Kastriot Alija (VfR) trifft zum Führungstreffer – Schmalfeld versucht sich als Torhüter. © 2026 Olaf Wegerich
Am Ostermontag empfing Rasensport Neumünster die Preußen aus Reinfeld. Der Gast liegt abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Nachdem man in den Vorjahren sehr gute Platzierungen (6. bzw. 7.) in der Oberliga erreicht hatte, droht nun wie bereits 2022 der Abstieg in die Landesliga.
Duplizität der Ergebnisse
Bereits Ostermontag 2024 gab es dieses Spiel. Wie vor genau zwei Jahren siegte Rasensport auch heute mit 3:0.
Bei Rasensport rotierten heute Keeper José Aguirre Dardon anstelle von Christopher Newe, Jonas Schomaker sowie die beiden Spieler mit den meisten Saisoneinsätzen, die Dauerbrenner Nick Neca und Kastriot Alija, zurück in die Startelf. Alle vier machten heute genauso wie der erstmals in der Frühjahrsserie eingesetzte, zur Pause eingewechselte Berk Akcicek ein starkes Spiel.

Preußen mit starkem Beginn
Gut organisiert bestimmte zunächst die Truppe von Gästetrainer Axel Junker die Partie. Mehrmals verhinderte noch ein lila-weißes Verteidigerkörperteil gefährliche Flanken oder Abschlüsse. Hohes Pressing und gut zugestellte Räume oder auch verspringende Bälle stellten Rasensport vor einige Probleme.
Kastriot Alija nutzt erste Chance
Als Ola Adesanya einen eigentlich etwas zu weiten Ball auf den heute auf dem rechten statt wie sonst auf dem linken Flügel agierenden Rafael Krause spielt, kann der ihn mit letztem Einsatz nur noch irgendwie von der Grundlinie nach innen bringen. Am zweiten Pfosten springt einem Preußen-Akteur der tückisch aufsetzende Ball über den Schlappen, hinter ihm ist Alija frei, und es heißt 1:0 (20.). „Ein typisches Kasi-Tor halt“, so Trainer Danny Cornelius nach Spielschluss.
Der VfR ist danach dann auch gleichwertig im Spiel. Beide Teams neutralisieren sich nun weitgehend. Felix Kaben ist nach 34 Minuten nach schöner Preußen-Kombination halblinks frei, hart bedrängt von Neca trifft er aber nur das Außennetz.
5 starke Minuten vor der Pause:
Nach 40 Minuten sendet Ilir Serifi einen Freistoß nach Foul an ihm selbst aus spitzem Winkel genauestens ins Eck. Der Ball berührte dabei sowohl den Innenpfosten sowie die Lattenunterkante – 2:0.

Nach 42 Minuten Freistoß auf der anderen Seite. Leicht nach halbrechts versetzt. Kapitän Marwin Milic nimmt Maß. José Aguirre Dardon wehrt mit einer Glanzparade den von der Mauer noch leicht abgefälschten, hart platzierten Schuss zur Ecke ab.
Nach 44 Minuten Zweikampfgewinn von Schomaker im Mittelfeld, Kevin Schulz steckt auf Alija durch, der diesmal frei vor Daniel Marco den Ball am Tor vorbeischiebt.
Nach 45 Minuten dreifach – Riesenchance für Reinfeld: Aguirre Dardon rettet zweimal innerhalb von Sekunden gegen Miljic und Leon Nagorny, bevor Kaben den Abpraller aus sieben Metern neben den Kasten setzt.
Wenig Höhepunkte nach der Halbzeit
Nach der Halbzeit entscheidet ein frühes Tor (47.) von Alija nach feinem Doppelpass mit Serifi die Partie. Viele Höhepunkte gibt es danach aber nicht mehr. Alija kommt nochmal einen Schritt gegen Marco zu spät (54.), ein 28-Meter-Freistoß von Kenny Korup bereitet Marco keine Probleme. Auf der Gegenseite setzt Luca Treichel (83.) seinen Freistoß aus 17 Metern neben das Tor – das war die letzte Chance für Reinfeld, nochmal Spannung aufkommen zu lassen.

Fazit: Reinfeld war zwischen den Strafräumen optisch gleichwertig, doch in den Strafräumen entscheiden sich oft, und so auch heute, die Spiele. Rasensport machte aus wenigen Chancen gleich drei Tore, und auch die Keeper-Glanzparaden-Wertung ging mit 3:0 an Rasensport. Wobei der bekannt gute Reinfelder Keeper Daniel Marco bei keinem Treffer eine Chance hatte. Das war der Unterschied.
Stimme zum Spiel
VfR Neumünster: Aguirre Dardon – Neca, Korup, Schomaker (74. Schilling), Kahlcke (46. Akcicek) – Krause, Serifi (83. Diler), Schulz, Lippegaus – Adesanya (74. Kramer), Alija (64. Carvalho).
Trainer: Danny Cornelius.
Preußen Reinfeld: Marco – Schmalfeld (46. Henk), Vogel, Boebs (61. Nakai) – Brügmann, Treichel, Kaben – Beck, Dürr (46. Schewe), Nagorny (74. Jasmund) – Miljic (74. Schlatow).
Trainer: Axel Junker.
Schiedsrichter: Moritz Bern (Einr. Eggebek).
Assistenten: Mikkel Paulsen, Sinan Bott.
Zuschauer: 231.
Tore: 1:0 (20.) Alija, 2:0 (40.) Serifi, 3:0 (47.) Alija.
TABELLE
| Pos | Verein | Sp. | Pkt. | Tore |
|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Todesfelde (Ab) | 23 | 56 | 62:24 |
| 2 | Holstein Kiel U23 II (Ab) | 24 | 49 | 62:24 |
| 3 | FC Kilia Kiel (Ab) | 24 | 46 | 69:32 |
| 4 | SV Eichede | 22 | 46 | 46:22 |
| 5 | Heider SV | 24 | 38 | 47:49 |
| 6 | VfR Neumünster | 21 | 35 | 45:40 |
| 7 | Polizei SV Union Neumünster | 22 | 34 | 50:39 |
| 8 | 1. FC Phönix Lübeck II (Auf) | 22 | 34 | 42:39 |
| 9 | Kaltenkirchener Turnerschaft (Auf) | 23 | 31 | 38:46 |
| 10 | TSV Nordmark Satrup | 22 | 29 | 30:32 |
| 11 | Oldenburger SV 1865 | 23 | 25 | 47:61 |
| 12 | MTSV Hohenwestedt | 22 | 21 | 36:49 |
| 13 | TuS Rotenhof (Auf) | 23 | 21 | 39:55 |
| 14 | Inter Türkspor Kiel (Auf) | 24 | 20 | 26:61 |
| 15 | Eutin 08 (Auf) | 22 | 17 | 21:49 |
| 16 | SV Preußen Reinfeld | 23 | 11 | 26:64 |
