VfR Neumünster appelliert an das Fairplay
VfR-Trainer Sanny Cornelius mit Schiedsrichter Hendrik Plambeck beim Spiel gegen Nordmark Satrup. © 2026 Olaf Wegerich

VfR Neumünster appelliert an das Fairplay

von Olaf Wegerich·15. Oktober 2026

Die Neuansetzung der am 11. Oktober ausgefallenen Begegnung der Flens-Oberliga zwischen dem VfR Neumünster und dem Oldenburger SV schlägt weiterhin hohe Wellen. Der SHFV hatte kurzfristig anscheinend ohne Einwilligung des VfR Neumünster das Spiel für Dienstag, den 27. Oktober, neu festgesetzt. Hintergrund für die Verlegung nach Oldenburg ist, dass Rasensport über kein Flutlicht verfügt und das der Staffelleiter beabsichtigt, alle Spiele der Flens-Oberliga bis zum 1. November über die Bühne zu bringen, um bei der Vergabe der Startplätze für das SHFV-LOTTO-Hallenmasters keine Quotienten bemühen zu müssen.

Was vor allem beim VfR zu Irritationen und Unverständnis führt, ist, dass deren nachvollziehbare Argumente anscheinend keine Berücksichtigung finden. Feierabendfußballern, die alle einer Arbeit nachgehen, innerhalb von drei Tagen ohne die Chance auf vernünftige Regeneration zwei weite Auswärtsfahrten in einer ganz entscheidenden Phase der Saison aufzubürden, wo es um die begehrten Tickets für das Hallenmasters geht, zeugt nicht unbedingt von Fingerspitzengefühl. Der Oldenburger SV bestreitet sein Punktspiel daheim gegen den MTSV Hohenwestedt bereits am Samstag, dem 23. Oktober.

Dementsprechend enttäuscht äußerte sich auch VfR-Trainer Danny Cornelius gegenüber Youkick:

„Wir haben diesem Termin definitiv nicht zugestimmt. Die Ansetzung wurde letztlich auf Betreiben des Oldenburger SV und durch den SHFV festgelegt.

Florian Stahl vom OSV hat gegenüber dem Verband einfach behauptet, dass wir uns auf keinen gemeinsamen Termin einigen können. Keine 24 Stunden später stand dann plötzlich dieser Termin fest.

Für mich ist das absolut nicht nachvollziehbar. Zwei Auswärtsspiele innerhalb von drei Tagen, erst in Flensburg und dann in Oldenburg, sind unter Amateurbedingungen schon eine enorme Belastung. Unsere Jungs gehen alle arbeiten und nehmen teilweise lange Fahrten auf sich, um überhaupt trainieren und spielen zu können.

Ich hätte mir hier deutlich mehr Kommunikation und vor allem eine sportlich faire Lösung gewünscht. So ist das aus meiner Sicht alles andere als glücklich gelaufen.“


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