Tofe auch in Unterzahl eine Klasse für sich – lockerer 3:0-Erfolg bei Phönix II

von Olaf Wegerich

Doppelpacker Morten Liebert. 2025 Olaf Wegerich


Der SV Todesfelde meistert auch die Auswärtshürde beim starken Aufsteiger 1. FC Phönix Lübeck II erfolgreich. Über sechzig Minuten in Unterzahl nach der roten Karte gegen Jan-Marc Schneider und trotzdem souverän mit 3:0 (1:0) gewonnen beim Tabellensechsten der Flens-Oberliga – das schafft wohl nur der SV Todesfelde. Auch nach 17 Spieltagen ist die Mannschaft von Trainer Björn Sörensen den Kontrahenten im Titelrennen mit Siebenmeilenstiefeln enteilt und grüßt weiter unangefochten von der Tabellenspitze.

Phönix kommt zu Halbchancen – Tofe mangelt es zunächst an Effektivität

In den ersten zwanzig Minuten kommen die Gastgeber zu zwei Halbchancen, als sie immer wieder gefährlich über die Außen nach innen ziehen, weil Tofe es nicht schafft, aus der Kette schnell genug herauszurücken. Auf der Gegenseite hat der Spitzenreiter zweimal durch Benny Soares und durch Morten Liebert drei richtig gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen, die jedoch alle ungenutzt bleiben. „Da müssen wir weiter an unserer Effektivität arbeiten“, fordert Trainer Björn Sörensen mehr Durchschlagskraft.

Abseitstor vor Schneider

Bereits nach drei Minuten wurde dem Ligaprimus im Anschluss an einen Freistoß nach einem Pass von Tyler Körting, der den Ball nicht sauber erwischt und noch einmal vorlegt für Jan-Marc Schneider, ein Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert.

Schneider verletzt Mensah und sieht Rot

Dann spielen die Gäste plötzlich nur noch zu zehnt. Nach einer Aktion in der gegnerischen Hälfte will Jan-Marc Schneider ein taktisches Foul begehen und versucht, seinen Gegenspieler am Trikot zu halten. Dabei rutscht Schneider aus und fällt seinem Kontrahenten von hinten auf den Fuß. „Das sieht sehr unglücklich aus. Ist alles von hinten und im maximalen Tempo. Da geht es überhaupt nicht darum, den Gegenspieler zu verletzen. Aber der Schiedsrichter muss sicherlich Rot geben“, kommentiert Sörensen die Situation, die zur Hinausstellung für seine Mannschaft geführt hat. Für den gefoulten Christen Mensah war damit das Spiel beendet. Er konnte wegen einer Verletzung an der Achillessehne nicht weitermachen und wurde durch Murat Rasgele ersetzt.

Trotz Unterzahl erlebten der SV Todesfelde und Trainer Björn Sörensen einen entspannten Nachmittag-Foto
Trotz Unterzahl erlebten der SV Todesfelde und Trainer Björn Sörensen einen entspannten Nachmittag. 2025 Olaf Wegerich

Nach einer kurzen Findungsphase steht Tofe auch in Unterzahl wieder gut organisiert und schlägt fast mit dem Pausenpfiff eiskalt zu.

Tofe eiskalt – Liebert trifft zur Führung

Nach einem Angriff von Lasse Jetz über die linke Seite kommt es zu einer Spielverlagerung von Benjamin Petrick von rechts nach links – Lasse Jetz spielt dann einen Superball in die Halbspur – Morten Liebert (45.) macht einen tiefen Weg und lupft den Ball über den Lübecker Torhüter hinweg zur Halbzeitführung.

Tofe mit viel Spielkontrolle

In der zweiten Hälfte spielt der Tabellenführer dann all seine Klasse aus, lässt Ball und Gegner laufen, ist sehr klar im häufig tiefen Block und agiert mit zwei Viererketten, was den Gastgebern wenig behagt.

Boland trifft nach Vorarbeit von Kruse

Vor allem die vielen Umschaltmomente der Segeberger sorgen stets für Gefahr. Bei einem dieser zielstrebig vorgetragenen Angriffe über die halblinke Seite kann zunächst Morten Liebert den Ball festmachen. Er spielt dann weiter in die Halbspur zu Pepe Kruse, der einen Superweg läuft und aus der Bewegung heraus in den Rückraum zu Mirko Boland (62.) passt, der mit seinem bereits fünften Saisontor zum 2:0 vollendet.

Liebert schnürt Doppelpack – Boland glänzt als Vorbereiter

Auch der dritte Treffer der Gäste war schön herausgespielt. Morten Liebert spielt den Ball in den Lauf von Mirko Boland, der auf der rechten Außenbahn ins Tempo geht und eine präzise Hereingabe auf den einlaufenden Morten Liebert schlägt, der den Ball am zweiten Pfosten mit einer Volleyabnahme zum dritten Treffer einschweißt. Für Liebert, der damit die Führung in der Torschützenliste in der Flens-Oberliga übernommen hat, war es bereits der 15. Saisontreffer.

Zum Spiel sagte Trainer Björn Sörensen vom SV Todesfelde: „Gerade auch in der zweiten Halbzeit eine superstarke Leistung der Jungs. Gegen den Ball super gearbeitet und in Unterzahl das Zu-null gehalten. Es freut mich, dass Pepe Kruse nach den Einsätzen zuletzt, wo er sich langsam herangearbeitet hat in den letzten Wochen, heute über 45 Minuten direkt funktioniert hat. Benny Soares von Anfang an über 45 Minuten. Das muss halt auch ein Zeichen sein. Es sind alle wichtig, alle sind dabei. Da freue ich mich besonders darüber. Das Zu-null, die drei Punkte on top – ein gelungener Auswärtsauftritt. Jetzt freuen wir uns auf das letzte Heimspiel des Jahres gegen den Oldenburger SV.“

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