Christopher Kramer (mitte, VfR Neumünster) bei seinem Tor im Hinspiel aus der letzten Saison gegen den VfB Lübeck II. © 2024 Olaf Wegerich
Am späten Dienstagabend konnten die Veilchen aus Neumünster gegen die U21 des VfB Lübeck auf dem Kunstrasen der Lohmühle erneut testen. Die Grün-Weißen belegen nach dem Oberligaabstieg zurzeit den 2. Tabellenplatz der Landesliga-Südstaffel. In den letzten beiden Oberligajahren hatte der Regionalliganachwuchs des VfB Lübeck die Heimspiele gegen Rasensport zweimal souverän gewonnen (5:1, 3:1). Allerdings hat das aktuelle Team von Trainer Oliver Stutzky personell kaum noch Gemeinsamkeiten mit den Mannschaften der Vorjahre.
Rasensport dezimiert
Bei den Gästen mussten nach dem Phönix-Spiel am Sonntag neben Kenny Korup und Sven Freitag nun auch Raffael Krause, Nick Neca, Kastriot Alija und Christoph Kahlcke (alle angeschlagen) passen. Dafür war Jonas Schomaker wieder dabei, der als zentraler Innenverteidiger in der Dreierkette anstelle von zuletzt Korup bzw. Kahlcke agierte.
Stutzky-Elf verlegt sich aufs überfallartige Kontern
Oliver Stutzky hat einen klaren Plan. Seine Elf zieht sich zunächst komplett zurück, um dann blitzschnell umzuschalten. Das klappt in den ersten zehn Minuten hervorragend. Artur Galtsew scheitert freistehend an Jose Aguirre Dardon im VfR-Tor. Das hätte das frühe 1:0 sein können. Außerdem war der clevere Schomaker zu einem Foul gezwungen, um das schnelle Konterspiel mit unlauteren Mitteln zu stoppen. Im Punktspiel wäre das ganz frühes Gelb gewesen.
VfR bestimmt Partie
Dann jedoch übernimmt der Oberligist immer mehr das Kommando. Nach starker Vorarbeit vom agilen Rechtsaußen Jordan Markwardt erzielt Manuel Carvalho seinen ersten Treffer für Rasensport (32.).

Viele Wechsel in und nach der Pause
Zur Pause wechselte Stutzky alle Ergänzungsspieler ein. Die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit gehörte dann fast komplett dem VfR. Bis auf eine Ausnahme: Der zur Pause gekommene VfR-Stammkeeper Christopher Newe musste sich mächtig strecken, um den Einschlag nach einem Missverständnis im Spielaufbau zu verhindern. Da stand es aber nach Markwardts Kopfballtor (51.) schon 0:2. Wenig später erhöhte Ilir Serifi per Freistoß (58.) auf 0:3. Markwardt war gefoult worden.
Liga-Debüt für Eddy Kovacevic
Nach einer guten Stunde dann auch beim VfR ein Dreifachwechsel. U19-Akteur Eddy Kovacevic feierte seinen ersten Einsatz in der Oberliga-Mannschaft.
VfB wieder besser im Spiel
Anschließend fand die Heimelf wieder besser ins Spiel, konnte sich aus der permanenten Umklammerung lösen. Zwar hatte auch der VfR weiterhin die besseren Chancen (Carvalho 63., Markwardt 74., Diler 84., Lewinski hielt jedes Mal hervorragend), aber bezeichnenderweise jeweils nach Kontern.
Fazit: Jedes Testspiel nach der Schneezeit ist äußerst wichtig.
VfB Lübeck II: Lewinski – da Silva, Vihrog (46. Boll), Grabowski, Goerke – Hadj, Toschka (46. Heins), Sachau (46. Schreyer) – Al Sadi, Goldmann (46. Filimonenko), Galtsew.
Trainer: Oliver Stutzky.
VfR Neumünster: Aguirre Dardon (46. Newe) – Schilling, Schomaker, Lippegaus (60. Kovacevic) – Karaman (46. Akcicek), Schulz – Markwardt, Mehmeti, Serifi (60. Arshakyan) – Adesanya (60. Diler), Carvalho.
Trainer: Danny Cornelius.
Schiedsrichter: Hendrik Plambek (VfL Vorwerk).
Assistenten: Lukas Klingelhöfer, Ralf Christ.
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 (32.) Carvalho, 0:2 (51.) Markwardt, 0:3 (58.) Serifi.
