VfR Neumünster: Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken
Der VfR Neumünster bleibt auch nach dem 11. Spieltag der Flens-Oberliga weiter erster Verfolger von Spitzenreiter Holstein Kiel II. Nur zwei Zähler beträgt der Rückstand auf die Jungstörche nach dem guten Auftritt, vor allem in der zweiten Hälfte, beim 3:1 gegen die Kaltenkirchener TS. Nun geht es mit einem Heimspiel gegen den Oldenburger SV weiter, der mit einem deutlichen 4:0-Erfolg gegen den Heider SV für Furore sorgte. Anpfiff in der Grümmi-Arena ist am kommenden Sonntag um 14.00 Uhr.
Zehnmal trafen beide Mannschaften bisher aufeinander. Sechsmal siegte Rasensport und viermal gewann der OSV.
Der Oldenburger SV konnte in fünf Auswärtsspielen bereits drei Siege einfahren. Mit 17 Treffern haben die Ostholsteiner auf fremden Plätzen die meisten Treffer erzielt. Holstein Kiel II und Kilia Kiel haben auswärts zwar ähnlich oft getroffen, benötigten dafür aber ein bzw. zwei Spiele mehr.
Wie gefährlich die Mannschaft von Trainer Florian Stahl auch Top-Mannschaften zusetzen kann, zeigte das Spiel bei Spitzenreiter Holstein Kiel II, als man einen Zwei-Tore-Rückstand in eine 3:2-Führung ummünzen konnte und am Ende dann doch etwas unglücklich mit 3:4 verlor.
Wie jetzt bekannt wurde hat der SHFV Geart Latifi für seine rote Karte aus dem Spiel gegen Holstein Kiel eine Sperre von drei Spielen aufgebrummt.
Schiedsrichter Luca Paul Seils erkannte einen glasklaren VfR-Treffer nicht an und zeigte danach VfR-Trainer Danny Cornelius die gelbe Karte. © 2026 Olaf Wegerich
Vor dem erst sechsten Heimspiel der Saison befragte YouKick VfR-Trainer Danny Cornelius zur aktuellen sportlichen Situation und ob die Erfolge seiner Mannschaft für ihn überraschend kommen.
Mit dem Oldenburger SV kommt am Sonntag ein Gegner, der in den letzten Wochen gute Ergebnisse eingefahren hat. Wie siehst du die Ausgangslage und worauf wird es ankommen, um gegen den OSV keine böse Überraschung zu erleben?
Mit dem OSV erwartet uns am Sonntag eine Mannschaft, die zuletzt sehr gute Ergebnisse eingefahren hat und entsprechend mit Selbstvertrauen zu uns kommen wird. Wir wissen daher, dass uns eine anspruchsvolle Aufgabe erwartet. Für uns wird entscheidend sein, von Beginn an konzentriert und mit der richtigen Intensität zu spielen. Wir dürfen dem OSV nicht die Möglichkeit geben, ins Spiel zu kommen und an seine zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen. Gleichzeitig wollen wir unsere eigenen Stärken auf den Platz bringen und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Wenn wir unsere Basics konsequent umsetzen und über die gesamte Spielzeit fokussiert bleiben, haben wir gute Möglichkeiten, das Spiel erfolgreich zu gestalten.
Der VfR hatte bei der Kaltenkirchener TS in der ersten Hälfte einige Schwierigkeiten mit einem sehr unangenehmen und bissigen Gegner. In der zweiten Hälfte lief es deutlich besser. Wie bist du mit den spielerischen Leistungen bisher zufrieden und wie wichtig sind starke Individualisten wie Krause oder Drauschke, um nur zwei zu nennen, die in engen Spielen den Unterschied machen?
Insgesamt bin ich mit der Entwicklung und den spielerischen Leistungen der Mannschaft sehr zufrieden. Natürlich gibt es immer Phasen, in denen wir uns verbessern müssen. Das hat man beispielsweise in der ersten Halbzeit gegen KT gesehen. Dort hatten wir gegen einen sehr unangenehmen und bissigen Gegner zunächst Probleme, Lösungen zu finden. In der zweiten Halbzeit haben wir das deutlich besser gemacht und unser Spiel klarer auf den Platz bekommen.
Spieler wie Krause oder Drauschke sind natürlich enorm wichtig für eine Mannschaft. Sie verfügen über individuelle Qualität und können in engen Spielen mit einer Aktion den Unterschied machen. Gleichzeitig möchte ich aber betonen, dass unser Erfolg nicht von einzelnen Spielern abhängig sein darf. Wir brauchen die gesamte Mannschaft und eine gute kollektive Leistung. Individualisten können Spiele entscheiden – die Grundlage dafür schafft aber immer die Mannschaft.
Christoph Kahlcke und Rafael Krause bejubeln den späten Führungstreffer durch Jan Lippegaus. © 2026 Olaf Wegerich
Kommt es für dich überraschend, dass der VfR abgesehen von dem einen Ausrutscher in Lübeck bisher so konstant liefert?
Überraschend würde ich nicht sagen, aber es freut mich natürlich sehr, wie konstant die Mannschaft bisher auftritt. Wir haben uns eine gewisse Stabilität erarbeitet und zeigen, dass wir auch nach Rückschlägen die richtigen Antworten finden können. Der Ausrutscher in Lübeck hat uns gezeigt, dass wir in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen müssen und nichts geschenkt bekommen.
Die bisherige Konstanz ist vor allem das Ergebnis von harter Arbeit, einer guten Trainingsqualität und der Bereitschaft der Spieler, sich ständig weiterzuentwickeln. Trotzdem schauen wir nicht zu weit nach vorne. Wir wollen von Spiel zu Spiel unsere Leistung bestätigen.
Gibt es auf der Torhüterposition Bewegung und besteht bei Christopher Newe Hoffnung, dass er in diesem Jahr noch einmal zum Einsatz kommt?
Auf der Torhüterposition gibt es aktuell keine Entscheidungen, die ich öffentlich kommentieren möchte. Natürlich beobachten wir die Situation und schauen, welche Möglichkeiten sich ergeben. Bei Newe hoffen wir selbstverständlich, dass er gesundheitlich wieder vollständig auf die Beine kommt und in diesem Jahr vielleicht noch einmal die Möglichkeit bekommt, auf dem Platz zu stehen. Das Wichtigste ist aber, dass er zunächst wieder komplett fit wird. Alles Weitere wird sich dann zeigen.
Wie ist die Personallage für Sonntag?
Die Personallage werden wir kurzfristig beurteilen. Es gibt einige Fragezeichen, bei denen wir die Entwicklung bis zum Spiel abwarten müssen. Grundsätzlich sind wir aber gut aufgestellt und haben genügend Qualität im Kader, um auch mögliche Ausfälle aufzufangen. Entscheidend ist, dass die Spieler, die am Sonntag auf dem Platz stehen, von der ersten Minute an bereit sind und unsere Vorgaben umsetzen.
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