VfB Lübeck 3:2-Sieger im SH-Derby im Kellerduell gegen Todesfelde
Der VfB Lübeck hat im Kellerduell der Regionalliga Nord den zweiten Sieg in Folge eingefahren. Gegen den Tabellenletzten SV Todesfelde setzte sich die Mannschaft von Kevin Rodewald nach einem 0:1-Halbzeitrückstand noch mit 3:2 durch. Vor 2.611 Zuschauern an der Lohmühle sorgten Tom Kankowski, Ramiz Demir und Lennard Heiduck innerhalb von acht Minuten für die Wende. Todesfelde kam in der Schlussminute durch Mats Klüver noch einmal heran, konnte den Ausgleich aber nicht mehr erzwingen.
Selim Ajkic verpasst die frühe Führung
Für den VfB begann die Partie mit viel Energie. Die wieder geöffnete Pappelkurve sorgte für lautstarke Unterstützung von den Rängen, und bereits nach vier Minuten hatte Lübeck die erste gute Gelegenheit. Emmanuel Appiah bekam auf der linken Seite viel Raum und brachte den Ball scharf vor das Tor. Selim Ajkic fehlte nur eine Zehenlänge, um die Hereingabe zur frühen Führung zu verwerten.
Erlario Ghassan (VfB Lübeck) wird von Tyler Körting (li.) und Moritz Grosche (SV Todesfelde) gestoppt. © 2026 Olaf Wegerich
Todesfelde ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Die Gäste standen kompakt und machten es dem VfB zunehmend schwer, klare Möglichkeiten herauszuspielen. Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich ein ausgeglichenes Kellerduell, in dem beide Mannschaften um jeden Meter kämpften.
Etienne Sohn bringt Todesfelde kurz vor der Pause in Führung
Als vieles bereits auf ein torloses Unentschieden zur Halbzeit hindeutete, schlug Todesfelde zu. Etienne Sohn erzielte in der 43. Minute das 1:0 für die Gäste und sorgte damit für einen Rückschlag für den VfB.
Lübeck musste damit wie schon beim 2:1-Erfolg gegen den Bremer SV einem Rückstand hinterherlaufen. Die Ausgangslage war ohnehin brisant: Beide Mannschaften waren mit jeweils acht Punkten in den 11. Spieltag gegangen und kämpften im Tabellenkeller um dringend benötigte Zähler.
Fabian Landvoigt vom SV Todesfelde hielt seine Farben lange im Spiel. © 2026 Olaf Wegerich
Rodewald reagiert, Lübeck erhöht den Druck
Kevin Rodewald reagierte zur Pause und brachte Lennard Heiduck sowie Fabian Istefo für Luis Angel Coordes und Elario Ghassan. Die Wechsel zeigten Wirkung. Der VfB kam mit deutlich mehr Druck aus der Kabine und drängte auf den Ausgleich.
In der 64. Minute legte Rodewald noch einmal nach und brachte mit Ramiz Demir und Ware Pakia zwei weitere frische Kräfte. Nur drei Minuten später fiel schließlich der Ausgleich.
Tom Kankowski traf in der 67. Minute zum 1:1 und brachte die Lohmühle wieder zum Leben. Der VfB hatte nun endgültig die Kontrolle über die Partie übernommen.
Drei Tore in acht Minuten drehen das Spiel
Was anschließend folgte, war eine furiose Phase der Gastgeber. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich drehte Lübeck die Partie komplett. Ramiz Demir erzielte in der 72. Minute das 2:1.
Lennard Heiduck (VfB Lübeck) auf dem Weg zum dritten Treffer. © 2026 Olaf Wegerich
Und der VfB setzte sofort nach. In der 75. Minute war es Lennard Heiduck, der auf 3:1 erhöhte. Innerhalb von gerade einmal acht Minuten hatte Lübeck aus einem 0:1 ein 3:1 gemacht.
Die Partie schien damit entschieden. Todesfelde hatte zuvor sechs seiner vergangenen sieben Regionalliga-Spiele verloren und war zudem erst zehn Tage zuvor an gleicher Stelle gegen Phönix Lübeck mit 0:9 untergegangen. Nun zeigte die Mannschaft von Björn Sörensen allerdings Moral.
