ESV-Torschütze Henrik Stöterau. © Ismail Yesilyurt
Der Eckernförder SV hat sich in einem intensiven und umkämpften Spiel mit 1:0 gegen den TSV Hattstedt durchgesetzt. Wie erwartet entwickelte sich keine fußballerisch glanzvolle Partie, sondern ein Duell, das vor allem über Zweikämpfe, Mentalität und Disziplin entschieden wurde.
Viel Kampf, wenig Räume
Von Beginn an war klar zu erkennen, dass Hattstedt einen klaren Matchplan verfolgte. Die Gäste standen tief, machten die Räume eng und wollten insbesondere die langen Bälle des Gegners in die Halbräume unterbinden. Entsprechend entwickelte sich eine sehr zweikampfbetonte Begegnung.
Eckernfördes Trainer Maik Haberlag hatte genau das erwartet und beschrieb den Gegner als „unangenehm“ und „eklig“ zu bespielen, weil immer wieder intensive Eins-gegen-eins-Duelle entstanden. Tatsächlich tat sich der Favorit schwer, spielerische Lösungen zu finden.
Die beste Chance der ersten Hälfte resultierte aus einer Flanke, ansonsten verteidigte Hattstedt – wie auch Trainer Sebastian Kiesbye später betonte – „sehr, sehr gut“ und ließ kaum etwas zu. Offensiv blieb der TSV allerdings zu harmlos, sodass es torlos in die Pause ging.
Der entscheidende Moment
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel lange zäh – bis zur 54. Minute. Nach einem Angriff über die Außenbahn brachte Eckernförde den Ball flach in den Rückraum. Dort stand Henrik Stoeterau frei und verwandelte souverän zum 1:0.
Haberlag hob nach der Partie hervor, dass dieser Angriff einer der wenigen sauber ausgespielten gewesen sei. Insgesamt blieb die Partie chancenarm, vieles spielte sich weiterhin in intensiven Duellen im Mittelfeld ab.
Hattstedt hält dagegen
Trotz des Rückstands ließ sich Hattstedt nicht hängen. Die Gäste arbeiteten weiter konzentriert gegen den Ball und versuchten nun auch, offensiv Nadelstiche zu setzen.

Die größte Szene brachte dabei reichlich Diskussionen mit sich: Ein möglicher Ausgleich wurde wegen einer knappen Abseitsentscheidung zurückgenommen. Kiesbye sprach im Nachgang von einer „unfassbar scharfen Entscheidung“, die genauso gut hätte weiterlaufen können.
In der Schlussphase erhöhte der TSV den Druck, kam aber nicht mehr entscheidend zum Abschluss. Eckernförde verteidigte den knappen Vorsprung mit viel Einsatz über die Zeit.
Fazit
Am Ende entscheidet ein einziger Moment eine ansonsten ausgeglichene und kampfbetonte Partie. Der Eckernförder SV zeigt die nötige Effizienz und sichert sich drei Punkte – auch dank der Mentalität, wie Haberlag betonte, zwei Spiele innerhalb von 48 Stunden erfolgreich zu bestreiten.
Der TSV Hattstedt hingegen kann trotz der Niederlage Positives mitnehmen: eine disziplinierte Defensivleistung, großer Einsatz und ein Auftritt, auf den sich laut Kiesbye „definitiv aufbauen lässt“.
Stimmen zum Spiel
Eckernförder SV: Suhr – Bamler, Clausen, Andreas, Wolf, Huber (67. Behrens) – Justen (83. Woting), Richter (60. Mohr), Wagner (52. Stoeterau) – Dagtekin (46. Apitz), Wölki.
Trainer: Maik Haberlag.
TSV Hattstedt: Hinz– Jorden, Poschkamp (73. Jonas Heider), Wetzel, Baouche – Yassine (60. Thiesen), Ruda Jaber (64. Sander), Ludwig – Völker (73. Jessat), Ademi, Nour Jaber (60. Michelsen).
Trainer: Sebastian Kiesbye.
Schiedsrichter: Oliver Knoll (Eutin 08).
Assistenten: Johannes Fritze, Malik Matthies.
Zuschauer: 90.
Tor: 1:0 Henrik Stoeterau (54.)
TABELLE
| Pos | Verein | Sp. | Pkt. | Tore |
|---|---|---|---|---|
| 1 | TSB Flensburg (Ab) | 23 | 65 | 86:17 |
| 2 | Eckernförder SV (Ab) | 23 | 51 | 52:22 |
| 3 | SV Frisia 03 Risum-Lindholm | 23 | 43 | 64:35 |
| 4 | SpVg Eidertal Molfsee (Ab) | 24 | 42 | 76:50 |
| 5 | SSG Rot-Schwarz Kiel | 22 | 41 | 47:42 |
| 6 | TSV Klausdorf | 23 | 38 | 57:46 |
| 7 | TSV Rantrum | 23 | 37 | 72:48 |
| 8 | SC Weiche Flensburg 08 II | 23 | 35 | 55:44 |
| 9 | SV Dörpum | 23 | 28 | 55:51 |
| 10 | TSV Kronshagen | 24 | 25 | 27:33 |
| 11 | TSV Friedrichsberg-Busdorf | 23 | 25 | 42:62 |
| 12 | TSV Kropp | 23 | 23 | 34:54 |
| 13 | TSV Hattstedt (Auf) * | 24 | 22 | 38:61 |
| 14 | TuS Jevenstedt | 23 | 21 | 28:55 |
| 15 | SVE Comet Kiel (Auf) | 24 | 14 | 33:80 |
| 16 | Heider SV II (Auf) * | 24 | 9 | 37:103 |
* Punktabzug berücksichtigt.
