Björn Sörensen und sein SV Todesfelde benötigen noch maximal 9 Punkte aus 6 Spielen für die Meisterschaft. © 2025 Ismail Yesilyurt
Zum Abschluss der englischen Woche empfängt der SV Todesfelde am kommenden Sonntag um 14:00 Uhr im Joda-Sportpark den amtierenden Meister FC Kilia Kiel. Der Spitzenreiter der Flens-Oberliga präsentierte sich auch am Mittwoch im Nachholspiel beim MTSV Hohenwestedt, das 4:0 gewonnen werden konnte, in einer guten Verfassung und ließ nichts anbrennen. Und das nur wenige Tage nach dem überzeugend herausgespielten 2:0-Erfolg im SHFV-Lotto-Pokal-Halbfinale gegen den Regionalligisten VfB Lübeck. Ein glänzend aufgelegter Morten Liebert erzielte bei dem Flutlichtspiel in Hohenwestedt drei blitzsaubere Treffer, und auch in der Torjägerliste hat der 33-Jährige mit nunmehr 19 Buden seine Führung weiter ausgebaut.
Statistik spricht klar für Tofe – Kilia wartet seit 10 Spielen auf einen Sieg
Bemüht man die Statistik, geht der SV Todesfelde als glasklarer Favorit in die Partie. Von den 13 bisher in der höchsten Landesklasse ausgetragenen Spielen konnten die Segeberger allein 8 gewinnen. Seit zehn Spielen wartet Kilia auf einen Dreier gegen Tofe. Erst zwei Spiele konnten die Kieler zu ihren Gunsten entscheiden – und das ist eine gefühlte Ewigkeit her. Der letzte Kieler Erfolg am 19.11.2006, als sich der FC Kilia mit 4:0 in Todesfelde durchsetzen konnte, liegt fast zwanzig Jahre zurück. In der Hinrunde konnte sich der SV Todesfelde deutlich mit 4:1 am Hasseldieksdammer Weg behaupten und den Kielern damit ihre bisher einzige Heimniederlage zufügen.
Schaut man hingegen auf das Formbarometer, treffen die beiden besten Mannschaften der Rückrunde aufeinander, und somit ist der Ausgang völlig offen.
Vor dem Spitzenspiel unterhielt sich Youkick am Freitag mit Trainer Björn Sörensen vom SV Todesfelde und befragte ihn zur aktuellen Situation.

Zum Abschluss der englischen Woche kommt mit dem FC Kilia Kiel der amtierende Meister in den Joda-Sportpark. Wie siehst du die derzeitige sportliche Ausgangslage, und wie schätzt du den FC Kilia Kiel aktuell ein?
Die sportliche Ausgangslage ist ziemlich eindeutig. Kilia hat im Moment eine herausragend gute Form, hat viele Tore geschossen und nur wenige kassiert. Von daher kommt eine sehr formstarke Mannschaft auf uns zu, die natürlich auch individuell herausragend besetzt ist in der Oberliga – wir natürlich auch. Aber Kilia hat natürlich auch eine extreme Breite. Das sind zwei Mannschaften, die Fußball spielen wollen und die einen taktischen Plan verfolgen. Insofern können sich die Zuschauer auf ein interessantes und spannendes Spiel freuen.
Der Abstand vom SV Todesfelde auf die Verfolger ist mit zehn Punkten Vorsprung auf Holstein Kiel II bereits sehr groß. Hat in den kommenden Spielen der zeitnahe Gewinn der Meisterschaft Priorität, oder geht es auch darum, möglichst vielen Spielern Einsatzzeiten zu verschaffen im Hinblick auf eine mögliche Aufstiegsrundenteilnahme?
Grundsätzlich sehen wir jedes Spiel isoliert. Es geht jetzt gar nicht darum, zu taktieren oder Spielzeiten so zu verteilen, um sich auf irgendetwas vorzubereiten, was vielleicht in Zukunft kommt. Das nächste Spiel ist Kilia. Wir kommen aus einer englischen Woche mit einem Pokalspiel am Samstag, und insofern geht es jetzt weniger darum zu taktieren.
Natürlich müssen wir immer darauf achten, dass wir die Belastung verteilen und eine gewisse Belastungssteuerung an den Tag legen, aber das hat am Sonntag keinerlei Auswirkungen auf irgendetwas. Wir fokussieren uns auf Kilia und bringen dafür die bestmögliche Mannschaft auf den Platz, wie wir sie haben können, wie wir sie auch vielleicht so vorbereiten können, dass wir den Gegner optimal bespielen können. Alles andere ist erst einmal absolute Zukunftsmusik und interessiert uns gar nicht.