Klüver macht es in der Schlussminute noch einmal spannend
In der Schlussminute gelang Mats Jonathan Klüver der Anschlusstreffer zum 2:3. Plötzlich war die Begegnung wieder offen. Todesfelde warf noch einmal alles nach vorne, doch der VfB brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Damit feierte Lübeck den zweiten Liga-Sieg hintereinander. Nach dem ersten Erfolg im zehnten Anlauf gegen den Bremer SV holte die Mannschaft von Kevin Rodewald in einem direkten Duell im Keller der Regionalliga Nord erneut Big Points. Besonders die Reaktion nach dem Seitenwechsel dürfte den Lübeckern Mut für die kommenden Aufgaben geben.
Für Todesfelde blieb dagegen trotz einer engagierten Leistung erneut kein Punkt übrig. Die Mannschaft von Björn Sörensen benötigt so schnell wie möglich ein Erfolgserlebnis, um aus der Talsohle herauszuschauen.
FOTOGALERIE FOLGT
VfB Lübeck: Finn Böhmker – Bjarne Pfundheller, Tom Kankowski, Selim Ajkic (64. Ramiz Demir), Luis Coordes (46. Lennard Heiduck), Marvin Thiel, Elario Ghassan (46. Fabian Istefo), Jonas Dittrich (85. Colin Ulrich), Emmanuel Appiah (64. Ware Pakia), Maximilian Schütt, Joel Amadi
Trainer: Kevin Rodewald
SV Todesfelde: Fabian Landvoigt – Christian Rave, Moritz Grosche (56. Benny Soares), Tyler Körting, Mirko Boland, Janek Sternberg, Lasse Jetz (81. Noel Denis), Pawel Erfmann (81. Timon Henk), Ben Jablonski, Etienne Sohn (65. Mats Klüver), Morten Liebert (65. Benjamin Petrick)
Trainer: Björn Sörensen
Schiedsrichter: Felix Mutz (HSC Hannover)
Assistenten: Leo Heckmann, Aaron Richter
Zuschauer: 2.611
Tore: 0:1 Etienne Sohn (43.), 1:1 Tom Kankowski (67.), 2:1 Ramiz Demir (72.), 3:1 Lennard Heiduck (75.), 3:2 Mats Klüver (90., Elfmeter)
Regionalliga Nord
| # | Team | Sp | S | U | N | Tore | Diff | Pkt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SC Weiche Flensburg 08 | 2 | 2 | 0 | 0 | 8:2 | +6 | 6 |
| 2 | Hannover 96 ll | 2 | 2 | 0 | 0 | 4:0 | +4 | 6 |
| 3 | Atlas Delmenhorst | 2 | 2 | 0 | 0 | 4:0 | +4 | 6 |
| 4 | Kickers Emden | 2 | 2 | 0 | 0 | 7:4 | +3 | 6 |
| 5 | Werder Bremen ll | 2 | 1 | 1 | 0 | 6:3 | +3 | 4 |
| 6 | FSV Schöningen | 2 | 1 | 1 | 0 | 5:2 | +3 | 4 |
| 7 | Bremer SV | 2 | 1 | 1 | 0 | 1:0 | +1 | 4 |
| 8 | VfB Oldenburg | 2 | 1 | 0 | 1 | 5:4 | +1 | 3 |
| 9 | St. Pauli ll | 2 | 1 | 0 | 1 | 3:3 | 0 | 3 |
| 10 | 1. FC Phönix Lübeck | 2 | 1 | 0 | 1 | 2:2 | 0 | 3 |
| 11 | SV Drochtersen/Assel | 2 | 1 | 0 | 1 | 5:6 | -1 | 3 |
| 12 | SV Todesfelde | 2 | 0 | 1 | 1 | 3:5 | -2 | 1 |
| 13 | HSC Hannover | 2 | 0 | 1 | 1 | 0:2 | -2 | 1 |
| 14 | Eintracht Norderstedt | 2 | 0 | 1 | 1 | 2:5 | -3 | 1 |
| 15 | Hamburger SV ll | 2 | 0 | 0 | 2 | 4:7 | -3 | 0 |
| 16 | Jedeloh ll | 2 | 0 | 0 | 2 | 3:6 | -3 | 0 |
| 17 | VfB Lübeck | 2 | 0 | 0 | 2 | 0:5 | -5 | 0 |
| 18 | Eimsbütteler TV | 2 | 0 | 0 | 2 | 2:8 | -6 | 0 |
Spielplan
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