VfB Lübeck gegen ETV: Unter Flutlicht geht es um wichtige Punkte
Der dritte Sieg für Emmanuel Appiah (mitte) und den VfB Lübeck wäre ein großer Schritt gegen den Eimsbütteler TV. © 2026 Olaf Wegerich

VfB Lübeck gegen ETV: Unter Flutlicht geht es um wichtige Punkte

von Ismail Yesilyurt·1. Oktober 2026

Nach dem 3:2 gegen Todesfelde wartet auf den VfB Lübeck am Freitagabend die nächste wichtige Partie im Tabellenkeller. Der Eimsbütteler TV reist mit zwei Punkten mehr, aber ebenfalls mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck an die Lohmühle. Um 19:30 Uhr geht es unter Flutlicht im Stadion Lohmühleum wichtige Zähler.

Zwei Punkte, zwei Plätze, ein wichtiges Duell

Die Ausgangslage könnte kaum enger sein. Nach elf Spieltagen steht der VfB Lübeck mit elf Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz. Direkt davor beziehungsweise darüber rangiert der Eimsbütteler TV mit 13 Zählern auf Platz zehn. Für beide Mannschaften ist das Aufeinandertreffen am Freitag deshalb eine gute Gelegenheit, sich etwas Luft zu verschaffen.

Der VfB geht mit Rückenwind in das Duell. Nach dem 3:2 gegen den SV Todesfelde feierten die Grün-Weißen ihren zweiten Saisonsieg und zugleich den zweiten Heimerfolg in Serie. Gegen den schleswig-holsteinischen Meister bewies die Mannschaft nach einem 0:1-Pausenrückstand Moral und drehte die Partie noch.

Eimsbüttel kommt mit Aufstiegsschwung

Der Gegner ist dabei keineswegs ein gewöhnlicher Aufsteiger. Der Eimsbütteler TV hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Weg zurückgelegt. Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga 2022/23 und dem direkten Wiederabstieg kämpften sich die Hamburger über die Oberliga zurück.

Unter Trainer Can Schultz wurde der ETV 2024/25 Dritter und schloss die vergangene Saison als Vizemeister ab. 78 Punkte und 101 erzielte Tore standen am Ende zu Buche. In der anschließenden Aufstiegsrunde gewannen die Hamburger alle drei Partien.

Besonders im Duell mit dem SV Todesfelde zeigte der ETV seine Offensivqualitäten. Mit 5:3 setzte sich Eimsbüttel Anfang Juni gegen den schleswig-holsteinischen Meister durch. Danach folgte ein 6:0 gegen den Blumenthaler SV. Der Aufstieg war perfekt.

Wechselhafte Saison des Aufsteigers

In der Regionalliga angekommen, erlebt der ETV allerdings die ganze Bandbreite der vierten Liga. Nach Niederlagen gegen Weiche Flensburg und Schöningen gelang beim 3:2 in Emden der erste Sieg. Weitere Erfolge gegen den HSV II und den Bremer SV folgten.

Danach gerieten die Hamburger ins Straucheln. Gegen Oldenburg, Drochtersen/Assel, Phönix Lübeck und Werder Bremen II setzte es Niederlagen. Besonders deutlich waren zudem das 3:7 in Oldenburg und das 1:7 in Drochtersen.

Zuletzt meldete sich die Mannschaft von Can Schultz allerdings zurück. Gegen den Hannoverschen SC gewann der ETV am vergangenen Wochenende mit 2:1. Bamo Karim brachte die Hamburger in der 39. Minute in Führung, Jasper Hölscher legte nach gut einer Stunde das 2:0 nach. Der HSC kam zwar noch einmal heran, doch Eimsbüttel brachte den Vorsprung über die Zeit.

Kapitän Karim ist der Mann für die wichtigen Momente

Eine zentrale Figur im ETV-Team ist Bamo Karim. Der 26-Jährige trägt die Kapitänsbinde und gehört seit 2019 zum Verein. Damit hat der Mittelfeldspieler den Weg des ETV vom Hamburger Amateurfußball bis zurück in die Regionalliga selbst mitgemacht.

Auch sportlich kommt Karim eine wichtige Rolle zu. In allen elf bisherigen Regionalligaspielen stand er in der Startelf. Vier Tore und zwei Vorlagen stehen für den Kapitän zu Buche. Beim jüngsten 2:1 gegen Hannover eröffnete Karim erneut den Torreigen. Der VfB sollte den Hamburger Führungsspieler am Freitagabend also besonders im Blick behalten.

VfB mit Heimvorteil und Rückenwind

Die Lübecker können dem ETV allerdings ebenfalls mit Selbstvertrauen begegnen. Zwei Heimsiege hintereinander haben die Stimmung an der Lohmühle verbessert. Nach dem Erfolg gegen den Bremer SV folgte gegen Todesfelde die spektakuläre Wende zum 3:2.

Nun wartet mit Eimsbüttel eine Mannschaft, die tabellarisch unmittelbar in Reichweite liegt. Ein Sieg würde dem VfB nicht nur drei Punkte bringen, sondern auch am direkten Konkurrenten vorbeiziehen lassen und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld herstellen.

Die historische Bilanz spricht derweil deutlich für die Hamburger. Von 26 Pflichtspielen gewann Lübeck acht, während Eimsbüttel 17 Begegnungen für sich entschied. Nur einmal gab es ein Unentschieden. Auch das Torverhältnis von 44:74 fällt klar zugunsten des ETV aus.

Wichtige Punkte warten

Am Freitagabend zählt allerdings vor allem die Gegenwart. Der VfB hat zuletzt gezeigt, dass er sich auch aus schwierigen Situationen zurückkämpfen kann. Der ETV kommt seinerseits mit einem Erfolgserlebnis und dem Selbstvertrauen eines Aufsteigers, der bereits Regionalliga-Tauglichkeit gezeigt hat.

Es wartet somit ein enges Duell zweier Mannschaften, die in der Tabelle nur wenige Meter voneinander entfernt stehen.

Regionalliga Nord

#TeamSpSUNToreDiffPkt
1
SC Weiche Flensburg 08
22008:2+66
2
Hannover 96 ll
22004:0+46
3
Atlas Delmenhorst
22004:0+46
4
Kickers Emden
22007:4+36
5
Werder Bremen ll
21106:3+34
6
FSV Schöningen
21105:2+34
7
Bremer SV
21101:0+14
8
VfB Oldenburg
21015:4+13
9
St. Pauli ll
21013:303
10
1. FC Phönix Lübeck
21012:203
11
SV Drochtersen/Assel
21015:6-13
12
SV Todesfelde
20113:5-21
13
HSC Hannover
20110:2-21
14
Eintracht Norderstedt
20112:5-31
15
Hamburger SV ll
20024:7-30
16
Jedeloh ll
20023:6-30
17
VfB Lübeck
20020:5-50
18
Eimsbütteler TV
20022:8-60
Relegation (Aufstieg)Abstieg

Spielplan

Spieltag 3 (Hinrunde)
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Spieltag 3 von 34

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