HKM KFV Holstein 2026 Sieger SG Kalübbe/B/S./D.. © 2026 KFV Holstein
Zunächst starteten am Samstag die Herren in einer Sechsergruppe. Hier entwickelte sich von Turnierbeginn an ein spannender Dreikampf zwischen dem Titelverteidiger TuS Nortorf, dem TSV Plön und der SG Bösdorf/Malente. Diesen Dreikampf gewann letztendlich der TuS Nortorf – knapp, aber verdient.
Entschieden wurde das Turnier in den letzten beiden Spielen. In der vorletzten Partie hätte der SG Bösdorf/Malente ein Sieg gegen den TSV Plön zum Titelgewinn ausgereicht. Dem war jedoch nicht so, da der TSV Plön die Partie souverän mit 3:0 gewann und sich zunächst die Pole Position mit zwölf Punkten und einem Torverhältnis von 11:3 sicherte.

Um seinen Titel zu verteidigen, musste der TuS Nortorf – vor der letzten Partie mit neun Punkten und 9:2 Toren – sein letztes Spiel gegen die Probsteier SG 2012 gewinnen und möglichst mit zwei Toren Differenz. Die Probsteier SG 2012 hatte den besseren Start und führte schnell mit 2:0, konnte diesen Vorsprung jedoch nicht über die Zeit bringen. Der offensivstarke und sehr abschlusssichere TuS Nortorf drehte dieses turnierentscheidende Spiel zu einem 4:2-Sieg und konnte somit punktgleich, aber mit dem besseren Torverhältnis gegenüber dem TSV Plön, seinen Titel verteidigen.

Damit gewann der TuS Nortorf nach 2022/23 und 2024/25 bereits zum dritten Mal den Cup. Bleibt noch anzumerken, dass der TuS Nortorf als einzige Mannschaft oftmals mit einem gut mitspielenden Torhüter agierte. Leider nahmen nur sechs von 44 möglichen Herrenmannschaften des KFV Holstein an den Kreishallenmeisterschaften teil (im letzten Jahr waren es noch zwölf).

Bei den Frauen hatten im Turnierverlauf sogar vier Mannschaften die Möglichkeit, den Cup zu gewinnen. Zu Beginn mischte auch die Probsteier SG mit. Der Punktestand belegt auch hier den ganz knappen Turnierausgang. Auch wenn die weiteren Mannschaften Olympia Neumünster und der TSV Dannau nichts mit den ersten drei Plätzen zu tun hatten, war es bemerkenswert, wie sich beide Teams auch in diesem Jahr „voll reinhängten“ und sich der sportlichen Aufgabe stellten.
Zunächst startete die Probsteier SG 2012 mit zwei Siegen in das Turnier und führte nach zwei Spielblöcken mit 2:0 Toren und sechs Punkten kurzzeitig die Tabelle an. In den weiteren Spielen konnte das Team allerdings nicht mehr punkten. Das gelang dann den Mannschaften der SG Kalübbe/Bosau/Sarau/Dersau, des SV Fortuna Bösdorf, des SV Boostedt und etwas überraschend dem SV Bönebüttel-Husberg.
Entschieden wurde das Turnier in den direkten Vergleichen dieser vier Teams. Dabei verbuchte die SG Kalübbe fünf Punkte, Fortuna Bösdorf vier, Bönebüttel-Husberg drei und der SV Boostedt zwei Punkte, was sich entsprechend in der knappen Abschlusstabelle widerspiegelt. Zum ersten Mal wurde somit die Mannschaft der SG Kalübbe/Bosau/Sarau/Dersau Kreishallenmeister. Titelverteidiger SV Boostedt musste sich diesmal mit dem vierten Platz begnügen, obwohl man nur ein Gegentor zuließ. Den dritten Platz sicherte sich der SV Bönebüttel-Husberg, ohne ein Spiel verloren zu haben. Vizemeister wurde der SV Fortuna Bösdorf mit nur einer Niederlage gegen die SG Kalübbe, die jedoch turnierentscheidend war. Anzumerken ist, dass alle sieben teilnahmeberechtigten Frauenmannschaften des Kreisfußballverbandes Holstein erneut an den Kreishallenmeisterschaften teilnahmen. Besten Dank an alle.

Die Siegerehrungen bei beiden Turnieren nahm der 1. Vorsitzende des KFV Holstein, Hakan Yilmaz, vor.
Als Unparteiische leiteten Ole Ehrhardt, Finn Matis Luttmann, Leon Zimmermann, Robin Hertel, Thomas Wronski, Torben Jens John und Tony Lembcke vor insgesamt 380 zahlenden Zuschauern in der Plöner Schiffsthalhalle professionell die Spiele.
Anmerkung:
Ob nach zehn Jahren der Futsal für den Breitensport zielführend ist, kann und muss hinterfragt sowie angezweifelt werden. Bei allen Turnieren, die man in den letzten Jahren durchgeführt oder verfolgt hat, zeigt sich ein konstanter Trend: Die Mannschaft, die in Führung geht, gewinnt überwiegend auch das Spiel, da ein kleines Tor auf einem Handballfeld zumeist relativ problemlos bei einer Führung bis zum Schlusspfiff verteidigt werden kann. Bei insgesamt 36 Spielen (Herren und Frauen) gab es 31 Siege, davon ging die Mannschaft in 30 Fällen auch als Sieger hervor, die zuerst in Führung lag. Aussagekräftig genug!
Des Weiteren wird der Futsal als Nonplusultra angepriesen, was angesichts der geringen Teilnehmerzahlen und Zuschauerzahlen in nahezu allen Kreisen nicht nachvollziehbar erscheint. Hier soll offenbar etwas unbedingt „positiv“ und zielführend gesehen werden, was sich auch nach zehn Jahren nicht positiv entwickelt hat – ganz im Gegenteil.
Die traditionellen Kreishallenmeisterschaften im Fußball, die bis vor zehn Jahren für volle Hallen im ganzen Land sorgten und dies bei einer extrem hohen Anzahl teilnehmender Mannschaften, hatten eben doch das besondere „Flair“ in allen Belangen.
