Antonio Verinac aus Lübeck in die Super League zum FC St. Gallen

von Ismail Yesilyurt

Energischer Antritt von Antonio Verinac vom VfB Lübeck. © 2025 Olaf Wegerich


Der VfB Lübeck verabschiedet Antonio Verinac, der mit sofortiger Wirkung zum FC St. Gallen 1879 in die erste Schweizer Liga wechselt. Der aktuelle Tabellendritte der Super League ermöglicht dem 21-jährigen Offensivspieler damit den nächsten großen Schritt in seiner noch jungen Karriere. Für Verinac öffnet sich damit die Tür zu einer der spannendsten Bühnen des Schweizer Fußballs.

Vom Hoffnungsträger zum Leistungsträger

Der gebürtige Hamburger hat sich seit seinem Wechsel zum VfB Lübeck schnell zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft entwickelt. Mit seiner physischen Präsenz, seinem Ehrgeiz und seinem Auftreten auf und neben dem Platz war er stets ein Spieler, der voranging und sich voll mit dem Verein identifizierte. In der laufenden Saison kam der 1,93 Meter große Mittelstürmer in der Regionalliga Nord regelmäßig zum Einsatz und wusste mit Toren, Einsatzbereitschaft und mannschaftsdienlichem Spiel zu überzeugen.

Stationen einer schnellen Entwicklung

Der Stürmer war seit dem 1. Juli 2025 für den VfB Lübeck aktiv, nachdem er zuvor unter anderem beim ETSV Hamburg in der Oberliga sowie Stationen bei 1. FC Köln II, SSV Jeddeloh II und Lok Leipzig durchlaufen hatte. Jede dieser Etappen war wie ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einem Stürmer, der nun reif für die höchste Spielklasse ist.

Augen auf! Ein Traum von Antonio Verinac (VfB Lübeck) wird wahr. © 2025 Ismail Yesilyurt
Augen auf! Ein Traum von Antonio Verinac (VfB Lübeck) wird wahr. © 2025 Ismail Yesilyurt

Zahlen, die für sich sprechen

In der Saison 2025/26 kam Antonio für den VfB Lübeck in der Regionalliga Nord auf 12 Tore und 3 Vorlagen in 20 Einsätzen. Eine Bilanz, die sein Gesamtpaket unterstreicht und eine gute Visitenkarte auf dem Weg nach oben war.

Verständnis von VfB-Vereinsführung für großartigen Schritt

„Antonio hat sich in seiner Zeit bei uns sportlich wie menschlich stets vorbildlich verhalten und kontinuierlich weiterentwickelt. Mit seiner Größe, Athletik und Abschlussstärke hat er sich sofort etabliert und deutlich gemacht, dass er das Potenzial besitzt, nachhaltig im Profifußball Fuß zu fassen“, so Sebastian Harms, Sportvorstand des VfB Lübeck. „Antonio ist sportlich zu gut für die Regionalliga Nord geworden. Einerseits ist das natürlich erfreulich gewesen, gleichzeitig aber auch in gewisser Weise bedauerlich, kann unser Verein mit diesem Entwicklungstempo aktuell noch nicht Schritt halten.“

Der VfB Lübeck bedauert den Abgang, ist aber gleichzeitig stolz, da der Wechsel die Arbeit beim VfB bestätigt und dieser Transfer für einen Regionalligisten nicht alltäglich ist: „Wir hätten Antonio sportlich natürlich sehr gerne noch länger bei uns behalten, allerdings zeichnete sich schon zuletzt ab, dass das Interesse an ihm dermaßen groß ist, dass eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus nicht mehr umsetzbar sein würde“, erklärt Harms.

„Als in den vergangenen Tagen das Transferangebot konkret wurde und auch der Spieler deutlich gemacht hat, diesen Schritt sofort gehen zu wollen, mussten wir uns damit natürlich professionell auseinandersetzen. Die erzielte Ablöse, bei der kurzen Restlaufzeit des Vertrags, hilft unserem Verein bei der Bewältigung unserer wirtschaftlichen Herausforderungen aktuell sehr. Gleichzeitig konnten wir Antonios Wechselwunsch sportlich nachvollziehen und haben jetzt für alle Seiten eine gute Lösung gefunden. Seine Tore werden uns natürlich fehlen und wir werden diese durch andere Spieler in unserer Offensive mit deren Qualitäten ersetzen müssen, aber wir sind davon überzeugt, dass er unseren jungen Spielern ein gutes Vorbild bietet. Einerseits dahingehend, dass sich Leistung lohnt und andererseits, dass der VfB für die Entwicklung von Spielern eine gute Adresse ist und unsere Trainer und Mitarbeiter inhaltlich starke Arbeit leisten. Wir drücken Antonio die Daumen bei den nächsten Schritten auf seinem weiteren Weg und danken ihm für seine gezeigten Leistungen.“

Für Antonio Verinac beginnt nun ein neues Kapitel, geschrieben in Grün-Weiß, mit Alpenblick und Super-League-Flair.

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