Fabian Feißt (re., TSV Altenholz), hier gegegn Jonathan Siebenschuh (IF Stjernen Flensborg bringt Altenholz per Elfer erneut in Front. © 2025 Ismail Yesilyurt
Ein Tropfen auf dem heißen Stein? Oder die letzte Möglichkeit, das rettende Ufer noch zu erreichen? Nach dem 3:1-Erfolg des TSV Altenholz im Kellerduell gegen IF Stjernen Flensborg hat der Tabellenvorletzte auf jeden Fall einen Platz gut gemacht und die Flensburger überholt. Zwar trennen die Gelb-Schwarzen mindestens noch 8 Punkte vom Nächstplatzierten, der den Relegationsplatz 13 besetzt, aber die Einstellung stimmte und das Potenzial für die Landesliga haben die Altenholzer, in den letzten 8 Punktspielen ein kleines Wunder zu generieren.
„Wir gucken von Spiel zu Spiel. Und der erste Domino-Stein muss fallen. Der ist heute gefallen und jetzt kommt nächste Woche das nächste Spiel und so arbeiten wir uns durch Rest der Saison“, beschreibt TSVA-Übungsleiter Nils Lenschau seine Step-by-Step-Anleitung auf den Klassenerhalt.

Und auch das Quäntchen Glück ist in der Rezeptur für den Klassenverbleib enthalten. Nach langer Zeit endlich auch wieder mal zugunsten der Altenholzer in einer Partie, die kämpferisch von beiden Seiten auf jeden Fall in der zweiten Halbzeit richtig stark geführt wurde.
Nach der Pause ist es Schiedsrichter Jörn Göttsch, der sich für die Gastgeber in Fortuna verwandelt. Dem Foul von Jasper Carstens, der zum sicher verwandelten Elfmeter von Fabian Feißt zum 2:1 führt, geht ein Foulspiel der Altenholzer vor dem IF-Strafraum voraus. Nur eine Minute später begeht Justus Leip an der Mittellinie bei einem Flensburger Konter ein Foul an Denny Pawlowski. Der Flensburger hätte ansonsten eine freie Bahn auf das Altenholzer Gehäuse vorgefunden. Der Referee zückt den gelben Karton, über den roten hätte sich die Heimelf auch nicht beschweren dürfen.

Wie man den Abstieg entgehen kann, hört man in der 70. Minute – bis dato hat sich vor den Toren nicht viel getan, dafür umso intensiver zwischen den Boxen – von einem Altenholzer Kicker: „Hier musst du ackern ohne Ende“. Das machen die Gelb-Schwarzen genauso wie die Gäste. Mit dem kleinen Unterschied, dass bei der Lenschau-Elf der Wille stärker ausgeprägt ist.
„Trotzdem muss man sagen, schlichtweg waren wir nicht bereit genug. Ist meine Meinung. Das ist halt blöde, weil du heute einen Sprung hättest machen können“, erkannte Stjernen-Coach Sandro Holland.
Pierre Webessie, der eine gute Offensivbrise mit seiner Einwechselung mitbringt, entscheidet dann mit einer feinen Einzelleitung zum 3:1. „Das war der erste Streich“, hört man nach dem Spiel aus dem Mannschaftskreis des TSV Altenholz, „glaubt an euch.“
Stimmen zum Spiel
TSV Altenholz: Schwarz – Baesler, Bodendorf (54. Mathea), Leip, Krege (64. Webessie) – Hunze, Olsiewski – Ellwanger, Feißt, Bansemer (46. Theel) – Schäfer.
Trainer: Nils Lenschau.
IF Stjernen Flensborg: Walter – Carstens (87. Polland), Hockenberger, Lüthje, Ron Hansen – Siebenschuh, David Pawlowski – Khan (77. Tappe), Lau (64. Kratz), Röh – Denny Pawlowski.
Trainer: Sandro Holland.
Schiedsrichter: Jörn Göttsch (TSV Lütjenburg).
Assistenten: Jan Plath, Olivier Guillon.
Zuschauer: 125 auf dem Sportplatz des TuS Jevenstedt.
Tore: 1:0 Mats Ellwanger (8.), 1:1 Niklas Lüthje (35., FE), 2:1 Fabian Feißt (49., FE), 3:1 Pierre Webessie (83.).