Der 1:2-Treffer von Louis Reinicke (li.) sollte der einzige für den Kieler MTV gegen Flintbek bleiben. © 2026 Ismail Yesilyurt
Flintbek nutzt Chancen eiskalt
Der Kieler MTV wartet auch im Jahr 2026 weiter auf den ersten Sieg. Am 23. Spieltag unterlag der Aufsteiger dem Tabellennachbarn TSV Flintbek im heimischen Stadion mit 1:2 – ein Ergebnis, das bereits zur Pause Bestand hatte.
Während die Kieler auf Rang zwölf zurückfielen, verbesserte sich Flintbek im Ranking der Verbandsliga Ost von zehn auf neun.
Früher Schock bringt Kieler ins Hintertreffen
Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber denkbar ungünstig. Bereits mit der ersten Aktion gingen die Gäste in Führung: mit dem Premierentreffer von Florian Wischnewski in dieser Saison. Flintbek nutzte auch die zweite Gelegenheit durch Corvin Rehder (viertes Saisontor) konsequent, erhöhte auf 2:0 und stellte die Weiche auf Sieg.
„Wir starten leider schlecht. Also mit der ersten Aktion in der ersten Minute des Gegners fällt das 1:0. Dann ist es ein ausgeglichenes Spiel. Leider kassieren wir auch das 2:0, beide Gegentreffer so ein bisschen aus dem Nichts gefühlt. Flintbek macht das aber in den Momenten dann halt gut, machen dann aus ihren ersten beiden Chancen zwei Tore“, kommentierte Paul Musiol, Trainer des Kieler MTV, das 0:2.

Noch vor der Pause gelang den Kielern durch das sechste Saisongoal von Louis Reinicke der wichtige Anschlusstreffer, der neue Hoffnung brachte. „Und vor der Halbzeit kriegen wir noch den Anschlusstreffer hin, hatten meiner Meinung nach auch ein bisschen bessere Chancen, auch noch in der ersten Halbzeit vielleicht noch das 2:2 zu machen“, so Musiol.
Flintbek verteidigt diszipliniert
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit wenigen klaren Torchancen. Die besseren Möglichkeiten sah Musiol dennoch auf Seiten seiner Mannschaft. Doch Flintbek verteidigte den knappen Vorsprung konsequent und ließ keinen weiteren Treffer zu.
Trainer Marcel Naeve zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die trotz schwieriger Bedingungen und zahlreicher Wechsel, insgesamt neun im Vergleich zum Eidertal-Spiel aus der Vorwoche, stabil blieb: „Dann, ja, im Spiel selbst sehr schnell in Führung gegangen, was uns natürlich Sicherheit gebracht hat auf einem schwierigen Geläuf, muss man sagen. Das 2:0 konnten wir relativ gut hinterherlegen durch einen sauberen Spielzug, den wir technisch gut umgesetzt haben.“
Umkämpfte Partie mit viel Einsatz
Die Begegnung war geprägt von vielen Zweikämpfen und kleineren Fouls, die den Spielfluss auf beiden Seiten immer wieder unterbrachen. Auch eine umstrittene Szene vor dem Anschlusstreffer sorgte für Diskussionen.

„Linienrichter hebt die Fahne für Abseits, der Schiedsrichter entscheidet auf nicht Abseits. Kann man jetzt drüber diskutieren, aber ist auch nicht spielentscheidend gewesen“, ordnete Naeve, der den ortsabwesenden Cheftrainer Matthias Liebal vertrat, die Situation ein.
In der Schlussphase drängte der Kieler MTV auf den Ausgleich, ohne jedoch zwingend genug zu werden. Flintbek brachte den Vorsprung über die Zeit, auch wenn es in den letzten Minuten noch einmal eng wurde. „Das zweite Tor ist aber für KMTV nicht gefallen, sodass wir letzten Endes als Gewinner vom Platz gegangen sind. Wichtiger Sieg für uns, für die Moral“, resümierte Naeve. Für beide Teams geht es am kommenden Wochenende weit nach Ostholstein hinein. Die Suche nach dem ersten Sieg des Jahres geht für den KMTV in die nächste Runde beim Tabellenletzten TSV Gremersdorf – nach dem Rückzug des TSV Bordesholm. Die Flintbker reisen zum Spitzenreiter aus Scharbeutz, der SVG Pönitz.
Stimme zum Spiel
Kieler MTV: Klenz – Woywod (45. Bayer), Zils, Kluge (73. Kaiser) – Bensch, Schröder (58. Schmidt) – Wolter, Reinicke, Heningsen, Boourreau (58. Dampha) – Rudolph (58. Stender).
Trainer: Paul Musiol.
TSV Flintbek: Klarmann – Schulz, Roempke, Ferhat (74. Sommerfeld) – Kock, Ratje – Torben Frahm (85. Schiefelbein), Tietgen (80. Koerner), Schemborski, Wischnewski (66. Gremmel) – Rehder.
Trainer: Marcel Naeve.
SR: Sebastian Buschick (Alemannia Wilster).
Ass.: Pierre Nash, Marco Rehn.
Z.: 50.
Tore: 0:1 Florian Wischnewski (1.), 0:2 Corvin Rehhder (21.), 1:2 Louis Reinicke (37.).
