Noah Awuku (SV Todesfelde) gegen Andre Wallenborn (Eintracht Norderstedt). © 2025 Olaf Wegerich
Paukenschlag in der schleswig-holsteinischen Fußball-Szene: Der Traditionsverein VfR Neumünster hat sich für die kommende Spielzeit die Dienste eines echten Hochkaräters gesichert. Noah Awuku vom Regionalliga-Aufsteiger SV Todesfelde. Für die Veilchen ist die Verpflichtung des variablen Offensivspielers ein absoluter Königstransfer, der die sportlichen Ambitionen des Klubs im Landesoberhaus eindrucksvoll unterstreicht. Nach einer intensiven Phase beim „Dorfklub“ sucht der einstige Junioren-Nationalspieler, dem Verletzungen bremsten, nun eine neue Herausforderung im Zentrum des Bundeslandes Schleswig-Holstein.
Awuku mit bewegtem Werdegang
Der fußballerische Werdegang von Noah Awuku liest sich wie eine Achterbahnfahrt. Seine Ausbildung genoss der gebürtige Kieler in der Jugendakademie von Holstein Kiel. Bei den „Störchen“ galt Awuku früh als eines der vielversprechendsten Talente des gesamten Jahrgangs. Seine herausragenden Leistungen im NLZ blieben auch den Scouts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nicht verborgen: Awuku durchlief von der U15 bis zur U19 die deutschen Nationalmannschaften und absolvierte insgesamt über 20 Länderspiele mit dem Adler auf der Brust. Der absolute Höhepunkt seiner noch jungen Karriere war dabei die Teilnahme an der U17-Weltmeisterschaft 2017 in Indien.
Nach dem Sprung in den Herrenbereich bei Holstein Kiel folgte eine lehrreiche Zeit für den 26-Jährigen mit verschiedenen Stationen, die den Angreifer unter anderem zum Chemnitzer FC in die Regionalliga Nordost und Eintracht Norderstedt (Regionalliga Nord) führten. Zuletzt stand der 1,82 Meter große und technisch versierte Offensivmann seit Sommer 2024 unter Vertrag beim SV Todesfelde.
Taktische Flexibilität und Reife für die „Veilchen“-Offensive
Beim VfR Neumünster ist die Vorfreude auf den namhaften Neuzugang verständlicherweise riesig. Mit Awuku gewinnt das Team an der Geerdtsstraße einen Akteur, der in der Offensive nahezu jede Position bekleiden kann. Ob als hängende Spitze, auf den kreativen Außenbahnen oder als spielgestaltender Zehner – der Neuzugang bringt eine enorme Dynamik, ein starkes Eins-gegen-eins und die nötige Abgebrühtheit aus höheren Ligen mit.
Sollte das großen Verletzungspech des Kickers, der für Holstein Kiel in der 2. Bundesliga zwei Mal zum Einsatz kam, endlich ein Ende finden, dann ist ein fitter Noah Awuku der Jackpot für die Schwalestädter.
