Rasensport erwartet mit dem TUS Rotenhof seinen Lieblingsgegner

von Olaf Wegerich

Kann der VfR Neumünster auch in der Rotenhofer Box viel Feuer entfachen wie in dieser Szene? © 2025 Olaf Wegerich


Vier Siege in vier Spielen

Im vorletzten Heimspiel des Jahres erwartet Rasensport am Sonntag um 14.00 Uhr in der Grümmi-Arena mit dem TUS Rotenhof seinen Lieblingsgegner. Alle vier Duelle gegen den Aufsteiger der Vorsaison konnte der VfR bisher gewinnen. Angefangen mit dem 4:2 in der Aufstiegsrelegation vor zwei Jahren folgten mit dem 3:0, 2:1 und dem 2:0 in Rotenhof in dieser Saison drei weitere erfolgreiche Duelle.

In bester Erinnerung ist noch der 2:1-Heimspielerfolg am letzten Spieltag der alten Saison, als beide Teams noch dringend Punkte für den Klassenerhalt benötigten, aber am Ende gemeinsam der Klassenverbleib gefeiert werden durfte.

VfR Neumünster mit starkem Saisonstart

In der aktuellen Saison ist Rasensport deutlich besser aus den Startlöchern gekommen und hat mit 27 Punkten im Gegensatz zu den Rendsburgern mit erst 14 Zählern fast doppelt so viele Punkte eingefahren. Vor allem daheim hat der VfR mit sechs Siegen und nur einer Niederlage unter Trainer Danny Cornelius zu alter Heimstärke zurückgefunden.

Der Fluch der späten Gegentore

Aber Vorsicht: Der TUS Rotenhof ist unter Trainer Henning Knuth zu einer Auswärtsmacht geworden. Mit 13 Punkten aus 10 Spielen steht der Aufsteiger auf dem 5. Platz der Auswärtstabelle. Mit bereits 22 Toren hat der TUS auf fremden Plätzen die meisten Tore aller 16 Oberligisten erzielt. Hinzu kommt der Fluch der späten Gegentore, die dem TUS Rotenhof viele Punkte gekostet haben – wie beim 2:3 in Todesfelde, beim 2:2 bei Holstein Kiel II oder beim 2:2 in Oldenburg, als man sehr spät entscheidende Gegentore hinnehmen musste. Mit etwas mehr Spielglück wäre für die Gäste also durchaus eine bessere Platzierung möglich gewesen.

Tjark Sievers (li., MTSV Hohenwestedt) gegen Felix Struck (TuS Rotenhof). © 2025 Olaf Wegerich
Kann der TuS Rotenhof, hier mit Felix Struck (re.) und dem verletzten Jan Pioch, in Neumünster Fortuna einfangen? © 2025 Olaf Wegerich

VfR-Coach Cornelius mit dem nötigen Respekt vor TuS

Das sagte VfR-Trainer Danny Cornelius vor dem Spiel gegen den TUS Rotenhof: „Ich glaube, dass wir da auf einen Gegner treffen, der angeschlagen ist. Wie man auch über angeschlagene Boxer sagt: Die sind meist am gefährlichsten. So ist es halt auch mit Rotenhof. Rotenhof ist kein schlechter Gegner, das haben sie auch im Hinspiel gezeigt, wo wir schon unsere Schwierigkeiten hatten. Das haben sie auch in vielen anderen Spielen gezeigt, wo sie ihre Qualität abgerufen haben, unter anderem auch beim 2:2 gegen Holstein Kiel. Ja, sie machen halt ab und zu kleine Fehler, die bestraft werden. Wenn sie die Kleinigkeiten gegen uns minimieren, dann wird es schon ein schwieriges Spiel. Von daher haben wir auf jeden Fall den nötigen Respekt vor Rotenhof.“

Wie schon seit Wochen kann der VfR nur eingeschränkt trainieren. Beim Dienstagstraining fehlten Sven Freitag, Ilir Serifi und Tom Schilling. Ola Adesanya und Christoph Kahlcke plagen Probleme mit dem Oberschenkel. Kenny Korup konnte nur im Schongang trainieren, da er grippal flachgelegen hatte. „Wir gehen mal wieder auf dem Zahnfleisch und sehnen die Winterpause her, was ich schon nach dem Kilia-Spiel gesagt hatte“, so Danny Cornelius.

Rotenhof weiter ohne Heimsieg

Wieder nichts mit dem erhofften ersten Heimsieg. Nach drei starken Auswärtsspielen, in denen fünf Zähler eingefahren werden konnten, folgte am letzten Samstag im Heimspiel gegen den TSV Nordmark Satrup, das mit 0:3 verloren ging, ein bitterer Rückschlag.

Das sagte Henning Knuth, der Trainer des TUS Rotenhof, vor dem Spiel beim VfR: „Der VfR Neumünster hat eine Mannschaft mit vielen erfahrenen Spielern und spielt bislang eine sehr gute Runde. Zudem bringen viele Einzelspieler eine hohe individuelle Qualität mit. Ich erwarte einen abgezockten Gegner, der einfachen Fußball spielt.“

Lazarett auf beiden Seiten gut besucht

Personell werden Tobi Quincke (Bänderriss), Justin Sörensen (Bruch des Kahnbeins), Cedric Nielsen (Reha), Mika Flindt (privat) und Nick-Ole Lehmann (Arbeit) ausfallen. Zudem hat sich Jan Pioch im letzten Spiel nach einem Foul eine Verletzung des Innenbandes im Knie zugezogen. Er wird in diesem Jahr kein Spiel mehr machen können.

Abschließend sagte Knuth: „Ich möchte die personelle Lage nicht als Ausrede hören. Wir brauchen eine geschlossene Mannschaft, die Widerstandsfähigkeit zeigt! Ich erwarte, dass wir noch enger zusammenrücken und gemeinsam eine Leistung bringen, die zeigt, dass wir aus den vergangenen Spielen gelernt haben.“

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