der Saison mit einem auch in der Höhe verdienten 4:1 (2:0) Erfolg endlich den ersten Sieg einfahren. Durch den Erfolg rutschen die Rendsburger zumindest bis zum Sonntag auf den 11. Platz. Nur wenige Tage nach dem tragischen Todesfall, als ein Spieler der 2. Herren im Trainingsbetrieb zusammengebrochen war und später im Rendsburger Krankenhaus verstarb, ging es für die Gastgeber zusammen mit ihrem Publikum darum, einen Schritt in Richtung Normalität zu wagen. Zumindest sportlich ist das gelungen.

Optimaler Spielbeginn – Struck trifft zur Führung

Für die Gastgeber begann das Spiel gegen das Schlusslicht der Liga sportlich gesehen optimal. Bereits in der 8. Minute erreichte ein langer Ball Felix Struck, der sich den Ball mit dem Kopf selbst vorlegte, im Laufduell einen Gegenspieler aussteigen ließ, um dann eiskalt in die rechte untere Ecke zum Führungstreffer abzuschließen.

Florian Kuklinski muss mit Knieverletzung raus

Wenig später musste Angriffsspitze Florian Kuklinski nach einer Knieverletzung ohne Fremdeinwirkung sofort ausgewechselt werden. Für ihn kam Moritz Gersteuer. „Flo wird sich einer MRT-Untersuchung unterziehen müssen“, hofft Trainer Henning Knuth auf keine schwerwiegende Verletzung. Gegen relativ harmlose Reinfelder hatten die Gastgeber relativ leichtes Spiel in einer Partie, die der Coach der Gastgeber als „kein Leckerbissen“ einordnete.

Florian Kuklinski (Rotenhof) im harten Zweikampf. © 2025 Olaf Wegerich
Florian Kuklinski (Rotenhof) im harten Zweikampf. © 2025 Olaf Wegerich

Felix Knuth erhöht per Foulelfmeter

Nach einem Freistoß kommt der Reinfelder Torhüter Daniel Marco im Zweikampf gegen Cedric Nielsen deutlich zu spät und bringt ihn zu Fall. Den fälligen Foulelfmeter verwandelt Felix Knuth (17.) sicher zum 2:0.

Nächste Verletzung bei den Gastgebern – Quincke mit Zerrung raus

Dann erwischt es die Gastgeber mit der nächsten Verletzung. Diesmal ist es Torhüter Tobias Quincke (33.), der nach einer Zerrung im hinteren Oberschenkel den Platz verlassen muss. Für ihn kommt Justin Sörensen.

Starke zweite Halbzeit – Gersteuer und Schrum legen nach

Bis zur Pause stehen die Gastgeber weiterhin sehr kompakt und haben durch Struck, Nielsen und Gersteuer weitere gute Chancen, die Führung auszubauen. Auch nach der Pause ändert sich an den Kräfteverhältnissen in einem mittelmäßigen Spiel wenig. Rotenhof agiert aus einer kontrollierten Offensive und kommt immer wieder zu guten Umschaltmomenten.

Nach einem perfekt getimten Pass in die Tiefe von Felix Knuth ist Moritz Gersteuer (54.) frei durch und schiebt zum 3:0 ein. Doch es kommt noch besser. Nur fünf Minuten später erhöht der Ex-Tellingstedter Christian Schrum (59.) mit einem direkt verwandelten Eckball zum 4:0 für die Gastgeber.

Christian "Schrubber" Schrum ist nicht nur wie gewohnt Rotenhofs Kampfmaschine, sondern auch Schütze zum 1:0 gegen Rantrum. © 2024 Ismail Yesilyurt
Christian „Schrubber“ Schrum zirkelte einen Eckball zum 4:0 ein. © 2024 Ismail Yesilyurt

Reinfeld erzielt Anschlusstreffer – Beck trifft

Doch dann ist es mit der Herrlichkeit der Gastgeber erst einmal vorbei, die sich für knapp 15 Minuten eine Auszeit gönnen. Reinfeld nutzt die kurzfristige Konfusion in der Hintermannschaft der Gastgeber, um durch Lennox Beck (61.) aus dem Gewühl den 1:4-Anschlusstreffer zu erzielen.

Eine Phase, in der die Gastgeber kurz wankten, aber mehr auch nicht. „Das hat mich schon genervt. Da waren wir im Kopf nicht so da und haben oft einen Schritt weniger gemacht“, räumte Coach Henning Knuth ein.

Starke Schlussphase für Rotenhof

Nachdem die kurze Reinfelder Drangphase ohne weiteren Schaden überstanden war, gehörte die Schlussphase wieder dem TUS, der durch Struck und zweimal Gersteuer gute Chancen vergab.

Stimme

Trainer Henning Knuth (TUS Rotenhof): „Das war heute ein beeindruckender Umgang mit der Gesamtsituation. Wir sind menschlich eng zusammengerückt, was den Umgang miteinander betrifft. Alle Beteiligten – die Spieler, die Offiziellen und die Zuschauer – haben zusammengehalten. Sportlich gesehen war das ein verdienter Sieg.“

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