
Weiche Flensburg schickt Drochtersen/Assel mit 3:0 nach Hause
Effizienz-Demonstration im Gipfeltreffen
Sheeeeesh! Der Flensburger Höhenflug in der Regionalliga Nord geht ungebremst weiter. Im Spitzenspiel des Ersten gegen den Zweiten setzte sich der SC Weiche Flensburg 08 vor der beeindruckenden Kulisse von 1.540 Zuschauern am Freitagabend im Flutlicht-Spiel überraschend klar mit 3:0 (2:0) gegen den SV Drochtersen/Assel durch.
Marcel Cornils (33.), Erolind Krasniqi (43.) und Ibrahim Bashiru Ali (85.) sorgten mit ihren Treffern für den Heimsieg, obwohl die Gäste über weite Strecken mehr Spielanteile hatten. Damit baute die Mannschaft von Tim Wulf, die nun zusammen mit Drochtersen mit 43 Toren die beste Offensive stellt, den Abstand auf den Gegner auf 6 Punkte aus.
Drochtersen/Assel startet druckvoll
Vor 1.540 Zuschauern unter Flutlicht erwischte der SV Drochtersen/Assel den besseren Start. Bereits in der ersten Minute kam Tom Sanne zum Abschluss, doch sein Versuch wurde geblockt und anschließend von Weiches Torhüter Ronny Seibt aufgenommen. Die Gäste blieben am Drücker und suchten immer wieder den Weg nach vorn.
In der neunten Minute setzte Marc Niclas Dühring einen Distanzschuss knapp über das Tor. Wenig später musste Seibt bei einem Kopfball von Allah Aid Hamid eingreifen. In der 15. Minute hatten die Gäste die bis dahin beste Gelegenheit: Dührings Abschluss landete mit Unterstützung von Seibt an der Latte.
Weiche Flensburg benötigte etwas Zeit, um offensiv in Erscheinung zu treten. Der erste Abschluss der Gastgeber durch Raul Celotto in der 13. Minute ging noch über das Tor. In der 23. Minute wurde es dann auf beiden Seiten gefährlich. Zunächst rettete Ole Wagner für Weiche auf der Linie, ehe Marcel Cornils im direkten Gegenzug nur den Pfosten traf.

Erolind Krasniqi (SC Weiche Flensburg 08) ist einer der treibenden Kräfte im Team von Tim Wulf. © 2026 Ismail Yesilyurt
Zehn Minuten später belohnte sich die Heimelf für ihre Effizienz: Cornils schloss aus der Distanz satt in die linke Ecke ab und besorgte das überraschende 1:0 (33.). Die Führung war angesichts des Spielverlaufs durchaus glücklich, gab den Gastgebern aber zusätzliche Sicherheit. Kurz vor dem Seitenwechsel folgte der nächste Wirkungstreffer: Erolind Krasniqi zirkelte einen Freistoß aus halblinker Position sensationell zum 2:0 in den oberen linken Winkel (43.).
Krasniqi wirbelt, Ali setzt den Schlusspunkt zum 3:0
Nach dem Seitenwechsel war dem SV Drochtersen/Assel das Bemühen um den Anschlusstreffer keineswegs abzusprechen, doch die vielbeinige Flensburger Hintermannschaft ließ kaum noch hochkarätige Tormöglichkeiten zu. Zwar verpasste Christopher Schepp in der 61. Minute eine gute Schusschance leichtfertig, auf der Gegenseite blieb der Tabellenführer über Nadelstiche aber brandgefährlich.
Im Mittelpunkt des zweiten Durchgangs stand immer wieder Weiches Top-Scorer Erolind Krasniqi. Sowohl in der 69. Minute nach einem schnellen Konter als auch in der 77. Minute per gefährlichem Torschuss verlangte er D/A-Schlussmann Jesper Heim alles ab.
Weiche verteidigte mit großem Einsatz und ließ den spielstarken Kontrahenten zunehmend verzweifeln. Gleichzeitig blieben die Gastgeber bei ihren Gegenstößen gefährlich. Weiches Top-Scorer und Mittelpunkt Erolind Krasniqi scheiterte in der 69. Minute an Heim, der seinen Schuss nach einem Konter im Liegen abwehrte. Auch eine weitere Möglichkeit des Offensivspielers entschärfte Heim in der 77. Minute, als er den Ball noch um den Pfosten lenkte.
In der 85. Spielminute war die Partie dann vollends entschieden: Ibrahim Bashiru Ali zog aus 18 Metern ab und sein Flachschuss flutschte zum 3:0-Endstand ins kurze Eck.
Fazit
Damit belohnte sich Weiche für eine taktisch disziplinierte Vorstellung, eine leidenschaftliche Defensivleistung und eine bemerkenswerte Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Während Drochtersen/Assel über weite Strecken die aktivere Mannschaft gewesen war, hatten die Gastgeber in den entscheidenden Momenten die besseren Antworten.
D/A blieb damit auch im 11. Spiel beim nördlichsten Regionalligisten ohne eine Dreier. Gerade mal zwei magere Punkte stehen in der Bilanz bei den Auswärtsspielen in Flensburg.
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