Preetzer TSV stoppt Durststrecke – 4:0 gegen Suchsdorf

von Ismail Yesilyurt

Foto aus dem Hinspiel – Jendrik Müller (Preetzer TSV) traf auch im Rückspiel. © 2025 Ismail Yesilyurt


Der Preetzer TSV, Siebenter der Verbandsliga Ost hat, die Notbremse gezogen. Beim 4:0-Heimsieg gegen den abstiegsbedrohten Suchsdorfer SV feierten die Schusterstädter im Nachholspiel am Mittwochabend ihren ersten Erfolg nach sieben sieglosen Spielen. Für Suchsdorf, das nach dem Auftakt 2026 beim TSV Plön bereits zum zweiten Mal in Folge mit 0:4 eine Partie abgeben musste, wird die Lage auf dem Abstiegs-Relegationsplatz immer prekärer: Der Rückstand auf den MTV Dänischenhagen beträgt bereits sieben Punkte.

Frühe Führung, Suchsdorf fehlt das Matchglück

Die Preetzer, die das Hinspiel mit einem 3:0 auch für sich entschieden hatten, erwischten den Traumstart: Bereits in der 7. Minute traf Vereinsikone Florian Ziehmer per Foulelfmeter zum 1:0. Gefoult worden war Jendrik Müller. Der SSV schüttelte sich und kam dann nach 15 Minuten gut in die Partie und erspielte sich noch vor der Pause zwei Großchancen, die den Ausgleich verdient gehabt hätten.

„Ja, das Ergebnis ist natürlich hart: 4:0. Auch wenn es absolut kein 4:0-Spiel war“, sagte SSV-Trainer Dennis Guscinas. „Wir haben, ja, nach der siebten Minute, wo wir einen Elfmeter folgerichtig kassieren, ja, spielen wir auf jeden Fall gut mit, haben sogar in der ersten Halbzeit ja zwei richtig, richtig gute Chancen. Einen Hundertprozentigen durch Ole Sellmer, den er vorm Torhüter vergibt. Ein Mal Hannes Weiß, der einen richtig guten Abschluss hat.“

Foto aus dem Hinspiel - Für Ole Sellmer und den Suchsdorfer SV gab es beim Preetzer TSV keine Hilfe von Fortuna.  © 2025 Ismail Yesilyurt
Foto aus dem Hinspiel – Für Ole Sellmer und den Suchsdorfer SV gab es beim Preetzer TSV keine Hilfe von Fortuna. © 2025 Ismail Yesilyurt

Die Gastgeber blieben in dieser Phase durch Tiefenläufe gefährlich, kamen aber vor der Pause nur selten zum Abschluss. „Da kamen wir dann auch sehr gut in die Konterbewegung rein. Ja, müssen da das 1:1 machen, auch schon in der ersten Halbzeit“, ärgerte sich Guscinas.

Lange ausgeglichen – dann kippt die Partie spät

Nach der Pause blieb es ausgeglichen. „Chancentechnisch ausgeglichen in der ersten Halbzeit, wobei wir ein kleines, ja, würde ich sagen, kleines Übergewicht an Spielanteilen hatten. Nach der Pause erst mal noch ein Abtasten“, erzählte Doege. „Zweite Halbzeit ähnliches Bild, allerdings gibt es auf beiden Seiten sehr, sehr wenig Abschlüsse in der zweiten Halbzeit. Wir haben da aber auch ein Ticken mehr Ballbesitz gehabt. Bis bis zur, ja circa 75. Minute passiert dann relativ wenig“, so Guscinas.

Dann folgte die turbulente Schlussphase, in der der PTSV seine starke letzte Viertelstunde eiskalt nutzte. Zunächst traf der PTSV die Latte, hatte bereits „ein, zwei gute Abschlusssituationen gehabt, ohne, zwingend richtig, richtig gefährlich zu werden. Da wäre ein 2:0 aber auch verdient gewesen“, meinte der Suchsdorfer Coach. Im Gegenzug vergab Ole Sellmer die größte SSV-Chance: „Ole Sellmer, er steht, kriegt eine Flanke von Pelle Christiansen im Fünfer, nimmt sie ab. Aber ja, macht das Ding nicht rein. Irgendwie wollte das Glück in dem Moment nicht auf unserer Seite sein.“

Preetz dreht zum 4:0 auf – Suchsdorf bitter bestraft

Die Gastgeber schlugen danach eiskalt zu: Jendrik Müller erhöhte in der 76. Minute auf 2:0, Maximilian Zimmermann legte in der 81. Minute das 3:0 nach. Den Schlusspunkt setzte ein unglückliches Eigentor von Edgar Borkowski (84.).

Dieses Duell aus dem Hinspiel gab es auch beim 4-0 - Marcel Reinke (Suchsdorfer SV) am Ball gegen Jerome Rose (Preetzer TSV) © 2025 Ismail Yesilyurt
Dieses Duell aus dem Hinspiel gab es auch beim 4-0: Marcel Reinke (Suchsdorfer SV) am Ball gegen Jerome Rose (Preetzer TSV) © 2025 Ismail Yesilyurt

„Und dann, ja, haben wir zwei Abstimmungsfehler in der Abwehr, kassieren schnell 2:0 und 3:0. Was natürlich extrem bitter ist, weil wir eigentlich kein schlechtes Auswärtsspiel bis dahin gemacht haben. Und ja, beim 4:0, da schießen sich unsere Verteidiger aus Versehen selbst ab. Totales Pingpong im Strafraum gewesen. Total unglücklich. 4:0 klingt natürlich hart, aber wir haben eine weitaus bessere Leistung“, bilanzierte Guscinas.

Der Preetzer TSV hingegen nutzte seine starken Phasen zu Beginn und am Ende der Partie konsequent – und darf nach dem klaren Ergebnis vorsichtig hoffen, die Talsohle hinter sich gelassen zu haben.

Stimmen zum Spiel

Dennis Guscinas (Trainer Suchsdorfer SV)
Fabian Doege (Trainer Preetzer TSV

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