Kilia Kiel vs. TuS Rotenhof. © Kilia Kiel
Kilia mit sechs Siegen im Rücken
Sechs Siege am Stück, 27 Punkte auf dem Konto und Platz fünf in der Tabelle – der FC Kilia Kiel reist mit breiter Brust ins Wochenende. Wenn der Landesmeister am Freitagabend den TuS Rotenhof empfängt, scheint auf dem Papier vieles für die Soranno-Elf zu sprechen. Doch Vorsicht: Der TuS ist in dieser Oberliga-Saison ein Gegner, der zu allem fähig!
Rotenhof als Unruhestifter der Liga
Gegen die Spitzenteams bewies das Team von Neu-Trainer Henning Knuth seine Widerstandsfähigkeit: Beim Liga-Primus SV Todesfelde fehlte Rotenhof beim 2:3 nur ein Wimpernschlag zum Coup, gegen den Heider SV (2:3) etwas Glück und beim damaligen Tabellenzweiten Holstein Kiel II gab man eine 2:0-Führung erst tief in der Nachspielzeit aus der Hand beim 2:2. Rotenhof ist das Musterbeispiel eines Gegners, der nie aufgibt – und genau das macht ihn so gefährlich.
In Rotenhof begann Kilias Absturz
Das Hinspiel dürfte Kilia noch in den Knochen stecken. Das 1:1 in Rendsburg war damals der Beginn einer sieben Spiele dauernden Durststrecke, die die Kieler aus dem Meisterrennen warf. Inzwischen aber ist der Motor wieder auf Betriebstemperatur: Sechs Siege in Serie und der klare Blick nach vorn. Vizemeisterschaft? Sicherlich kein verbotenes Wort mehr am Hasseldieksdammer Weg.
Rotenhof kämpft um das dritte Oberliga-Jahr
Rotenhof arbeitet mit Bodenhaftung, aber viel Leidenschaft. Das jüngste 3:1 in Neumünster war ein echter Befreiungsschlag: 17 Punkte, Rang elf – der Klassenerhalt rückt näher, das dritte Oberliga-Jahr fest im Blick. Und Respekt bringt man bei Kilia ohnehin entgegen. „Ich habe riesigen Respekt vor Rotenhof. Ich habe schon öfter gegen sie gespielt und weiß, was die Jungs draufhaben. Sie sind eine robuste, unangenehme Mannschaft, die immer alles gibt. Wir müssen von Anfang an konzentriert sein“, warnt Kilia-Offensivmann Joshua Nwokoma in seinem Statement im Stadionmagazin Kilianer.
Favorit gegen Außenseiter auf dem Papier
Die Zahlen sagen: Kilia ist Favorit. Die Realität des Fußballabends sagt: Der TuS Rotenhof liebt genau diese Rolle. Und wenn das Flutlicht angeht, sind solche Rollenbilder bekanntlich schnell nur noch Theorie.
