1:3 gegen TuS Jevenstedt – Osterrönfelder TSV in Hälfte zwei ohne Derby-Charakter

von Ismail Yesilyurt

Das 16. Saisontor von Felix Struck (Osterrönfelder TSV) reicht nicht aus gegen Jevenstedt. © 2024 Ismail Yesilyurt


Der TuS Jevenstedt bestätigt mit dem verdienten 3:1 beim Osterrönfelder TSV seine gute Form im neuen Jahr in der Landesliga Schleswig. Und übergibt damit den Relegationsplatz 13 an den OTSV.

Nachbarschaftsderby

Einen besseren Start in diese Begegnung zwischen zweier 7 Kilometer entfernter Nachbarn kann es für die Gastgeber nicht geben. Torjäger Felix Struck gelingt mit seinem 16. Saisongoal die 1:0-Führung schon nach 4 Minuten. Ihre guten Karten können die danach achtbar auftretenden Osterrönfelder nicht zum Trumpf veredeln. lang. Der TuS Jevenstedt braucht zunächst etwas Anlaufzeit, um sich an die Bedingungen zu gewöhnen und den schnellen Rückstand zu verarbeiten.

TuS Jevenstedt mit dem 1:1 durch Fabian Möller akklimatisiert

„Nach dem 1:0 hat man sich an die ganzen Umstände gewöhnt. Auch an den Platz gewöhnt. Eigentlich war er sehr eben, aber sehr trocken“, sieht Jevenstedts Co-Trainer Eike Bruhn, dass der TuS mit dem 1:1 endgültig im Spiel ist. Einen Diagonalball auf die rechte Seite verarbeitet Fabian Möller sehr gut zum Ausgleich.

Kapitän Lukas Gersteuer (mi.), Kopf der Defensivzentrale, und der TuS Jevenstedt sind kometenhaft aus dem Abstiegskeller rausgeklettert. © 2024 Ismail Yesilyurt
Kapitän Lukas Gersteuer (mi.), Kopf der Defensivzentrale, und der TuS Jevenstedt sind kometenhaft aus dem Abstiegskeller rausgeklettert. © 2024 Ismail Yesilyurt

Elf von Guido Wieck über Zweikämpfe wieder zurück

„Wenn du gerade früh 1:0 zurück liegst, dann ist es immer nicht einfach, den Schalter umzulegen. Die Jungs sind ruhig geblieben und haben weiterhin Fußball gespielt. Und wussten, wie wir gegen Osterrönfeld dann auch spielen wollten. Das haben die Jungs umgesetzt“, freute sich Bruhn über die Vorstellung, die sich im weiteren Verlauf besser in den Zweikämpfen in einem guten Kollektiv zu einer starken Mannschaftsleistung mausert.

Fast 10 Ecken für OTSV ohne Ertrag

Nach dem 1:1 gibt es in einem entspannten und dann ausgeglichen Derby bis zur Pause keine klare Torchancen. „Wir hatten bestimmt in Halbzeit eins bis zu 10 Eckbälle. Das zeigt, glaube ich, ein bisschen die, die, ja weiß ich nicht, Überlegenheit. Zumindest hatten wir mehr vom Spiel“, vermisste OTSV-Coach Maik Gabriel bei diesen Standards die Gefahr vor dem TuS-Gehäuse.

Lucas Seefeldts 2:1 bringt Jevenstedt großen Vorteil

Nach dem Seitenwechsel ändert sich die Dynamik schlagartig mit dem Führungstreffer durch Lucas Seefeldt, der damit zwei Tore weniger auf dem Konto hat als Felix Struck, für die Gäste. „Danach, dass muss man so sagen, ging bei uns nicht mehr viel. Versucht haben wir, aber unstrukturiert“, so Gabriel, dessen Elf sich vom 1:2 nicht mehr erholt und mit gefährlichen Kontersituationen konfrontiert wird.

Kein brisantes und heißes Derby

„Ein Derby darf man, aus meiner Sicht, so nicht spielen wie wir es heute gemacht haben“, ärgerte sich der OTSV-Übungsleiter nach dem Spiel.

Trainer Maik Gabriel vermisste den Osterrönfelder Derby-Geist gegen TuS Jevenstedt. © 2024 Ismail Yesilyurt
Trainer Maik Gabriel vermisste den Osterrönfelder Derby-Geist gegen TuS Jevenstedt. © 2024 Ismail Yesilyurt

„Ich habe schon ein paar Derbys selber gespielt. Das war schon entspannter heute“, hatte Bruhn ein faires Duell gesehen. Der Co-Trainer fand dennoch ein feines Härchen in der wohlschmeckenden Suppe des TuS Jevenstedt: „Die Jungs machen momentan von Woche zu Woche genau da weiter, was wir auch in der Vorbereitung erarbeitet haben – was wir verbessern wollten. Das Einzige, was wir kritisieren könnten, wäre der Anfang, wo wir schläfrig reinkommen. Das war in Altenholz auch so.“

Stimme zum Spiel

Maik Gabriel (Trainer Osterrönfelder TSV)

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