Kilia will zum LOTTO MASTERS 2027, aber VfB Lübeck II: „Ein unangenehmer Gegner“
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Kilia will zum LOTTO MASTERS 2027, aber VfB Lübeck II: „Ein unangenehmer Gegner“

von Ismail Yesilyurt·8. Oktober 2026

Der FC Kilia Kiel steht am 12. Spieltag der Oberliga Schleswig-Holstein vor einem weiteren schwer einzuschätzenden Heimspiel. Gegner ist die zweite Mannschaft des VfB Lübeck, die als U21 geführt wird und aktuell auf Platz 13 der Tabelle steht. Für die Mannschaft von Cheftrainer Nicola Soranno wäre ein Sieg der siebte Dreier in dieser Saison – und ein großer Schritt in Richtung eines der großen Hauptziele.

LOTTO MASTERS als greifbares Ziel

Im Fokus steht dabei vor allem die Qualifikation für das LOTTO MASTERS in der MERKUR-Ostseehalle, das größte Hallenevent in Deutschland mit etwa 8.700 Zuschauern in der ausverkauften Halle. Für die Teilnahme am 9. Januar 2027 qualifizieren sich die drei besten Mannschaften der Oberliga nach dem letzten, 15. Hinrundenspieltag. Da Holstein Kiel II an der Tabellenspitze der Flens-Oberliga thront, dürfte mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch der vierte Platz für die Teilnahme an dem bei Akteuren und Zuschauern sehr beliebten Turnier ausreichen.

Aktuell haben die Kilianer, die das Hallenmasters in der Ostseehalle 2024 gewinnen konnten, zwei Punkte Vorsprung vor dem Tabellenfünften TuS Rotenhof. Rechnet man die zwei Punkte hinzu, die höchstwahrscheinlich am grünen Tisch aus dem 2:2-Spiel gegen Phönix Lübeck II demnächst gutgeschrieben werden, bekommen drei Punkte gegen den VfB II eine gewichtige Rolle – eigentlich sogar eine doppelte, da das Team vom Hasseldieksdammer Weg bei der Vergabe der Meisterschaft ebenfalls ein Wort mitreden möchte.

Junge, wilde Lübecker als unberechenbarer Gegner

Doch vor dem „Vergnügen“ kommt erst die Arbeit. Der Aufsteiger aus Lübeck ist im unteren Tabellenbereich positioniert, wird die Kieler aber vor eine schwere Aufgabe stellen. Trainer Nicola Soranno sieht sein Team grundsätzlich auf einem guten Weg, mahnt aber die kommenden Heimspiele als entscheidend an.

„Wir haben mit Eckernförde einen guten Start im Oktober gehabt, jetzt aber mit Lübeck eine Mannschaft, eine junge Mannschaft, die jetzt in den letzten oder generell im Laufe der Saison immer wieder gezeigt hat, dass sie auch immer wieder mal für Ausrufezeichen sorgen kann“, sagte Soranno. Der 37-Jährige verwies auf Siege der Lübecker gegen den Tabellenzweiten VfR Neumünster und den hoch eingeschätzten PSV Neumünster als Beleg für das Potenzial des Gegners.

Lübeckern die Räume zu nehmen und eigene Stärken in Szene zu setzen

Der Kilia-Coach analysierte den Gegner mit Respekt: „Bei Zweit-Mannschaften ist es immer so: viele junge Spieler, schwankende Leistungen und trotzdem mit viel, viel Talent mit gut ausgebildeten Spielern, die jung und wild sind und immer wieder dich auch vor Probleme stellen können.“ Genau diese Mischung mache den VfB II so unberechenbar.

Soranno und sein Trainerteam haben sich den Gegner bereits per Videoanalyse angesehen. „Wir werden morgen mit den Jungs die Videoanalyse machen, denen zeigen, was VfB Lübeck gut macht, wo wir vielleicht ansetzen können, was Lösung angeht“, erklärte der Trainer vor dem Abschlusstraining am Freitag. Die Vorbereitung im Training solle darauf aufbauen, den Lübeckern die Räume zu nehmen und eigene Stärken in Szene zu setzen.

„Ich erwarte einen unangenehmen Gegner“

Trotz der Tabellenkonstellation rechnet Soranno mit einem schwer zu bezwingenden Gast. „Ich erwarte da schon auch einen unangenehmen Gegner, der einfach alles auf dem Platz lassen wird und uns vor Probleme stellen kann, wenn wir nicht präsent sind“, warnte er. Die Kieler müssten von der ersten Minute an konzentriert und aggressiv auftreten, um nicht in eine ähnliche Situation wie in Heide zu geraten.

Nach dem Spiel in Heide hatte Soranno bereits angemerkt, dass die Leistung dort nicht ganz in die aktuelle Phase seines Teams gepasst habe. „Von daher grundsätzlich sind wir auf einem guten Weg, wissen aber jetzt auch, dass die nächsten Spiele, was Thema Heimstärke angeht, entscheidend sind“, so der Trainer.

Kilia kann aus dem Vollen schöpfen

Personell steht Soranno eine breite Auswahl zur Verfügung. Bis auf Devran Boztepe und Serkan Yazgan seien alle Spieler an Bord. „Wir können aus dem Vollen schöpfen. Mit Sicherheit müssen wir den einen oder anderen streichen, was nicht schön ist, auch vielleicht den anderen, der zuletzt auch immer wieder gespielt hat“, sagte der Kilia-Sportlehrer. Für den Trainer sei es „glücklicherweise super, aus dem Vollen schöpfen zu können“.

Die Konkurrenz im Kader habe sich bereits in Eckernförde als wertvoll erwiesen. „Wir haben in Eckernförde gesehen, dass es für uns immer wichtig ist, auch dann gut von der Bank nachlegen zu können“, betonte Soranno. Gegen die jungen, wilden Lübecker werde diese Tiefe am Samstag erneut gefragt sein.

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