Kilian Skolik nicht spielberechtigt für Phönix II – aus 2:2 wird 5:0 für Kilia Kiel
Alles für die Katz! Der Punktgewinn für die zweite Mannschaft des 1. FC Phönix Lübeck beim Tabellendritten Kilia Kiel. Die Lübecker hatten in der Oberliga Schleswig-Holstein ein 2:2 aus der Landeshauptstadt mitgenommen.
Das Spiel zwischen dem FC Kilia Kiel und dem 1. FC Phönix Lübeck II wird nun nachträglich vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) mit 5:0 für Kilia Kiel gewertet. Das geht aus einer Verwaltungsmaßnahme des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) hervor.
Nicht spielberechtigter Spieler eingesetzt
Grund für die nachträgliche Änderung der Spielwertung ist der Einsatz von Kilian Skolik aufseiten der Lübecker. Skolik hatte gestern am 26. September für die zweite Mannschaft von Phönix auf dem Platz gestanden. Zuvor war Skolik am 19. September im Meisterschaftsspiel der Phönix-Regionalligamannschaft gegen den SC Weiche Flensburg zum Einsatz gekommen. Laut der entsprechenden Regelung des § 55 der Spielordnung war der zentrale Stürmer in Kiel nicht spielberechtigt.
Nach Spielausfall des Regionalliga-Teams besondere Regelung
Hier griff die besondere Regelung, wenn das Spiel der höherklassigen Mannschaft am betreffenden Spieltag ausfällt, verlegt oder abgesetzt wird. Genau dieser Fall lag laut SHFV bei Phönix Lübeck vor. Das Spiel der ersten Herrenmannschaft gegen den VfB Oldenburg für den Samstagnachmittag war bereits frühzeitig abgesetzt worden. Dadurch durfte ein Spieler, der im letzten regulären Pflichtspiel der ersten Mannschaft zum Einsatz gekommen war, nicht in der zweiten Mannschaft auflaufen.
U23-Spieler spielberechtigt, aber Skolik nicht
Ausnahmen bilden die U23-Spieler, die trotz des Ausfalls des Regionalligateams spielberechtigt sind. Der SHFV wertete den Einsatz von Skolik deshalb als Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers. Da Skolik zudem kein U23-Spieler im Sinne der Spielordnung sei, habe der Verstoß eine Änderung der Spielwertung zur Folge.
Beschwerde binnen zwei Wochen möglich
Das 5:0 für Kilia ist noch nicht endgültig. Gegen die Entscheidung kann binnen zwei Wochen Beschwerde beim Ausschuss für Satzung und Recht des SHFV eingelegt werden. Wobei der Fall eindeutig zu sein scheint.
Für Kilia Kiel bedeutet die nachträgliche Wertung einen wichtigen Zugewinn im Kampf um die Punkte für die Qualifikation zu LOTTO Hallenmasters im Januar. Nach aktuellem Stand reicht der 4. Platz am Stichtag nach dem Hinrundenabschluss am 15. Spieltag aus.
Die Adlerträger werden nicht zum ersten Mal mit diesem Problem konfrontiert. Schon in der letzten Saison gab wurden Punkte am grünen Tisch aberkannt nach de Oberligaspiel bei TSV Hohenwestedt. Auch der Sieg in dieser Saison vor einigen Wochen bei der Kaltenkirchener TS wurde annulliert. Wenn auch aus eine anderen Grund für die nicht vorhandene Spielberechtigung,
„Ich meine, es ist ja nichts Besonderes, dassb höherklassige Mannschaften Spieler runtergeben und damit muss man dann eben auch leben. Das ist so. Aber man muss dann oder die Vereine müssen dann eben auch wissen, wenn so was passiert, dass der Gegner immer genau draufschaut, ob auch alles im Rahmen der Spielordnung ist oder ob man gegen die Regeln verstößt oder nicht“, äußerte sich Kilias VorsitzendeVolker Roese zu diesem Fall.
Mit Blick auf das gestrige 2:2 zwischen beiden Mannschaften und das bevorstehende LOTTO Hallenmasters sagte Roese: „Wir hatten ein gutes Spiel gestern. Wir hätten gewinnen können. Sie hätten gewinnen können. Am Ende ist es 2:2 mit einem Topspiel gegen eine gute Mannschaft hier von Phoenix ausgegangen mit sechs Spielern aus der Regionalliga. Und jetzt wird es halt 5:0 für uns gewertet. Wir nehmen das gerne. Für uns ist es wichtig, weil für uns zählt jeder Punkt und jedes Tor fürs Hallenmasters.“
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