Eckernförde nach 2:1-Arbeitssieg gegen Rantrum weiter Zweiter

von Olaf Wegerich

Leon Apitz (li., Eckernförder SV) steht zur rechten Zeit am rechten Fleck für das 1:0. © Ismail Yesilyurt


Knappe Sache am Bystedtredder: Der Eckernförder SV lässt im Kampf um den Relegationsplatz, der zu den Aufstiegsspielen in die Flens-Oberliga berechtigt, nicht locker. Am Sonntagnachmittag konnte nach harter Gegenwehr der starke TSV Rantrum nach einer soliden Leistung mit 2:1 (1:0) niedergerungen werden. Durch den Erfolg hat sich der ESV eine gute Ausgangsposition geschaffen, denn der hartnäckigste Verfolger, die SpVg Eidertal Molfsee, hat bei zwei Punkten Rückstand auch bereits zwei Spiele mehr ausgetragen. Mit drei Siegen hat die Mannschaft von Trainer Maik Haberlag einen optimalen Start in das neue Jahr hingelegt.

ESV schwung- und druckvoll aus der Kabine

Bei guten äußeren Bedingungen begannen die Gastgeber zunächst sehr schwungvoll und konnten in den ersten zwanzig Minuten die Gäste aus Rantrum in deren Hälfte einschnüren. Nachdem die Elf von Trainer Erik von Lanken die Anfangsoffensive der Gastgeber unbeschadet überstanden hatte, konnte sie die chancenarme Partie deutlich ausgeglichener gestalten und selbst Akzente setzen, ohne dabei große Torgefahr zu versprühen.

Coach Maik Haberlag (mitte, Eckernförder SV). © 2024 Ismail Yesilyurt
Coach Maik Haberlag (mitte, Eckernförder SV) schickte sein Team vollgeladen auf dem Platz. © Ismail Yesilyurt

Der ESV hatte einige gute Szenen im Spielaufbau, entwickelte aber nur in zwei Situationen Torgefahr. Nach einem zweiten Ball von David Wagner war Torhüter Timon Hansen zur Stelle und konnte klären, und nach einem Eckball, bei dem sich Jost-Bennet Andreas zwar gut abgesetzt hatte, köpfte er knapp neben das Tor.

Leon Apitz tunnelt Timon Hansen zum 1:0-Pausenstand

Mit etwas Spielglück konnten die Gastgeber noch vor der Pause den nicht unverdienten Führungstreffer erzielen. Nach einem Pass von Paul Richter fiel der Ball auf Umwegen unfreiwillig vom Knie eines Rantrumer Abwehrspielers direkt vor die Füße des völlig freistehenden Leon Apitz (45.), der mit viel Ruhe durch die Hosenträger von Torhüter Timon Hansen zum 1:0 einschob.

Nach der Pause verflachte das Spiel dann zunehmend, und es kam nur noch selten zu Torraumszenen. Eine der ganz wenigen für die sehr kompakt stehenden Gastgeber setzte Leon Apitz knapp neben das Tor. Rantrum konnte sich bis dahin zwar keine Chancen herausspielen, so lebte das Spiel aber weiter von der Spannung.

Luc Justen aus dem Rückraum zum 2:0

Der so wichtige zweite Treffer gelang dem ESV nach einem gewonnenen Kopfballduell von Malte Clausen, der für Luc-Jonathan Justen (75.) ablegte, der dann aus dem Rückraum zum 2:0 traf. Doch Rantrum machte es in der Schlussphase noch einmal spannend. Nach einem Pass von Jannik Reichenberg aus der letzten Linie landete der Ball bei Damian Krause (82.), der auf 2:1 verkürzen konnte.

Stian Waschko (li., TSV Klausdorf) gegen Damian Krause (TSV Rantrum). © 2024 Ismail Yesilyurt
Rantrums Flügelflitzer Damian Krause (re.) verkürzte auf 1:2. © Ismail Yesilyurt

Spannende Rantrumer Schlussoffensive

Danach hatten die Gastgeber noch einige bange Minuten zu überstehen, denn Rantrum warf noch einmal alles nach vorne, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch nach einem Eckball in der Nachspielzeit wurde ein Schussversuch von Broder Hansen erfolgreich geblockt.

Stimmen zum Spiel

Trainer Maik Haberlag (Eckernförder SV):
„Grundsätzlich glaube ich, dass der Sieg in Ordnung geht. Rantrum war ein starker Gegner. Ich bin stolz auf die Defensivleistung. Trotzdem haben wir wenig zugelassen. In diesem Jahr haben wir aus den drei Spielen neun Punkte geholt. Das ist perfekt.“

Trainer Erik von Lanken (TSV Rantrum):
„Wollten erst mal eine defensive Stabilität herstellen. Die ersten zehn Minuten hat Eckernförde viel Druck gemacht, ist uns hoch angelaufen, hat uns eigentlich kaum ins Spiel kommen lassen. Wir sind kaum über die Mittellinie gekommen, aber ja, konnten uns eigentlich ganz galant dann doch über die ersten zehn Minuten retten. Allerdings hätten wir gerne zum Ende hin dann doch zumindest einen Punkt dort noch mitgenommen. Aber ja, dafür aufgrund der spielerischen Mängel in der ersten Halbzeit wäre das vielleicht auch ein bisschen zu viel verlangt für das Spiel.“

ähnliche Artikel

Consent Management Platform von Real Cookie Banner