Driton Gashi (TSV Klausdorf), der hier den Ball gegen Kosovar Morina (SVE Comet) abschirmt,macht sein 13. und 14. Saisontor. © 2025 Ismail Yesilyurt
Für den TuS Jevenstedt wird die Luft im Tabellenkeller immer dünner. Stark ersatzgeschwächt verlor die Mannschaft von Trainer Guido Wieck ihr Heimspiel gegen den TSV Klausdorf durch einen Doppelpack von Driton Gashi etwas unglücklich mit 1:2 (1:1).
Nach der vierten Niederlage im fünften Spiel des Jahres belegen die Jevenstedter weiterhin den 14. Tabellenplatz und bleiben stark abstiegsgefährdet. Mit einem Nachholspiel gegen den TSB Flensburg am Ostersamstag besteht jedoch noch eine Chance auf wichtige Punkte.
Der TSV Klausdorf hat durch seinen vierten Auswärtssieg wieder Anschluss an die Verfolgergruppe gefunden. Allerdings beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz weiterhin sieben Punkte – es braucht also ein kleines Wunder, um den ESV noch vom zweiten Platz zu verdrängen.
Till trifft zur frühen Führung
Die personell arg gebeutelten Gastgeber, die ihren Kader mit sechs Spielern aus der zweiten Mannschaft (Vorletzter in der Kreisliga) auffüllen mussten, erwischten einen guten Start. In einem intensiv geführten Spiel brachte Lars Till (11.) den TuS früh in Führung.

Klausdorf reagierte prompt, übernahm die Initiative und drängte die aufopferungsvoll kämpfenden Jevenstedter tief in die eigene Hälfte. Trotz klarer Feldvorteile gelang es den Gästen zunächst jedoch nicht, sich gegen die kompakte Abwehr zwingende Torchancen zu erarbeiten.
Foulelfmeter bringt den Ausgleich
Erst ein zu kurzer Rückpass brachte die Wende: Driton Gashi erkannte die Situation, wurde im Strafraum zu Fall gebracht und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst souverän zum 1:1.
Nach dem Seitenwechsel verlor die ohnehin hart umkämpfte Partie zunehmend an Spielfluss. Viele Verletzungsunterbrechungen führten zu einer langen Nachspielzeit von nahezu zehn Minuten. Klare Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware.
Battermanns Geistesblitz entscheidet die Partie
Die Entscheidung fiel schließlich durch einen „Geistesblitz“ von Paul Battermann, wie sein Trainer später betonte. Battermann setzte Gashi gekonnt in Szene, der aus rund 16 Metern zum 2:1 für Klausdorf traf.
Stimmen zum Spiel
Guido Wieck (TuS Jevenstedt):
„Klausdorf wird wahrscheinlich sagen, dass sie zu Recht gewonnen haben – das sehe ich etwas anders. Sie waren optisch überlegen, haben sich aber kaum klare Chancen erspielt. Wir haben gegen den Ball sehr gut gearbeitet, in der zweiten Halbzeit sogar noch besser. Beide Gegentore waren aus meiner Sicht unglücklich. Angesichts der personellen Situation bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden.“
Dennis Trociewicz (TSV Klausdorf):
„Den Sieg haben wir uns durch zwei Verletzungen teuer erkauft. Bis zur Pause haben wir auf einem schwer bespielbaren Platz dennoch versucht, kontrollierten und ansehnlichen Fußball zu spielen.“
TUS Jevenstedt: Jeromin – Tom Solterbeck, Lühder, Gunther, Ranck (90+1 Thore Solterbeck) – Hogrefe, Hüttmann (90+1 Sievers), Till (62. Grünau), Peters (20. Sofia), Grell (90+1 Rohwer) – Seefeldt.
Trainer: Guido Wieck.
TSV Klausdorf: Gutsmann – Grossmann (36. Battermann), Holst, L. Petersen, Waschko – Schwee (90+4 Marxen), Hakaj (78. Wölhk), Knöfel, Hartlep (62. Duncan-Williams) – Gashi, Mordhorst (75. Spliedt).
Trainer: Dennis Trociewicz.
Schiedsrichter: Jonas Petersen (TSV Ladelund).
Assistenten: Fynn Luca Schmidt und Morten Dumstrei.
Zuschauer: 172 in Jevenstedt.
Tore: 1:0 Lars Till (11.), 1:1 Driton Gashi (40. Foulelfmeter), 1:2 Driton Gashi (83.).
