Hattstedt landet Befreiungsschlag im Tabellenkeller mit 6:2-Erfolg gegen Heide

von Olaf Wegerich

Kapitän Ruda Jaber und Auftseiger TSV Hattstedt machen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. © 2025 Ismail Yesilyurt


Bewegung im Tabellenkeller: Der TSV Hattstedt hat im Freitagabendspiel der Landesliga Schleswig vorgelegt. Im Duell der Aufsteiger konnte sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Kiesbye im Westküsten-Duell gegen die U23 des Heider SV dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte klar mit 6:2 (2:2) durchsetzen. Durch den höchsten Saisonerfolg ist Hattstedt erstmalig der Sprung auf den 11. Platz gelungen. Mit großer Spannung schaut man nun auf die sonntäglichen Duelle der Mitkonkurrenten im Abstiegskampf. Für den Tabellenletzten aus Heide, der in Hattstedt mit Jan Wansiedler aus dem Oberligakader angetreten war, wird die Luft bei nur noch acht verbleibenden Punktspielen immer dünner.

Kuriose Gegentore und schnelle Antworten

Die Gastgeber erwischten zunächst einen guten Start in die Partie und kamen dabei auch zu einigen gefährlichen Abschlüssen, die jedoch das Gästetor verfehlten. Der Heider Führungstreffer entstand dann aus einer kuriosen Situation nach einem langen Ball, als Gästespieler Thore Brügmann (6.) den Ball mit den Knien berührte und dieser dann in das leere Tor sprang. Wenig später gelang den Gastgebern durch Oke Paulsen (20.) der 1:1-Ausgleich.

„Wir haben uns nicht aus der Fassung bringen lassen und weiter Druck gemacht und bekommen dann wieder so ein Osterei“, bemängelte der Hattstedter Coach Sebastian Kiesbye nach dem erneuten Rückstand.

Diesmal war es erneut ein langer Ball, doch beim Klärungsversuch traf Torhüter Hinz einen eigenen Mitspieler, und von dort trudelte der Ball zu Hark Dreyer (31.), der wenig Mühe hatte, in das verwaiste Tor zur erneuten Gästeführung einzuschieben. Aber keine vier Minuten später gelang den Gastgebern noch vor der Pause durch Rinor Ademi (35.) der schnelle 2:2-Ausgleich.

Dominante zweite Halbzeit bringt klaren Sieg

„In der Halbzeit sagte ich der Mannschaft, dass man es kaum begreifen kann, dass sie hier ein super Spiel abliefert, es aber nur 2:2 steht“, sagte Kiesbye. Doch der zweite Durchgang wurde dann eine ziemlich deutliche Angelegenheit aus Sicht der Gastgeber.

Der erste Sieg, das in einem wichtigen Spiel, ist für Coach Sebastian Kiesbye und dem TSV Hattstedt unter Dach und Fach. © 2025 Ismail Yesilyurt
Coach Sebastian Kiesbye. © 2025 Ismail Yesilyurt

Nach der Pause waren die Gastgeber klar dominierend gegen nachlassende Heider. Immer wieder konnten sich die zielstrebigen Hausherren über die Außenpositionen erfolgreich durchsetzen. So auch beim Doppelpack durch Dennis Jessat (52./56.), der binnen vier Minuten auf 4:2 für die stark aufspielenden Hattstedter erhöhen konnte.

Damit war das Spiel frühzeitig für die Gastgeber entschieden, die damit auch erfolgreich Revanche für die 1:2-Hinspielniederlage nehmen konnten. Nach einem Eckball traf Rinor Ademi (75.) mit seinem zweiten Treffer zum zwischenzeitlichen 5:2 für die Gastgeber, ehe Anas Boukara (79.) mit einem Eigentor das halbe Dutzend für die Gastgeber vollmachte.

„Zur Halbzeit ziemlich ausgeglichen. Würde ich so sagen. In der zweiten Halbzeit dann ist Hattstedt dann wesentlich besser geworden. Wir konnten das nicht mehr so ganz alles zuordnen“, sah HSV-Chefcoach Sven Hinz, wie seine Spieler in Unterzahl „völlig zurecht auch in der Höhe verdient 6:2 verloren“.

Stimmen zum Spiel

Sven Hinz (Trainer Heider SV II)
Sebastian Kiesbye (Trainer TSV Hattstedt)

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