Dreifache Führung – doch Dörpum holt 3:3 bei Friedrichsberg

von Ismail Yesilyurt

Der eingewechselte Daniel Schubert (TSV Friedrichsberg-Busdorf) trifft zum 3:2 und muss dann verletzt raus. © Ismail Yesilyurt


Der TSV Friedrichsberg-Busdorf führte dreimal gegen den SV Dörpum in der Landesliga Schleswig, doch die Nordfriesen drehten nach und sicherten sich durch Finn Christiansen (sechstes Saisontor) einen 3:3-Ausgleich. Dörpum holte damit Punkt 25 und hält sechs Zähler Vorsprung auf Relegation. Friedrichsberg verließ den direkten Abstiegssitz, ist aber punktgleich.

TSV vorne – Dörpum beißt zurück

Nach einem zerfahrenen Start traf Clemens Goos per Kopf aus einer Standardsituation zum 1:0. Dörpum glich rasch aus: Kevin Schickedanz verwandelte eine Ecke direkt. TSV-Trainer Michael Schröder nannte es „überflüssige Tore“. Jonas Goos per Elfmeter brachte die Gastgeber wieder in Führung, nach Foul an Jan Böhnert, der verletzt ausgewechselt werden musste.

Foulelfmeter-Drama vor der Pause

Aber Dörpum konterte erneut: Simon Bahnsen traf vom Punkt. Schröder zweifelte: „Ja, zweifelhaft oder geschmeichelt ist, glaube ich, hier das richtige Wort. Also weiß ich nicht genau, ob der gerechtfertigt war. Müssen andere beurteilen“, war es aus Sicht von Schröder kein Elfmeter Noch vor der Pause traf Tim Asmussen in der Begegnung, in der es Hin und Her ging, nach Vorarbeit von Daniel Möllner zum 3:2. Asmussen lässt seinen Gegenspieler stehen und trifft durch die Hosenträger von Keeper Erk Christiansen zur dritten Führung für die Gastgeber.

Intensives Kopf-an-Kopf-Rennen

Die Partie blieb auch nach der Pause körperbetont. Wobei das Spiel sich nicht für eine Seite entscheiden konnte. Friedrichsberg und auch Dörpum hatten Gelegenheiten das nächste Tor zu machen. Auch nach dem 3:3 durch Christiansens Kopfball aus einem Einwurf für die Gäste.„Unheimlich intensives Spiel von beiden Seiten“, resümierte Schröder und fügte später hinzu, „sehr viel Sauerstoff gekostet, das Spiel.“ Dörpums Trainer Thies Borchardt kritisierte: „Waren da im Abwehrverhalten zu inkonsequent, haben da zu viele Fehler gemacht. Gegner irgendwie auch immer wieder in Situationen eingeladen. Und ja, so was wird dann bestraft.“

Bei Torge Ebsen, hier vor Salih Ramo (SpVg Eidertal Molfsee), und dem SV Dörpum stimmte der Kampf wie immer. © 2026 Ismail Yesilyurt
Bei Torge Ebsen, hier vor Salih Ramo (SpVg Eidertal Molfsee), und dem SV Dörpum stimmte der Kampf wie immer. © 2026 Ismail Yesilyurt

„Gerechtes Unentschieden“ im Kellerduell

Schröder lobte sein Team für Einhaltung der Marschroute: „Also, ich habe jetzt zwei Spiele gegen SV Dörpum gemacht – wollte eigentlich immer den spielerischen Ansatz da irgendwie finden. Das ist beide Male wirklich auch in die Hose gegangen. Entsprechend wollten wir heute mehr oder weniger deren Spiel ein bisschen mit annehmen und mit unglaublicher Physis auch gegenhalten. Ich finde, das ist insgesamt wirklich dauerhaft gut gelungen. Also da auch wirklich ein Kompliment, dass die Truppe das so durchgehalten hat.“

„Wussten, dass Friedrichsberg zu Hause sehr unangenehm ist zu bespielen. Waren da im Abwehrverhalten zu inkonsequent, haben da zu viele Fehler gemacht, Gegner irgendwie auch immer wieder in Situationen eingeladen. Wurde es dann zweite Halbzeit besser. Wehren uns dann noch mal mit allen Mitteln, aber es war fußballerisch absolut kein Leckerbissen von beiden Teams“, so Spielertrainer Thies Borchardt.

Janne Sievers fast Schleswiger Held

Für die gastgebenden Schleswiger wäre U19-Kicker Janne Sievers fast noch zum Matchwinner geworden. Für den verletzten Daniel Schubert eingewechselt in der 85. Minute lag das 4:3 auf dem Fuß.

Stimme zum Spiel

Thies Borchardt (Trainer SV Dörpum)

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