Die Jungstörche wieder im Anflug in den ersten 45 Minuten mit Ikem Ugoh gegen Robie Seibt (li., 1. FC Phönix Lübeck U23). © 2026 Ismail Yesilyurt
Starker Beginn der Kieler – Chancen bleiben ungenutzt
Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches Spiel auf gutem Oberliga-Niveau. Phönix Lübeck II startete mit aggressivem Offensivpressing und setzte Holstein Kiel II früh unter Druck. Die Kieler versuchten dennoch, das Spiel kontrolliert von hinten aufzubauen, was ihnen über weite Strecken auch gut gelang. Trotz des hohen Pressings blieb Phönix Lübeck in den Zweikämpfen präsent und störte konsequent.
Die erste große Chance hatte Holstein Kiel in der 5. Minute: Nach einem Eckball kam Islam Matene aus etwa fünf Metern zum Abschluss, schoss den Ball jedoch knapp am Tor vorbei. Nur drei Minuten später hatte Aldin Jakupovic die nächste große Möglichkeit für die „Störche“. Aus rund zehn Metern frei vor dem Tor setzte er den Ball jedoch über die Latte.
Holstein mit klarer Spielkontrolle in der ersten Halbzeit
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit übernahm Holstein Kiel II zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Die Mannschaft hatte mehr Ballbesitz und ließ den Gegner laufen.

In der 21. Minute brachte Niklas Niehoff eine präzise Flanke von der rechten Seite in den Strafraum. Jorden Winter stand etwa acht Meter frei vor dem Tor, köpfte den Ball jedoch über das Gehäuse. Nur wenige Minuten später folgte die nächste große Chance: Lasse Rosenboom spielte einen starken Pass in die Schnittstelle. Islam Matene tauchte frei vor Vladyslav Galytsky auf, doch der Phönix-Keeper reagierte stark und verhinderte die Führung.
Holstein blieb klar spielbestimmend und schnürte die Gäste phasenweise in deren eigener Hälfte ein. In der 35. Minute setzte sich Aldin Jakupovic über halbrechts stark durch und lief allein auf das Tor zu – erneut blieb Vladyslav Galytsky Sieger im Eins-gegen-eins und lenkte den Ball zur Ecke.
Kurz vor der Pause folgte die nächste Großchance: Eine starke Flanke von Cengizhan Koc fand erneut Aldin Jakupovic, der aus etwa fünf Metern frei zum Kopfball kam, den Ball jedoch links am Tor vorbeisetzte.
Zur Halbzeit hätte Holstein Kiel II aufgrund der vielen Chancen eigentlich führen müssen. Phönix Lübeck kam nach einer engagierten Anfangsphase offensiv kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus.
Phönix Lübeck nutzt seine Chancen nach der Pause
Die zweite Halbzeit begann jedoch mit einem Schock für die Gastgeber. In der 46. Minute nutzte Aristeidis Andrikopoulos eine Unachtsamkeit in der Kieler Defensive und brachte Phönix Lübeck II mit 1:0 in Führung. Nur wenige Minuten später folgte der nächste Treffer: In der 51. Minute setzte sich Maximilian Ofosu durch, umkurvte den Torhüter und erhöhte auf 0:2 für die Gäste.

Die überraschende Führung zeigte Wirkung. Holstein wirkte nun verunsichert und produzierte mehrere einfache Fehler im Spielaufbau. Phönix Lübeck übernahm nun mehr Ballbesitz und kontrollierte das Spielgeschehen.
Holstein verkürzt – doch der Ausgleich bleibt aus
In der Schlussphase kam Holstein Kiel II noch einmal zurück ins Spiel. In der 81. Minute flankte Cengizhan Koc den Ball von der rechten Seite in den Strafraum, wo Etienne Sohn zur Stelle war und den Ball zum 1:2-Anschlusstreffer über die Linie drückte. Die Kieler erhöhten nun den Druck und kamen zu weiteren Möglichkeiten, doch Vladyslav Galytsky im Tor von Phönix Lübeck zeigte mehrere starke Paraden und hielt den Sieg fest.
Fazit
Holstein Kiel II verpasste es, das Spiel bereits in der ersten Halbzeit zu entscheiden. Trotz klarer Feldüberlegenheit und zahlreicher Chancen blieb ein Treffer zunächst aus – auch, weil Vladyslav Galytsky im Tor der Gäste mehrfach stark reagierte.
Phönix Lübeck II zeigte sich nach der Pause deutlich effektiver und nutzte seine Chancen konsequent. Die Treffer von Aristeidis Andrikopoulos (47.) und Maximilian Ofosu (51.) brachten die Gäste auf die Siegerstraße. Der späte Anschlusstreffer von Etienne Sohn (81.) kam für Holstein letztlich zu spät.
Unter dem Strich geht der Auswärtssieg für Phönix Lübeck II aufgrund der starken zweiten Halbzeit nicht unverdient über die Bühne.
Stimmen zum Spiel
Holstein Kiel II: Rothenhagen – Parduzi (61. Boelter), Roslyng, Medlin, Rosenboom – Ugoh, Koc, Niehoff (77. Borges) – Winter, Matene (61. Knaak) – Jakupovic (46. Sohn).
Trainer: Willi Weiße.
1. FC Phönix Lübeck II: Galytsky – Bamba (83. Simsek), Hüneburg, Achtenberg, Knott – Seibt – Andrikopoulos (77. Enseleit), Degirmenci (90.+3 Blazheski), Jablonski, El Shaikh (69. Hadj) – Ofosu.
Trainer: Kevin Wölk.
SR: Hauke Moje (Osterrönfelder TSV).
Ass.: John Wilhoeft, Jesper Rieckmann
Z.: 150.
Tore: 0:1 Aristeidis Andrikopoulos (46.), 0:2 Maximilian Ofosu (51.),1:2 Etienne Sohn (81.).
