So gut wie die Vorentscheidung -Ben-Luca Nohns (PSV Neumünster) halb verdeckt trifft zum 2-0. © 2026 Olaf Wegerich
Einbahnstraßenfußball an der Stettiner Straße in Neumünster! In einem völlig einseitigen Spiel, in dem die Gastgeber über die kompletten neunzig Minuten das klar dominierende Team waren, konnte sich der PSV Neumünster deutlich mit 4:0 (2:0) gegen den erschreckend harmlosen Tabellenletzten SV Preußen 09 Reinfeld durchsetzen. Ein Ergebnis, das den Gästen aus Stormarn sogar noch schmeichelt, denn ein überragender Daniel Marco im Tor sowie ein unfassbarer Chancenwucher der Ordnungshüter waren die Gründe dafür, dass die Mannschaft von Trainer Axel Junker nicht mit einer noch deutlich höheren Packung auf die Heimreise geschickt wurde. Der PSV macht zumindest bis zum morgigen Sonntag zwei Plätze gut und klettert auf den 7. Platz, könnte aber noch vom Lokalrivalen VfR oder Kaltenkirchen überholt werden. Reinfeld kassiert nach der Winterpause die dritte hohe Niederlage in Folge und bleibt Tabellenschlusslicht.
PSV ohne Nils Drauschke
Die Gastgeber, bei denen neben zahlreichen verletzten Spielern auch Nils Drauschke aus privaten Gründen nicht zur Verfügung stand, übernahmen in einer jederzeit sehr fairen und einseitigen Oberligapartie sofort das Kommando und schnürten die Gäste in deren Hälfte ein.
Dominanter PSV erspielt sich Chancen ohne Ende
Mit viel Tempo im Spielaufbau und schönen, flüssigen Kombinationen erspielte sich der PSV bereits in der Anfangsphase beste Einschussmöglichkeiten. Zunächst parierte Daniel Marco einen halbhohen Schuss von Timo Barendt, wenig später entschärfte der Torsteher mit einer Flugparade einen gut gesetzten Kopfball des PSV-Kapitäns nach Flanke von Paul Eberhardt. Glück hatte Marco, dass nach einem Eckball ein Kopfball von Ben-Luca Nohns auf der Torlinie geklärt werden konnte.

Nohns mit dem Führungstreffer
Doch der erste Treffer der Gastgeber lässt nicht lange auf sich warten. Nach einem Diagonalball von Jesper Tiedemann kurz vor das Reinfelder Gehäuse lässt Tim Möller den Ball tropfen, und Ben-Luca Nohns (10.) vollstreckt in bester Mittelstürmermanier zum Führungstreffer.
Reinfeld hat dem Tempospiel der Gastgeber wenig entgegenzusetzen und schafft es nur selten, in die Zweikämpfe zu kommen.
Teufelskerl Daniel Marco lässt PSV verzweifeln
Der PSV hat jetzt Chancen im Minutentakt, und immer wieder steht Daniel Marco im Blickpunkt und ist gefordert. Nach einem Chipball von Jesper Tiedemann verzieht Torjäger Timo Barendt (18.) zunächst nur knapp. Wenig später verzweifeln Tim Möller (21.) und Jesper Tiedemann (23.) mit Flachschüssen am aufmerksamen Marco.
Doch damit nicht genug. Zunächst klärt Marco aus Nahdistanz gegen Möller, und auch Nohns (22.) scheitert im Nachsetzen am Reinfelder Torhüter, der mit einer starken Fußabwehr klärt.
Nohns legt zweiten Treffer nach
Auch der zweite Treffer der Gastgeber ist herrlich herausgespielt. Tiedemann schickt Meiko Werner, dessen flache Hereingabe bei Möller landet, der auf Ben-Luca Nohns (25.) verlängert, der zum 2:0 trifft. Bis zur Pause hat der PSV noch weitere drei Großchancen durch Barendt und zweimal Tiedemann, doch Marco im Tor der Gäste hat einen Sahnetag erwischt und ist nur schwer zu bezwingen.
Auch nach dem Seitenwechsel sind die Gastgeber weiter tonangebend und kontrollieren Ball und Gegner, ohne dabei das große Angriffsfeuerwerk der ersten Hälfte zu wiederholen.
Auch Jesper Tiedemann schnürt Doppelpack
Aber auch so reicht es zu zwei weiteren Treffern durch den stark aufspielenden Jesper Tiedemann, der sich damit für eine ganz starke Leistung belohnt. Beim dritten Treffer wird Tiedemann von Til Küffner perfekt in Szene gesetzt und vollstreckt aus halblinker Position mit einem Flachschuss in das lange Eck.

Den 4:0-Endstand erzielt Tiedemann mit einem direkt verwandelten Freistoß, zugleich seinem 9. Saisontreffer. Erst in der Schlussphase kommen die Gäste durch den eingewechselten Frers zu einer guten Gelegenheit, doch Körtzinger hält für den PSV die Null.
Stimme zum Spiel
PSV Neumünster: Körtzinger – Eberhardt, Latifi, Mahmud (87. Maurus),Werner – Zinkondo, Küffner (74. Assameur) – Möller, Nohns (83. Bouzoumita), Tiedemann (89. Khadi) – Barendt (74. Jansa).
Trainer: Dennis Buthmann und Nils Voss.
SV Preußen 09 Reinfeld: Marco – Czeschel, Becker, Vogel (69. Yussef) – Brügmann (85. Schroeder), Nakai (46. Boebs) – Nagorny, Beck, Miljic (69. Frers) – Dürr (44. Schmalfeld), Kaben.
Trainer: Axel Junker
Schiedsrichter: Tim Jeschkeit (Gettorfer SC).
Assistenten: Hauke Moje und Jesper Rieckmann.
Zuschauer: 207 auf dem Sportplatz an der Stettiner Straße in Neumünster.
Tore: 1:0 Ben-Luca Nohns (10.), 2:0 Ben-Luca Nohns (25.), 3:0 Jesper Tiedemann (59.), 4:0 Jesper Tiedemann (69.).
